Zitate aus den Wahlprogrammen der Parteien zur Landtagswahl am 8. März 2026
Welche Schritte planen sie, um die politisch-strategische Steuerung der Lehrkräftebildung zu verbessern?
- Mit einer systematischen, datengestützten Qualitätsentwicklung haben wir die Basis geschaffen, um Bildung ziel gerichtet weiterzuentwickeln – immer mit dem klaren Ziel, die Potenziale der Schüler*innen zu entfalten und damit ihre Leistungen zu verbessern. (S. 29)
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- Wir werden die Zugangsbeschränkung (Numerus Clausus) an Pädagogischen Hochschulen abschaffen, um langfristig den Bedarf an qualifizierten Lehrkräften zu sichern. (S. 21)
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EINE EINORDNUNG AUS SICHT DES STIFTERVERBANDES
Wiederkehrende Zyklen von einem Überangebot und einem (gravierenden) Mangel an Lehrkräften, wenig zuverlässige Prognosen über den zu erwartenden Lehrkräftebedarf und das vorhandene Lehrkräfteangebot, die häufigen Verzögerungen, mit denen die Lehrkräftebildung auf Veränderungen in den Schulen reagiert – all das verweist darauf, dass die politisch-administrative Steuerung der Lehrkräftebildung optimiert werden sollte. Neben einer Verbesserung des Datenmonitorings ist hier nach Auffassung des Stifterverbandes insbesondere an eine gezielte Nutzung der Ziel- und Leistungsvereinbarungen sowie finanzielle Anreize zu denken.
In den Wahlprogrammen der Parteien finden sich hierzu jedoch nur begrenzt bis gar keine Ansätze. Das Wahlprogramm der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betont zwar die Bedeutung datenbasierter Qualitätsüberprüfung, lässt aber offen, wie die strategische Steuerung der Lehrkräftebildung konkret weiterentwickelt werden soll. Die Wahlprogramme von CDU, SPD, FDP, AfD und Linken enthalten keine Aussagen dazu, wie die Steuerung der Lehrkräftebildung künftig ausgestaltet oder welche Instrumente dafür genutzt werden sollen. Aus Sicht des Stifterverbandes zeigt sich damit parteiübergreifend, dass die Frage einer systematischen und politischen Steuerung der Lehrkräftebildung bislang nur unzureichend adressiert wird, obwohl sie angesichts der wiederkehrenden Schwankungen im Lehrkräfteangebot von zentraler Bedeutung wäre.
DIE WEITEREN THEMEN DER WAHLPROGRAMM-ANALYSE
- Welche Ziele verfolgen die Parteien in der Lehrkräftebildung?
- Welche Maßnahmen zur Erreichung neuer Zielgruppen und zur Weiterentwicklung des dualen Lehramtsstudiums sind geplant?
- Wie lässt sich der Schwund im Lehramtsstudium und Vorbereitungsdienst reduzieren – insbesondere in Mangelfächern?
- Wie wollen die Parteien auf Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz in der Lehrkräftebildung reagieren?
- Wie sollen Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Akteuren flächendeckend gestärkt und systematisiert werden?
- Wie können Schulen dabei unterstützt werden, Unterricht und Kooperationen besser zu verzahnen, damit alle Schülerinnen und Schüler ihre Bildungspotenziale bestmöglich entwickeln?
- Wie wird die Schulaufsicht auf ihre neue Rolle gemäß KMK‑Beschluss vom 16. Oktober 2025 vorbereitet?
- Welche Prioritäten setzen die Parteien für die schulische MINT-Bildung?