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Bild: Viktor Forgas/Unsplash

Bildung, Wissenschaft und Innovation in Zeiten von Corona

Seit vielen Jahren befasst sich der Stifterverband mit den großen Transformationsprozessen in Bildung, Wissenschaft und Innovation – Themen, die gerade jetzt von essenzieller Bedeutung sind.

 
Angesichts der aktuellen Coronavirus-Pandemie
erscheinen die Veränderungen noch dringlicher als jemals zuvor: die Digitalisierung aller Lebensbereiche, die Kollaboration in offenen Innovationsprozessen und vor allem auch die Erkenntnis, dass die großen Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam bewältigt werden können – von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Daran arbeitet der Stifterverband jetzt intensiver denn je.

Der Stifterverband unterstützt beim digitalen Lernen und Lehren

Mit seinem Aktionsfeld Bildung fördert der Stifterverband Lernende und Lehrende während der Corona-Krise beim digitalen Lernen und Arbeiten, zum Beispiel mit kuratierten Linksammlungen und anderen hilfreichen Angeboten für Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler. Die zentrale Herausforderung heißt jetzt: Wie können unsere Schulen und Hochschulen fit für das Lehren und Lernen ohne Präsenzveranstaltungen werden?

Bild: Viktor Forgas/Unsplas

Hochschulforum Digitalisierung
Mit einer eigenen Taskforce schafft das Hochschulforum Digitalisierung Orientierung. Das Themenspezial im Web bietet Werkzeuge für digitale Veranstaltungen, Education-Tools zu Sonderkonditionen und Gratisangebote sowie eine Linksammlung mit Tools und Guidelines zur Corona-Krise. Außerdem gibt es Tipps für den schnellen, aber bedachten Einstieg in die Online-Lehre.

Begabungslotse mit Digitalspecial
Mit den richtigen digitalen Angeboten lassen sich Home Office und Home Schooling meistern. Der Begabungslotse des Talentförderzentrums Bildung & Begabung hat den Markt qualitativ geprüft und die vorhandenen Angebote übersichtlich zusammengefasst – für Schulleitungen und Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler.

Foto: Martin Magunia

Deutsches Lehrkräfteforum
Informationen, Tipps und Tools rund um den Umgang mit Ausfällen an Schulen und Universitäten durch die Corona-Krise: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Lehrkräfteforums steuern erprobte Praxisbeispiele bei und vermitteln ihr Know-how in Webinaren. Außerdem: Tool-Sammlungen und Links zu Mediatheken zur Vermittlung und Veranschaulichung von Bildungsinhalten.

Hochschul-Barometer
Sonderbefragung des Stifterverbandes: Die große Mehrheit der Hochschulen fühlt sich digital gut vorbereitet, um trotz der Corona-Krise ins Sommersemester 2020 zu starten. Sie erkennen die Pandemie als Chance, sich im Bereich digitalen Lernens und Lehrens langfristig besser aufzustellen, benötigen allerdings finanzielle Unterstützung und die Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen seitens der Politik.

 
 
Mit einer Reihe von Förderprogrammen und Auszeichnungen treibt der Stifterverband das Thema Digitale Bildung schon seit vielen Jahren voran und hat auch aktuell neue Förderlinien aufgelegt:

KI-Campus
Mit dem KI-Campus entwickelt der Stifterverband zusammen mit renommierten Partnern eine auf das Thema Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte digitale Lernplattform. Zielgruppen sind Studierende, Berufstätige und andere lebenslang Lernende. Um Status quo und Zukunftsperspektiven von KI in der Hochschulbildung ging es am 20. April 2020 auf einem Online-Symposium.

Hochschulperle spezial
Der Stifterverband sucht innovative Ideen, die die aktuellen Herausforderungen bei Forschung und Lehre in Zeiten der Corona-Krise an Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland zu meistern helfen. Die Hochschulperle spezial wird durch den Stifterverband von April bis Juni 2020 dreimal vergeben und ist jeweils mit 1.000 Euro dotiert. Vorschläge und Bewerbungen sind willkommen.

Digi-LOTSEN
Acht Projekte von Schülerinnen und Schülern, die mit einem digitalen Projekt ihre Schule besser machen wollen, fördert der Stifterverband mit jeweils 10.000 Euro. Egal, ob eine App zur besseren Vernetzung, eine Virtual-Reality-Anwendung für den Unterricht oder ein Computerspiel zur Vermittlung von Lehrinhalten – der Phantasie sind in dieser Ausschreibung keine Grenzen gesetzt.

