Kooperationsgovernance

Future Lab – Diskussionspapier 1

Herausforderungen bei der Organisation
und Gestaltung kooperativer Wissenschaft

  • Agile Netzwerke, komplexe Verbundstrukturen, hochschulübergreifende Einrichtungen: Hochschulen arbeiten auf vielfältige Weise mit Partnern zusammen. Diese Kooperationsformate müssen mit erheblichem Aufwand und Risiko für den jeweiligen Zweck adaptiert werden.
  • So vielfältig wie die Formate sind auch die daraus resultierenden Problemlagen. Unklare Zielstellungen, unterschiedliche kulturelle Prägungen oder unzureichende rechtliche Rahmenbedingungen für das Teilen von Ressourcen – all das hat Einfluss auf den Erfolg der Kooperation.
  • Die entstandenen Ansätze der vergangenen Jahre sollten daher nun in einer Konsolidierungsphase hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen bewertet und in zukunftsfähige Kooperationsmodelle überführt werden.

Immer häufiger erbringen Hochschulen wichtige Aufgaben in Forschung, Lehre und Transfer gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Sektoren. Kooperatives Arbeiten wird zunehmend gefordert und gefördert – besonders vor dem Hintergrund, dass komplexe gesellschaftliche Herausforderungen nur durch die Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen bewältigt werden können. Kooperationen manifestieren sich häufig in von Partnern gemeinsam getragenen Strukturen – angefangen bei locker gefügten Netzwerken bis hin zu stark formalisierten Verbünden. Somit gewinnt auch die Governance dieser kooperativ getragenen Strukturen an Bedeutung.

Das im Juli 2019 veröffentlichte Diskussionspapier ist im Rahmen des Programms Future Lab Kooperationsgovernance des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung entstanden. Die Initiative greift das Thema auf, um Herausforderungen bei der Organisation und Gestaltung kooperativer Wissenschaft sichtbar zu machen und die Handelnden bei der Entwicklung von Lösungsansätzen zu unterstützen. Ihre Absicht ist es, Beispiele guter Praxis, Lösungsansätze und Bedingungen für erfolgreiche Kooperationen zu identifizieren. Weitere Diskussionspapiere sollen die hier angeschnittenen Themen weiter ausdifferenzieren und die Erträge der Future Labs für die Beteiligten von Kooperationen sowie allen weiteren Anspruchsgruppen zugänglich machen.

Autoren
Mathias Winde
Nick Wagner
Sebastian Nieveler
Annett Dauchert
Bernd Kleimann

Herausgeber
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Förderung einrichtungsübergreifender Kooperationen
Eine aktuelle Sonderauswertung zeigt die Wichtigkeit von Kooperationen: Knapp jeder zweite Euro der DFG-Förderung an Hochschulen fließt in Partnerprojekte. Die bei der Mittelvergabe erfolgreichsten Universitäten kommen aus München und Berlin.

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Kontakt

Dr. Mathias Winde

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Hochschulpolitik und -organisation".

T 030 322982-501
F 030 322982-515

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Nick Wagner

ist Programmmanager im Hauptstadtbüro des Stifterverbandes.

T 030 322982-509
F 030 322982-569

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Mit dem Future Lab bringt der Stifterverband Vertreter aus Hochschulen und Partnereinrichtungen mit Governance-Experten zusammen und erarbeitet Lösungen für Governance-Herausforderungen. Begleitet wird das Future Lab durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Integrationsprojekt "Determinanten und Effekte von Kooperationen in homogenen und heterogenen Forschungsverbünden" des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, der Universität Düsseldorf und des Stifterverbandes.

In diesem Kontext wurde als Vorstudie eine qualitative Inhaltsanalyse von 29 Programmanträgen und 16 leitfadengestützten Experteninterviews zu Problemlagen in Forschungsverbünden durchgeführt. Dieses Diskussionspapier basiert auf den Ergebnissen des ersten Future Labs, den bisherigen Arbeiten des Stifterverbandes zu diesem Thema sowie der Vorstudie, der die wörtlichen Zitate entnommen wurden.