Was hat eine Batterie mit Sicherheit zu tun? Mehr, als es zunächst scheint. Moderne Sicherheitslösungen entstehen oft aus Technik, die Unternehmen längst für zivile Märkte entwickeln. Dazu zählen Sensoren, künstliche Intelligenz, Satellitentechnik oder kleine, leistungsfähige Energiespeicher.
Im Gespräch mit dem Stifterverband rückt Thomas Klindt deshalb nicht Waffen in den Mittelpunkt, sondern Wissen, Fertigung und Lieferketten. Der auf Sicherheitsfragen spezialisierte Rechtsanwalt und Honorarprofessor für Europäisches Produkt- und Technikrecht beobachtet, dass der deutsche Mittelstand neue Einsatzfelder prüft. Firmen fragen, wie ihre Produkte auch dort helfen können, wo kritische Infrastruktur geschützt oder Versorgung gesichert werden muss.
Klindt sieht darin eine Chance. Deutschlands Industrie kennt serielle Fertigung, beherrscht komplexe Prozesse und verfügt über gut ausgebildete Fachkräfte. Dieses Wissen lässt sich übertragen. Doch der Schritt in sicherheitsrelevante Märkte wirft Fragen auf: Welche Forschung braucht es? Wo endet die zivile Nutzung? Und wie offen sollten Hochschulen mit Technologien umgehen, die mehreren Zwecken dienen können?