Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre

Der vom Stifterverband ausgelobte Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen.

Bewerbungsschluss war der 5. Juli 2019.

 
Der mit 50.000 Euro dotierte Preis soll einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als ein zentrales Gütekriterium für Hochschulen etabliert und als strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen profiliert werden.

Der Preis wurde von 2006 bis 2012 in jährlich wechselnden Disziplinen bzw. Fächergruppen verliehen. Seit dem Ars legendi-Preis 2013 wird jetzt ein anderes Konzept verfolgt: Statt einer Disziplin oder Fächergruppe steht jedes Jahr eine andere spezifische Lehrsituation im Fokus der Ausschreibung.

 

Ausschreibung 2019

Thema: Lehren als wissenschaftliche Tätigkeit

Die diesjährige Ausschreibung ist dem Lehren als wissenschaftlicher Tätigkeit oder auch dem Scholarship of Teaching and Learning gewidmet. Damit gemeint ist eine Lehre, die sich an grundlegenden, überfachlichen akademischen Standards orientiert, die auch für die Forschung gelten, insbesondere
●  die systematische Reflexion des eigenen Lehrhandelns
●  auf der Grundlage des hochschul- und/oder fachdidaktischen Forschungsstandes,
●  mit besonderem Fokus auf die erzielten Wirkungen bei den Studierenden und
●  im Austausch mit Kollegen.

Der Preis wird an einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin für herausragende Leistungen im Bereich des Lehrens auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse verliehen, der die eigene Lehre in diesem Sinne beispielhaft und herausragend gestaltet und dadurch Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre über die eigene Lehrtätigkeit hinaus gibt.

Vorschläge können von Fakultäten bzw. Fachbereichen oder den Fachschaften eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind zulässig. Bewerbungsschluss ist der 5. Juli 2019.

 

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Lehr-/Lernkonferenz "Die Leere lehren lernen – Leerstellen in der Hochschullehre" am 24. Oktober 2019 in Berlin statt.
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Preisträgerin 2018: Evelyn Korn

Das Jahresthema lautete: Innovatives Prüfen.

Foto: Rolf K. Wegst
Prof. Dr. Evelyn Korn, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Philipps-Universität Marburg

Evelyn Korn führte in ihre Veranstaltungen das Konzept des Peer-Review-Verfahrens ein: Studierende setzen sich in Gruppen mit je einem Forschungsgegenstand auseinander und verfassen hierzu Essays. In einem zweiten Schritt werden die Essays von ihnen gegenseitig begutachtet und überarbeitet. Mit diesem Verfahren erwerben die Studierenden die Fähigkeit, wissenschaftlich überzeugend zu argumentieren und durch eine strukturierte Herangehensweise die Leistungen anderer zu beurteilen. Die Note für die gesamte Prüfung setzt sich aus den Bewertungen aller Arbeitsschritte zusammen. Die Jury würdigte besonders, dass Evelyn Korn mehrere Lehr- und Prüfformate sorgfältig aufeinander abstimmt ("Constructive Alignment"), und dies gerade in einem Fach mit besonders großen Studierendenzahlen. 

Die Jury würdigt die Verdienste der Preisträgerin, die sich in vielfältiger Weise um die Einführung innovativer, kompetenzorientierter Lehr- und Prüfungsformate in den Wirtschaftswissenschaften verdient gemacht hat. Dem Gremium gehörten Studierende sowie Experten aus verschiedenen Fachgebieten und aus der Hochschuldidaktik an. Sie kürten die Siegerin aus 28 Vorschlägen.

 

Foto: Valeska Achenbach
Übergabe der Preisurkunde an Prof. Dr. Evelyn Korn (Mi.) durch Bettina Jorzik, Programmleiterin im Stifterverband (li.) und Prof. Dr. Micha Teuscher, Präsident der HAW Hamburg
Foto: Valeska Achenbach
Prof. Dr. Micha Teuscher, der Präsident der HAW Hamburg, begrüßte die Gäste zur Preisverleihung.
Foto: Valeska Achenbach
Prüfungen – Dein Freund und Helfer: Festansprache von Prof. Dr. Jana Jünger, Direktorin des Mainzer Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen
Foto: Valeska Achenbach
Die Preisträgerin: Prof. Dr. Evelyn Korn, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Philipps-Universität Marburg
Foto: Valeska Achenbach
Gastgeber der Verleihung des Ars legendi-Preises 2018 war die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

Die offizielle Verleihung des Ars legendi-Preises 2018 fand am 10. Dezember 2018 in Hamburg statt. Die Festansprache zum Thema "Prüfungen – Dein Freund und Helfer" hielt Prof. Dr. Jana Jünger, Direktorin des Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen aus Mainz.
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ARS LEGENDI-FAKULTÄTENPREISE

Neben dem Ars legendi-Preis verleiht der Stifterverband gemeinsam mit Kooperationspartnern mehrere Fakultätenpreise für exzellente Hochschullehre:

Ingenieurwissenschaften und Informatik
Mathematik und Naturwissenschaften
Medizin
Rechtswissenschaften
Sportwissenschaft

 

Kontakt

Dominique M. Ostrop

ist Programmmanagerin im Bereich '"Programm und Förderung".

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F 0201 8401-215

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