Skip to main content

Bildungspolitik in
Baden-Württemberg:
Analyse der Wahlprogramme 2026

Zitate aus den Wahlprogrammen der Parteien zur Landtagswahl am 8. März 2026

Wie können Schulen dabei unterstützt werden, Unterricht und Kooperationen besser zu verzahnen, damit alle Schülerinnen und Schüler ihre Bildungspotenziale bestmöglich entwickeln?

 

Bündnis 90/Die Grünen
Bündnis 90/Die Grünen
  • Schulgebäude … öffnen sich räumlich in das umliegende Quartier und schlagen so die Brücke zwischen schulischem Lernen und lebenslanger Bildung. (S.33)
  • Mit einem Budget für Innovationen ermöglichen wir Schulen, neue Impulse beim Lernen und im Schulleben zu setzen. (S. 31)
  • Selbstbestimmtes, projektorientiertes, fächerübergreifendes und forschendes Lernen stärkt die Verantwortung der Schüler*innen für ihren Lernerfolg. (S. 32)
  • Ganztagsschulen …: In besonderem Maße kommt es im Ganztag auf eine enge und gut koordinierte Kooperation zwischen Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften an. … Zusätzlich fördern wir die Kooperation mit außerschulischen Partnern in der kommunalen Bildungslandschaft. (S. 33)

 

CDU
CDU
  • Durch bessere Einbindung außerschulischer Angebote etwa aus Musik, Kultur und Sport schaffen wir ein attraktives Angebot für Familien. (S. 39)
  • Wir entlasten Schulleitungen durch kommunale Koordinierungsstellen für Ganztag und Betreuung. (S. 38)

 

SPD
SPD
  • Langfristige Kooperationsmodelle mit fairer Vergütung und flexible Lehrkräftestunden zur Unterstützung externer Angebote (S. 52)
  • Wir setzen Kulturbotschafter:innen in Schulen ein, um kulturelle Werte zu vermitteln. Kooperationen zwischen Ganztagsschulen und Kulturinstitutionen sollen Kunst und Kultur fest in der Bildung verankern. (S. 52)

 

FDP
FDP
  • Wir werden Koordinationsstellen fördern und die (finanziellen) Rahmenbedingungen für die Einbindung außerschulischer Akteure langfristig verbessern (S. 22)

 

AfD
AfD

keine Zitate gefunden

Die Linke
Die Linke
  • Investitionsoffensive in unsere Schulgebäude und -räume, die einen differenzierten Unterricht und eine rhythmisierte Ganztagesbildung ermöglichen (S. 30)

 

 
EINE EINORDNUNG AUS SICHT DES STIFTERVERBANDES

Für eine bessere Verzahnung von außerschulischen Kooperationen in der Schule sind bessere Rahmenbedingungen für Planungssicherheit, Flexibilisierung von Lehrplänen und Prüfungsordnungen und die Verankerung von Kooperationen in der Schulorganisation und im pädagogischen Konzept erforderlich. Darüber hinaus sind Unterstützung bei der Suche nach passenden außerschulischen Partnern sowie Fortbildungen für Schulleitungen und Lehrkräfte zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von Kooperationen notwendig.

Alle Fraktionen – mit Ausnahme der AfD, die die Bedeutung solcher Kooperationen nicht aufgreift – erkennen zwar an, dass externe Partner zur schulischen Bildung beitragen können, beschränken diesen Beitrag jedoch überwiegend auf den Ganztag sowie auf Angebote in Sport, Kultur und teilweise den AG‑Bereich. Kooperationen, die eng an den Unterricht angebunden sind und aus Sicht des Stifterverbandes besonders wirksam zur Kompetenzförderung beitragen könnten, werden hingegen von keiner Partei systematisch berücksichtigt. Einzelne Ansätze setzen zwar punktuell wichtige Impulse – etwa Schulbudgets für neue Impulse beim Lernen im Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, langfristige Kooperationsmodelle und Kulturbotschafterinnen und -botschafter im Wahlprogramm der SPD oder Koordinationsstellen und verbesserte Rahmenbedingungen im Wahlprogramm der FDP –, lassen jedoch offen, wie diese Ansätze verstetigt und curricular verankert werden sollen. Aus Sicht des Stifterverbandes fehlt es parteiübergreifend an klaren Zielsetzungen, curricular hinterlegten Konzepten und verbindlichen Maßnahmen, um Kooperationen strukturell im Unterricht zu verankern und allen Schülerinnen und Schülern zugänglich zu machen. 
 

Back to top