Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre

Gemeinsame Programmlinie des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und des Stifterverbandes

Die nächste Ausschreibungsrunde startet voraussichtlich im Frühjahr 2019.

Im Rahmen des Programms Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre vergeben das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stifterverband bis 2021 jedes Jahr rund 40 Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre. Sie sind für Lehrende bestimmt, die an Hochschulen in staatlicher Trägerschaft oder an staatlich refinanzierten Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen tätig sind. Dabei handelt es sich um eine individuelle, personengebundene Förderung, die den Fellows Freiräume und Ressourcen für die Durchführung der Lehrinnovationen verschafft. Ein Fellowship ist mit bis zu 50.000 Euro dotiert. Der Förderzeitraum beträgt maximal ein Jahr.

 

Ziele des Programms

  • Anreize für die Entwicklung und Erprobung digital gestützter Lehr- und Prüfungsformate (beispielsweise MOOCS, flipped/inverted classroom, Games, Simulationen, E-Prüfungen) oder die Neugestaltung von Modulen und Studienabschnitten unter konsequenter Nutzung digitaler Technologien schaffen
  • den Austausch über (digitale) Hochschullehre und die Verbreitung der entwickelten Lehrinnovationen durch eine Vernetzung der Fellows befördern
  • zur Verstetigung digitaler Hochschullehre in den Hochschulen selbst beitragen
     
     

Leistungen und Programmbegleitung

Die Fördersumme ist zweckgebunden für die Anschubfinanzierung der geplanten Lehrinnovation. Sie kann, je nach Bedarf, für alle Kosten eingesetzt werden, die im Zusammenhang mit diesem Vorhaben entstehen, beispielsweise für

  • die projektbezogene Unterstützung durch studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte;
  • projektbezogene Sachkosten;
  • die Finanzierung von Gastaufenthalten einschlägig ausgewiesener ausländischer Wissenschaftler, die die Durchführung des Entwicklungsvorhabens unterstützen;
  • die Gegenfinanzierung befristeter Deputatsreduktionen, um zeitliche Freiräume für die Planung des Lehrvorhabens zu gewinnen.

Das Fellowship umfasst folgende Programmbestandteile:

  • Ein zweitägiges Fellow-Treffen pro Semester, das dem gegenseitigen Austausch und der persönlichen Weiterentwicklung der Lehrexpertise dienen soll. Während des Förderzeitraums, also für die Dauer der Projektlaufzeit, ist die Teilnahme an diesen Treffen verbindlich. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich die Fellows. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Reisekosten werden nach Maßgabe des Landesreisekostengesetzes übernommen.
  • Eine öffentliche Lehr-/Lern-Konferenz pro Jahr, bei der die Lehrinnovationen vorgestellt werden. Die Konferenzen sollen Impulse für den Transfer erfolgreicher Lehrinnovationen geben und den Diskurs über digitale Hochschullehre in und zwischen den Studienfächern befördern. Von den Fellows wird eine zeitliche und inhaltliche Beteiligung an diesen Konferenzen erwartet.

Der Fellow-Jahrgang 2018

Im Herbst 2018 wurden in der dritten Ausschreibungsrunde wiederum 43 Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre vergeben:

