Hochschulperle

Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die an einer Hochschule realisiert werden.

Kooperative Hochschule

Der Stifterverband möchte 2017 die vielfältigen und innovativen Schnittstellen von Hochschulen zu gesellschaftlichen Partnern sichtbar werden lassen und einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen: Wir suchen daher jeden Monat die Hochschulperle, die einen Beitrag zur Kultur einer "kooperativen Hochschule" leistet.

Ausgezeichnet werden können Projekte, die wissenschaftliche und externe Partner auf außergewöhnliche Weise zusammenbringen, einen Mehrwert durch Kooperation ermöglichen und vor allem neue Impulse für Forschung und Lehre geben. Dabei ist es egal, ob in den Projekten Studierende, Professoren, Lehrende oder das nicht-wissenschaftliche Personal involviert sind und ob die Partner aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik oder Kultur stammen. Entscheidend ist, dass die Projekte zum Nachmachen einladen und dass deutlich wird: Hier dient Kooperation allen Partnern!

Jeden Monat bestimmt die Jury des Stifterverbandes eine Hochschulperle aus und stellt sie der Öffentlichkeit vor. Aus den zwölf Hochschulperlen des Monats wird schließlich die Hochschulperle des Jahres in einem öffentlichen Voting gewählt, die ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro erhält. Die Auszeichnung "Hochschulperle des Monats" ist undotiert.

 

Hochschulperle im Februar 2017

Joint Programmes for Female Scientists and Professionals

Mal eine Auszeit vom Beruf nehmen und ein halbes Jahr lang was anderes machen – doch während andere auf Weltreise gehen, verbringen weibliche Führungskräfte aus Wirtschaftsunternehmen die Zeit in Forschungslaboren und Hörsälen. An der Technischen Universität Berlin können diese Frauen bis zu einem Jahr als Gastprofessorin lehren und forschen. In ihrem eigentlichen Beruf nehmen sie dafür ein Sabbatical.

Das Projekt "Joint Programmes for Female Scientists and Professionals" an der TU Berlin bietet Führungskräften die Möglichkeit, als Gastprofessorin in Vollzeit oder Teilzeit an die Uni zu gehen. So wird nicht nur der Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gefördert, die Gastprofessorinnen erleben selbst einen alternativen Karriereweg und können ihre Erfahrungen aus der Wirtschaft praxisnah an die Nachwuchswissenschaftler weitergeben.

Die Geschäftsstelle "Joint Programmes" ist an der TU Berlin bei der Zentralen Frauenbeauftragten angesiedelt. Sie übernimmt das Recruiting, den Auswahlprozess und das Onboarding der Gastprofessorinnen. Das Projekt wird über das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder finanziert. Die erste Ausschreibung für das Programm gab es 2015. Die erste Gastprofessorin ist im Wintersemester 2016 an der TU gestartet. Weitere Gastprofessorinnen folgen zum Sommersemester 2017.

"Ein Perspektivwechsel, der über einen 'schnellen Einblick' hinausgeht. Beide, sowohl die Hochschule als auch die Führungskräfte bzw. Gastprofessorinnen, profitieren von neuen Impulsen aus den jeweils anderen Bereichen. Langfristig werden so neue Netzwerke geknüpft und Karrierewege nachhaltig beeinflusst. Ein schönes Projekt mit Vorbildcharakter", begründet die Jury des Stifterverbandes die Entscheidung.

Mehr Info zum Projekt auf der Website der TU Berlin

 

Hochschulperle im Januar 2017: Open Research Challenge

Forschung kann und sollte global und interdisziplinär sein – das ist jedenfalls der Ansatz eines weltweiten Online-Wettbewerbs der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die Universität lädt bereits zum zweiten Mal engagierte junge Wissenschaftler ein, sich bei der Open Research Challenge in interdisziplinären Teams einem bestimmten Forschungsthema zu stellen. Die Siegerteams erhalten eine Einladung nach Erlangen-Nürnberg an die Universität und lernen sich nicht nur persönlich, sondern auch den Wissenschaftsstandort kennen.

"Ein schönes Projekt, das das Thema Kooperation in beispielhafter Weise mit Leben füllt. Es bringt Wissenschaftler und Praktiker aus aller Welt zusammen, um gemeinsam gesellschaftlich relevante, wissenschaftlich Fragen zu beantworten, knüpft neue Netzwerke und stärkt die globale Sichtbarkeit der Hochschule", lobt die Jury des Stifterverbandes.

Die Open Research Challenge der FAU findet zum zweiten Mal statt und steht unter dem Titel IMAGINE ("Innovative Medical Application in Gait using Intelligent Engineering"). Teams aus der ganzen Welt können sich bewerben. Das Konzept wurde im Jahr 2015 bereits von der DFG als eines der drei besten im Wettbewerb "International Research Marketing" ausgezeichnet. Die Siegerteams der ersten Wettbewerbsrunde kamen aus Estland, Australien und Mexiko und verbrachten eine Woche in Erlangen.

Mehr Info zum Projekt

 

 

Bewerbung & Kontakt

Jeder kann sich um die Hochschulperle des Monats bewerben oder ein auszeichnungswürdiges Projekt vorschlagen. Es gibt keinen Einsendeschluss, eine Bewerbung ist jederzeit möglich. Senden Sie uns dazu eine kurze Beschreibung des Projekts (gerne per E-Mail) und fügen Sie (wenn vorhanden) Links zu Websites oder Flyern an.

Gehen Sie bitte insbesondere auf die folgenden Fragen ein:

  • Wer hat das Projekt ins Leben gerufen?
  • Wie lange besteht das Projekt bereits? (bitte nicht länger als fünf Jahre)
  • Hat das Projekt Vorbildfunktion? (Es sollte es bis jetzt nur an einer Hochschule geben.)

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Daniela Mägdefessel

ist Programmmanagerin im Bereich "Programm und Förderung".

T 0201 8401-134
F 0201 8401-215

E-Mail senden