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Hochschulperle des Monats Dezember geht an die Universität Osnabrück

19.12.2019

Vor dem Hintergrund einer zunehmend vernetzten Welt, eines globalisierten Arbeitsmarktes und internationaler digitaler Zusammenarbeit sind interkulturelle Kompetenzen hoch relevante "Future Skills". Das Programm "Interkulturelles Mentoring" an der Universität Osnabrück (imos) setzt genau hier an: Es fördert interkulturelle Kompetenzen von deutschen und internationalen Studierenden.

Der Stifterverband zeichnet dieses zukunftsweisende Projekt mit der Hochschulperle Future Skills des Monats Dezember aus.

Das Programm "Interkulturelles Mentoring" richtet sich an ausländische Studierende, die an der Universität ihr Bachelor- oder Masterstudium absolvieren. Ziel ist es, ihre Studiensituation zu verbessern und die Zahl der Studienabbrecher zu reduzieren. Die Studierenden aus dem Ausland werden bei der Integration in die deutsche Kultur und bei dem Einstieg in das deutsche Universitätssystem von engagierten deutschen Studierenden und Lehrenden aller Fachbereiche als Mentoren individuell unterstützt. Diese erhalten in einer einsemestrigen Ausbildung Beratungs- und interkulturelle Kompetenzen, die sie im Umgang mit den internationalen Studierenden direkt anwenden können. Anschließend begleiten sie ihre Mentees bei sozialen und studienbezogenen Herausforderungen.

Mit dem Programm "imos" möchte die Universität Osnabrück einen Perspektivwechsel anregen und Stereotype hinterfragen – nicht nur in Bezug auf deutsche und ausländische Studierende, sondern auch auf deutsch-deutsche Klischees. Die Teilnehmer von imos erwerben so soziale Kompetenzen, die sie für den globalen Arbeitsmarkt der Zukunft qualifizieren: Dieser setzt Erfahrung in interkultureller Kommunikation und kulturelle Sensibilität voraus.

Foto: Lisa Hollands

Das imos ist angebunden an das Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie mit Schwerpunkt Interkultureller Wirtschaftspsychologie an der Uni Osnabrück. Hier wird unter anderem erforscht, welche Faktoren für die Entwicklung interkultureller Kompetenzen von Bedeutung sind und wie auch die Mentoren von ihrer Tätigkeit profitieren. Darüber hinaus nimmt das imos in diesem Jahr an einer Studie zur virtuellen Zusammenarbeit in interkulturellen Teams teil. Alle Forschungsergebnisse fließen zurück in die Programmgestaltung und dienen so der stetigen Optimierung des imos. Das Programm ist Teil der Internationalisierungsstrategie der Universität Osnabrück.

"Interkulturelle Kompetenzen gehören zu den wichtigsten Future Skills unserer Zeit", so die Jury des Stifterverbandes zur Entscheidung, die Hochschulperle Future Skills im Dezember 2019 an die Universität Osnabrück zu vergeben. "Mit ihrem innovativen Projekt 'Interkulturelles Mentoring' setzt die Uni Osnabrück bei einem gesellschaftlichen Thema an, das relevanter nicht sein könnte."

 

Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die in einer Hochschule realisiert werden. Weil sie klein sind, werden sie jenseits der Hochschulmauern kaum registriert. Weil sie glänzen, können und sollten sie aber auch andere Hochschulen schmücken. Jeden Monat stellt der Stifterverband eine Hochschulperle vor. Aus den Monatsperlen wird einmal im Jahr per Abstimmung die Hochschulperle des Jahres gekürt. 2019 stand die Hochschulperle unter dem Schwerpunkt Future Skills. Damit sind die Kompetenzen gemeint, die in den nächsten Jahren vor dem Hintergrund von Digitalisierung und neuen Arbeitsformen für das Berufsleben und die gesellschaftliche Teilhabe wichtiger werden.

Pressekontakt

Nina Kollas

ist Kommunikationsmanagerin im Stifterverband.

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Universität Osnabrück:

Thea Nieland 
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