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Bildungspolitik in
Baden-Württemberg:
Analyse der Wahlprogramme 2026

Zitate aus den Wahlprogrammen der Parteien zur Landtagswahl am 8. März 2026

Wie lässt sich der Schwund im Lehramtsstudium und Vorbereitungsdienst reduzieren – insbesondere in Mangelfächern?

 

Bündnis 90/Die Grünen
Bündnis 90/Die Grünen
  • Wir werden die Einführung eines zweiten Einstiegstermins zur Jahresmitte in das Referendariat prüfen, um Übergänge planbarer und familienfreundlicher zu gestalten. (S. 29)
  • Das Referendariat wird (...) enger mit dem Master verzahnt. (S. 29)
  • Die Sommerferienlücke für befristet beschäftigte Lehrkräfte haben wir geschlossen. (S. 30)
  • Im nächsten Schritt wollen wir auch Lehramtsanwärter*innen, deren Vorbereitungsdienst zum Ende des Schuljahres abgeschlossen ist, über die Sommerferien weiterbezahlen. (S. 30)
  • Dafür evaluieren wir die Fächerkoordination in Lehramtsstudiengängen, etablieren Begleitprogramme für das Referendariat und überprüfen die Bedingungen für die berufsbegleitende Weiterbildung von Lehrkräften. (S. 33)
  • Im Lehramtsstudium wollen wir reflektierte Praxisanteile wie beispielsweise durch das Projekt "Lehr:Werkstatt" stärken. (S. 33)  
  • Wir haben integrierte Studiengänge wie den neu eingeführten dualen Master im Lehramtsstudium auf den Weg gebracht. Dies wollen wir zeitnah evaluieren und ausweiten. (S. 33)

 

CDU
CDU
  • Studiengänge und Vorbereitungsdienst richten wir stärker an den heutigen Herausforderungen aus. Gezieltes Mentoring unterstützt den Berufseinstieg. (S. 44/45)
  • Wir reduzieren Berichtspflichten und setzen uns dafür ein, die Beschäftigungsbedingungen angehender Lehrkräfte zu verbessern. (S. 44/45)
  • Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt Grund- und Hauptschule, die überwiegend in der Sekundarstufe unterrichten, erhalten eine Aufstiegsperspektive nach A 13. (S. 44/45)

 

SPD
SPD
  • Dem Lehrkräftemangel begegnen wir mit mehr Studienplätzen, attraktiveren Bedingungen im Studium und im Referendariat und guter Begleitung im Berufseinstieg. (S.13)
  • Referendar:innen, die im Anschluss an die Ausbildung in den Schuldienst übernommen werden, müssen in den Sommerferien bezahlt werden. (S. 15)
  • Für angehende Berufsschullehrkräfte fordern wir, dass die vorgeschriebene Betriebspraxis für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Schuldienstes flexibler anerkannt wird. (S. 15)

 

FDP
FDP
  • Die Kürzung der Referendariatszeit war ein Fehler. Wir wollen ein Referendariat, das den angehenden Lehrkräften Sicherheit gibt, sie professionell ausbildet und ihre pädagogischen Fähigkeiten stärkt. (S. 18)
  • Wir werden das Referendariat wieder auf 24 Monate verlängern und qualitativ stärken. (S. 18)
  • Wie werden die Sommerferien-Arbeitslosigkeit von Referendaren beenden. (S. 18)

 

AfD
AfD

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Die Linke
Die Linke
  • Höhere Vergütung im Referendariat. Sommerferien für Referendar*innen bezahlen (S. 31)

 
EINE EINORDNUNG AUS SICHT DES STIFTERVERBANDES

Wie die Analyse des Lehrkräftetrichters zeigt, gibt es auch in Baden-Württemberg einen erheblichen Schwund potenzieller Lehrkräfte zwischen dem Studienbeginn und dem Eintritt in den Beruf. Im mehrjährigen Durchschnitt schließen nur etwa zwei Drittel das Studium ab – der Großteil des Schwundes erfolgt dabei bereits zu Beginn des Studium. Daher gilt es Maßnahmen zu ergreifen, die diesem Schwund im Allgemeinen und in Mangelfächern im Besonderen bereits im Studium entgegenwirken.

Von den Parteien legen jedoch nur die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN konkrete Vorschläge vor, etwa die Stärkung reflektierter Praxisanteile, die Einführung des dualen Masters sowie eine bessere Verzahnung von Master und Referendariat. Ergänzend könnten ein zweiter Einstiegstermin ins Referendariat und die Bezahlung der Sommerferien dazu beitragen, den Schwund im Vorbereitungsdienst zu reduzieren.

Die Wahlprogramme von CDU, SPD, FDP, AfD und LINKEN enthalten hingegen keine konkreten Ansätze, wie Studienabbrüche im Lehramt reduziert oder der Verbleib im Lehramtsstudium verbessert werden könnten; die Formulierungen bleiben sehr allgemein oder es fehlen Aussagen vollständig. 
 

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