Der private Hochschulsektor in der Pandemie

Derzeitige Auswirkungen und Perspektiven

Im Juli 2020 veröffentlichte der Stifterverband eine Studie zu privaten Hochschulen. Sie analysierte, wie sich der Sektor privater Hochschulen in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. Die Studie zeigte, dass der Sektor insgesamt stark gewachsen ist. Doch wie ergeht es den privaten Hochschulen seit Beginn der Corona-Pandemie? Sind das Finanzierungmodell und die Studiennachfrage auch in Zeiten der Krise stabil? Und welche unmittelbaren Auswirkungen zeigen sich in den verschiedenen Aufgabenbereichen der Hochschulen?

Um das herauszufinden, hat der Stifterverband im September 2020 eine Befragung unter den Leitungen der privaten Hochschulen durchgeführt. An der Umfrage beteiligten sich 36,8 Prozent der privaten Hochschulen, die 38 Prozent der privat Studierenden in Deutschland auf sich vereinen.

Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung:

  • Die Landschaft privater Hochschulen ist sehr divers; die Auswirkungen der Pandemie sind entsprechend unterschiedlich.
  • Diese Diversität der privaten Hochschulen zeigt sich auch in der Einschätzung der aktuellen Lage.
  • Negative Auswirkungen der Pandemie werden insbesondere für kleinere und kleinste Hochschulen spürbar.
  • Durch die digitale Affinität privater Hochschulen stellt die Umstellung auf die digitale Lehre kein Problem dar.
  • Insbesondere Forschungskooperationen werden während der Pandemie erschwert.
  • Private Hochschulen blicken überwiegend positiv in die Zukunft.

Das Policy Paper mit den Ergebnissen der Befragung ist im Januar 2021 erschienen.

 

Kontakt

Marian Burk

ist wissenschaftlicher Referent im Bereich "Programm und Förderung".

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