Jürgen Handke, Spezialist für die Digitalisierung der Lehre und Ars legendi-Preisträger, macht sich intensiv Gedanken darüber, wie Hochschulen bei der Lehre jetzt schnell auf den coronabedingten Lockdown reagieren können.

Video abspielen
Für das MERTON-Magazin hat Jürgen Handke ein Video produziert: So könnte aus dem drohenden "Nicht-Semester" doch noch ein "Kreativ-Semester" werden.

 
Weitere Förderprogramme und Auszeichnungen zur
Digitalisierung der Bildung und zum Umgang mit Daten:

Data Literacy Education
digital.engagiert
Digital Learning Transfer Fellowship
Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre
Schule in der digitalen Welt
 

 

Wissenschaftskommunikation ist heute wichtiger denn je

Im Aktionsfeld Wissenschaft unterstützt der Stifterverband Forscherinnen und Forscher darin, als wichtige und vertrauenswürdige Stimmen Gehör zu finden. Sie beraten politische Entscheidungsträger, helfen Bürgerinnen und Bürgern bei der Einordnung und unterstützen so die Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie und deren Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Das Team von innOsci, dem Forum für offene Innovationskultur, hat Links zu Aktivitäten und Wissenswertem aus den Bereichen Wissenschaftskommunikation, Open Science und Open Innovation gesammelt.
Mehr Info
 

Foto: Wiebke Peitz/Charité Universitätsmedizin Berlin

Communicator-Preis
Der Stifterverband und die Deutsche Forschungsgemeinschaft vergeben einen "Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie". Die Auszeichnung erhält der Virologe Christian Drosten von der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wie kein anderer Wissenschaftler stehe er für die besondere Rolle, die der Wissenschaft während der Corona-Krise zukommt.

Foto: Damian Gorczany

Volker Meyer-Guckel: Nutzt die Krise!
"Oft entstand aus einer akuten Bedrohung nachhaltiger Fortschritt", schreibt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes, in einem Beitrag für DIE ZEIT. "Das Momentum, das unser Umgang mit dem Coronavirus ausgelöst hat, sollte jetzt genutzt werden, um aus einer Krise heraus einen dauerhaften Kulturwandel zu erzeugen – für die Wissenschaft und die Gesellschaft."

Foto: Gerald von Foris

Diesmal sind nicht die Banken systemrelevant, sondern die Wissenschaften
Der Astrophysiker und Philosoph Harald Lesch im MERTON-Magazin des Stifterverbandes: "Jetzt können wir ein Beispiel geben für gute Wissenschaftskommunikation: ohne Panik zu verursachen immer wieder klar sagen, was der Fall ist, wie man den Problemen begegnen kann und dass wir das auch hinkriegen, wenn wir das zusammen, ruhig, besonnen und mit Augenmaß machen."

 
Weitere Beiträge zum Thema im MERTON-Magazin:

Markus Deimann: Aus der Not eine Tugend gemacht
Uwe Schneidewind: Der Krisenschub
 

 

Open Innovation hilft dabei, rasch Lösungen zu finden

Im Aktionsfeld Innovation arbeitet der Stifterverband mit seinen Partnern mit Hochdruck daran, wie Kooperation von Forschung und Industrie, das (internationale) Teilen von Forschungsergebnissen und -methoden im Sinne Offener Wissenschaft sowie offene gesellschaftliche Innovationsansätze dazu beitragen können, schnell Lösungen zu finden: zum Beispiel bei der Suche nach Impfstoffen, aber auch im gesellschaftlichen Umgang mit der Krise.

 
Bei aller Ungewissheit darüber, wie lange der Ausnahmezustand aufgrund der Corona-Krise andauert: Die Mission des Stifterverbandes, wie sie im Motto "Gemeinsam wird es möglich" zum Ausdruck kommt, wird jeden Tag von vielen gelebt. Der Stifterverband wird sich unermüdlich dafür einsetzen, dass die Kollaborations- und Synergiepotenziale für ein funktionsfähiges digitales Bildungssystem in Deutschland ausgeschöpft werden.

Wirkung hoch 100
Durch die Corona-Pandemie stellen sich die Fragen der Jubiläumsinitiative "Wirkung hoch 100", die der Stifterverband anlässlich seines 100. Geburtstags startet, dringlicher denn je.  Wie können Wirtschaft und Wissenschaft bei der Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen noch besser zusammenarbeiten? Die 100 zu fördernden Akteure in der Jubiläumsinitiative werden einen wichtigen Erneuerungsimpuls geben können.