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Stifterverband verabschiedet Data-Literacy-Charta

01.02.2021

Der Stifterverband ist Initiator und Unterzeichner der Data-Literacy-Charta. Mit der Charta drücken die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner das gemeinsame Verständnis von Datenkompetenzen und deren Bedeutung in Bildungsprozessen aus. Die Data-Literacy-Charta steht im Einklang mit der Datenstrategie der Bundesregierung und mit der Berliner Erklärung zur Digitalen Gesellschaft.

 
 
Data Literacy umfasst die Datenkompetenzen,
 die für alle Menschen in einer durch Digitalisierung geprägten Welt wichtig sind. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung und damit die zentrale Kompetenz des 21. Jahrhunderts, darin sind sich alle Unterzeichner und Unterzeichnerinnen der Data-Literacy-Charta einig.

Data Literacy kennzeichnet die künftig notwendigen Fähigkeiten eines jeden Einzelnen, Daten zu sammeln, zu bewerten und bewusst anzuwenden. Um künftig kompetente Entscheidungen treffen zu können, braucht es Antworten auf folgende Fragen: Was will, was kann, was darf und was soll ich mit Daten machen?

"Mit der Data-Literacy-Charta will der Stifterverband das Thema Datenkompetenz stärken und als bedeutsame Zukunftskompetenz herausstellen. Denn Data Literacy ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und Wohlstand in einer digitalisierten Welt", erklärt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. "Big Data, Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge begleiten uns heute schon nicht nur im Berufsleben, sondern sind Teil unserer gesamten Lebenswelt. Deshalb ist wichtig, die Urteilsfähigkeit, die Selbstbestimmtheit und das Verantwortungsbewußtsein im Umgang mit großen Datenmengen stärker zu fördern."

Die Charta definiert fünf Leitprinzipien, welche die zentrale Bedeutung von Data Literacy als Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts kennzeichnen:

  1. Data Literacy muss allen Menschen zugänglich sein.
  2. Data Literacy muss lebenslang in allen Bildungsbereichen vermittelt werden.
  3. Data Literacy muss als transdisziplinäre und fächerübergreifende Kompetenz vermittelt werden.
  4. Data Literacy muss den gesamten Prozess der Erkenntnis- und Entscheidungsfindung mit Daten systematisch abdecken.
  5. Data Literacy muss Wissen, Fähigkeiten und Werthaltungen für einen bewussten und ethisch fundierten Umgang mit Daten umfassen.

"Ich bin begeistert, wie viele Unterzeichnerinnen und Unterzeichner mit ihrer Unterstützung der Data-Literacy-Charta klar zum Ausdruck bringen, dass sie etwas beitragen wollen, um Datenkompetenz für alle zugänglich zu machen“, sagt Katharina Schüller, Mitinitiatorin der Charta und Vorständin der Deutschen Gesellschaft für Statistik. "Es wird oft viel zu viel darüber gestritten, ob Maßnahmen umsetzbar sind. Dabei braucht es erst einmal Menschen und Institutionen, die sie umsetzen wollen."

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Data-Literacy-Charta haben sich verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um das Verständnis von Data Literacy zu verbreiten und die dazugehörigen Kompetenzen zu stärken. Sie rufen andere Akteurinnen und Akteure auf, die Charta zu unterzeichnen und dies ebenso zu tun.

 

Pressekontakt

Peggy Groß

ist Pressesprecherin des Stifterverbandes.

T 030 322982-530

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