Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre

Der vom Stifterverband und der Hochschulrektorenkonferenz ausgelobte Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen.

Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis soll einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als ein zentrales Gütekriterium für Hochschulen etabliert und als strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen profiliert werden.

Der Preis wurde bis 2012 in jährlich wechselnden Disziplinen bzw. Fächergruppen verliehen. Mit dem Ars legendi-Preis 2013 wurde dann ein neues Konzept verfolgt: Statt einer Disziplin/Fächergruppe bildet künftig eine spezifische Lehrsituation den Fokus der Ausschreibung.

 

Ausschreibung 2016: Diversitätsgerechtes Lehren und Lernen

Der Preis wird dieses Jahr in zwei Kategorien vergeben:

  • in der Kategorie 1 an einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin für herausragende und innovative Leistungen im Bereich des Diversitätsgerechten Lehrens und Lernens.
    Für die Auszeichnung ist neben einer exzellenten Didaktik und Lehrqualität sowie der beratenden Unterstützung der Studierenden ausschlaggebend, inwieweit der Preisträger/die Preisträgerin über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre gegeben hat. Der Preis würdigt die gesamte bisherige Lebensleistung des Preisträgers/der Preisträgerin in der Lehre, nicht ein konkretes Projekt.
    In dieser Kategorie wird der Preis nur an eine Einzelperson verliehen.
     
  • in der Kategorie 2 für ein herausragendes Projekt im Bereich des diversitätsgerechten Lehrens und Lernens – dabei kann es sich um eine einzelne Lehrveranstaltung, ein Modul, eine besondere Form der Prüfungsgestaltung oder eine Beratungs-/Betreuungsmaßnahme handeln.
    In jedem Fall muss das Projekt mindestens einmal durchgeführt worden sein; Entwicklungsvorhaben können nicht nominiert werden.
    In dieser Kategorie wird der Preis nur an ein Team von Lehrenden verliehen. Dem Team können auch Lehrbeauftragte, Studierende und Doktoranden angehören.

Bewerbungsschluss war der 15. Juli 2016.

 

Preisverleihung 2016

Am 2. November 2016 findet die offizielle Verleihung des diesjährigen Ars legendi-Preises in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf statt. 
Die Teilnahme ist kostenfrei (vorherige Anmeldung erforderlich).

Mehr Info zur Veranstaltung

Preisträger 2015

Jürgen Handke, Institut für Anglistik und Amerikanistik, Philipps-Universität Marburg

Im Jahr 2015 wurde die Auszeichnung an einen Wissenschaftler für herausragende und innovative Leistungen im Bereich des Digitalen Lehrens und Lernens verliehen. Der Marburger Anglistikprofessor Jürgen Handke gilt als einer der Vorreiter der digitalen Lehre in den Geisteswissenschaften. 

Jürgen Handke gelingt, so die Wertung der Jury, eine umfangreiche Digitalisierung der Hochschullehre bei gleichzeitiger sehr guter Nutzung der Möglichkeiten der Präsenzlehre. Er wendet das Konzept des "Inverted Classroom" gewinnbringend an und nutzt erfolgreich digitale Prüfmethoden. Dabei ist sein Lehrkonzept sorgfältig ausgearbeitet und sowohl für Bachelor-/Master- als auch Lehramtsstudierende der Anglistik/Amerikanistik passgenau. Darüber hinaus engagiert sich Handke seit vielen Jahren für die Verbesserung der Lehre an der Universität Marburg und dafür, die Möglichkeiten der Digitalisierung besser zu nutzen. 2013 ist er bereits mit dem Hessischen Exzellenzpreis in der Hochschullehre ausgezeichnet worden. 

Pioneer, Persevearance, Passion und das Team

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Pioniergeist, Beharrlichkeit und Leidenschaft fürs Digitale: Dankesrede von Jürgen Handke zur Verleihung des Ars legendi-Preises

"In einer Veranstaltung von Herrn Handke würden jetzt hinter mir, neben mir Balken und Grafiken erscheinen ..."

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Da die Laudatio vom 29. Oktober 2015 nicht aufgezeichnet wurde, hat die Laudatorin Anja Penssler-Beyer ihre Rede noch mal reproduziert.

Jürgen Handke: From an ICM to a MOOC and Beyond

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In dieser kurzen Präsentation verdeutlicht Jürgen Handke die Auswirkungen digitaler Lehr- und Lernmethoden.

Jürgen Handke: Die Argumente der Gegner

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Handke ist Vorreiter für digitale Hochschulbildung in Deutschland. Er eröffnet seinen Studierenden moderne Lernangebote, wo immer es geht.

Handke (Jahrgang 1954) ist seit 1991 Professor an der Philipps-Universität Marburg. Zu den Meilensteinen seiner akademischen Tätigkeit zählt der Aufbau des Virtual Linguistics Campus (2001). Seit 2006 setzt er das "Inverted Classroom"-Modell flächendeckend ein. 2013 hat er den ersten MOOC an einer hessischen Hochschule angeboten. Im darauffolgenden Jahr hat er MOOCs und das "Inverted Classroom Mastery Model" zum IMOCC kombiniert. 
Jürgen Handke auf der Website der Universität Marburg 
The Virtual Linguistics Campus

Der Ars legendi-Preis wurde am 29. Oktober 2015 im Rahmen der Konferenz "Smart Teaching – Better Learning" in Berlin offiziell übergeben. 
Mehr Info zur Konferenz

 

 
ARS LEGENDI-FAKULTÄTENPREISE

Neben dem Ars legendi-Preis verleiht der Stifterverband gemeinsam mit Kooperationspartnern mehrere Fakultätenpreise für exzellente Hochschullehre:

Ingenieurwissenschaften und Informatik
Mathematik und Naturwissenschaften
Medizin
Rechtswissenschaften

 

Kontakt

Dominique M. Ostrop

ist Programmmanagerin im Bereich '"Programm und Förderung".

T 0201 8401-162
F 0201 8401-215

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Christian Tauch

Ansprechpartner zum Ars legendi-Preis
bei der Hochschulrektorenkonferenz
T 0228 887-140

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