Bärbel Barzel
Universität Duisburg-Essen

Syrina Beierle
RWTH Aachen University

Katharina Best
Hochschule Hamm-Lippstadt

Korbinian von Blanckenburg
Hochschule Ostwestfalen‐Lippe, Lemgo

Martin Bonnet
Technische Hochschule Köln

Jens Brandt
Hochschule Niederrhein, Krefeld

Julia Breittruck
Fernuniversität in Hagen

Markus Dahm
Hochschule Düsseldorf

Kristina Dietrich
Hochschule Ruhr West, Mülheim an der Ruhr

Myriam Dyckhoff
Technische Hochschule Köln

Martin Eisemann
Technische Hochschule Köln

Christian Faupel
Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Lemgo

Turid Frahnow & Johannes Voit
Universität Bielefeld

Jana Viola Frings
Fernuniversität in Hagen

Klaus Giebermann
Hochschule Ruhr West, Mülheim an der Ruhr

Henrike Haug
Technische Universität Dortmund

Marco Hemmerling
Technische Hochschule Köln

Daniel Antonius Hötte
Fachhochschule Bielefeld

Heike Köckler
Hochschule für Gesundheit, Bochum

Eva Kubinyi
FH Aachen

Daniel Losch
Bergische Universität Wuppertal

Andreas Maurischat
RWTH Aachen University

Manfred Meyer
Westfälische Hochschule, Campus Bocholt

Julia Mierau
Deutsche Sporthochschule Köln

Witold Mucha
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Christian Müller
Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Jörg Niemann
Hochschule Düsseldorf

Daniel Obst
Universität Duisburg-Essen

Hans Peter Reutter
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Björn Rothstein
Ruhr-Universität Bochum

Marc Sacher
Universität Paderborn

Max Salzberger
Technische Hochschule Köln

Uwe Sander
Universität Bielefeld

Klaus Schaper
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Sophia Schmitz
Uniklinik Aachen

Liane Schüller
Universität Duisburg-Essen

Jost Seibler
FH Aachen

Christian Serpé
Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Julia Steinhoff-Wagner
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Nils Tippkötter
FH Aachen

Julia Trinkert
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Saskia Weitekamp
Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Stefan Winter
Ruhr-Universität Bochum

Der Fellow-Jahrgang 2017

Im Herbst 2017 wurden in der zweiten Ausschreibungsrunde, in der sich mehr als 180 Lehrende beworben hatten, insgesamt 43 Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre vergeben:

Mike Altieri
Hochschule Ruhr West

Judith Christine Beier
Technische Hochschule Köln

Michael Beißwenger
Universität Duisburg-Essen

Stefan Bente
Technische Hochschule Köln

Markus Bernhardt
Universität Duisburg-Essen

Tobias Dombrowski
Ruhr-Universität Bochum

Annemarie Fritz-Stratmann
Universität Duisburg-Essen

Daniela Götze
Technische Universität Dortmund

Gabriele Gramelsberger
RWTH Aachen

Inga Gryl
Universität Duisburg-Essen

Sebastian Hageneuer
Universität zu Köln

Ronny Hartanto
Hochschule Rhein-Waal

Ulrike Haß
Universität Duisburg-Essen

Heidrun Heinke
RWTH Aachen University

Christin Heinze
Folkwang Universität der Künste, Essen

Steffen Jöris
RWTH Aachen University

Thomas John
Universität Paderborn

Michael Kallweit
Ruhr-Universität Bochum

Manfred Kaul
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Ansgar Kirsch
FH Aachen – University of Applied Science

Georg Klepp
Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Lemgo

Christina Klüver
Universität Duisburg-Essen

Thorsten Knauer
Ruhr-Universität Bochum

Susann Kowalski
Technische Hochschule Köln

Janine Maniora
Technische Universität Dortmund

Ilka Mindt
Universität Paderborn

Aaron Praktiknjo
RWTH Aachen University

Boas Pucker
Universität Bielefeld

Markus Rabe
Technische Universität Dortmund

Ellen Roemer
Hochschule Ruhr West

Wilko Rohlfs
RWTH Aachen University

Björn Rothstein
Ruhr-Universität Bochum

Evelin Rottke
Fachhochschule Aachen

Silke Schwandt
Universität Bielefeld

Ruben Sengewein
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Martin Sieber
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Cord Spreckelsen
RWTH Aachen University

Judith Visser
Ruhr-Universität Bochum

Barbara E. Weißenberger
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

J. Florian Wellmann
RWTH Aachen University

Annalena Wernz
RWTH Aachen University

Torsten Zesch
Universität Duisburg-Essen

Thomas Zeume
Technische Universität Dortmund

 

Der Fellow-Jahrgang 2016

Im Herbst 2016 wurden die ersten 46 Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre vergeben:

Okyay Altay
RWTH Aachen University

Martin Baumann
RWTH Aachen University

Dirk Burdinski
Technische Hochschule Köln

Tim Clarner
RWTH Aachen University

Markus Dammers
RWTH Aachen University

Walter Eberlei
Hochschule Düsseldorf

Joachim Fensterle
Hochschule Rhein-Waal Kleve

Alexander Ferrein
Fachhochschule Aachen

Marc Gennat
Hochschule Niederrhein

Klaus Giebermann
Hochschule Ruhr West

Peter Glösekötter
Fachhochschule Münster

Hannah Groninger
RWTH Aachen University

Volker Gruhn
Universität Duisburg-Essen

Ruth Hagengruber
Universität Paderborn

Christoph Hanck
Universität Duisburg-Essen

Stefan Hegemann
RWTH Aachen University

Florian Heiderich
Universität Siegen

Florian Heiß
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Benedikt Jeßing
Ruhr-Universität Bochum

Christian Kohls
Technische Hochschule Köln

Bastian Küppers
RWTH Aachen University

Stefan Lankes
RWTH Aachen University

Jens Lechtenbörger
Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Myrto Leiss
Hochschule Hamm-Lippstadt

Bernd Markert
RWTH Aachen University

Daniel Otto
FernUniversität Hagen

Simone Paganini
RWTH Aachen University

Markus Pfeil
Fachhochschule Münster

Martin Pieper
Fachhochschule Aachen

Britta Rehder
Ruhr-Universität Bochum

Anja Richert
RWTH Aachen University

Anne Rittich
RWTH Aachen University

Thomas Rotthoff
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Hans Sachs
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Florian Schacht
Universität Duisburg-Essen

Klaus Schaper
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Alexandra Scherg
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Oliver Leo Schmidt
Folkwang Universität der Künste, Essen

Rebekka Schmidt
Universität Paderborn

Ruben Sengewein
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Sebastian Staacks (geb. Kuhlen)
RWTH Aachen University

André Stärk
Hochschule für Musik Detmold

Luise Unger
FernUniversität Hagen

Karen Veroy-Grepl
RWTH Aachen University

Marco Winzker
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Isabel Zorn
Technische Hochschule Köln

 

Positionspapier der Lehrfellows zu Innovationen in der Hochschullehre

2020 läuft der Qualitätspakt Lehre aus. Zwei Milliarden Euro wurden investiert; 186 Hochschulen haben von der Förderung profitiert. Zurzeit beraten Bund und Länder über die Nachfolge. Gemäß Koalitionsvertrag soll der Qualitätspakt Lehre verstetigt und in Anlehnung an die Empfehlungen des Wissenschaftsrates weiterentwickelt werden. Dieser hatte empfohlen, die "Einrichtung einer eigenständigen Organisation zur Förderung und Entwicklung der Hochschullehre" zu prüfen. Damit könnten dauerhafte Fördermöglichkeiten für Lehrinnovationen bereitgestellt und die Vernetzung und der Austausch zwischen den Akteuren befördert werden. Die Kontroverse unter dem Stichwort "Deutsche Lehrgemeinschaft" ist jetzt neu entfacht.

Die Lehrfellows haben sich mit einem Positionspapier in die Diskussion darüber eingebracht, wie die Weiterentwicklung der Hochschullehre gelingen kann. Um die Frage, ob eine Förderorganisation das richtige Instrument, um die Hochschullehre kontinuierlich weiterzuentwickeln, drehte sich auch eine Quadriga Debatte, die der Stifterverband am 5. Dezember 2018 in Berlin veranstaltete.

Kontakt

Dominique M. Ostrop

ist Programmmanagerin im Bereich '"Programm und Förderung".

T 0201 8401-162
F 0201 8401-215

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