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Konzepte zur Vermitt­lung von Daten­kompetenzen für Studie­rende aller Fächer gesucht

21.03.2018

Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung starten gemeinsam das Förderprogramm "Data Literacy Education". Sie rufen alle Hochschulen auf, sich mit Konzepten zur Vermittlung von Datenkompetenzen zu bewerben.

Drei Hochschulen sollen mit jeweils 250.000 Euro gefördert werden. Der Start des neuen Programms ist die erste Ausschreibung im Rahmen der Förderinitiative "Future Skills", des nationalen Aktionsprogramms für Bildung im digitalen Zeitalter des Stifterverbandes.

Ziel des Förderprogramms "Data Literacy Education" ist, die Vermittlung von Datenkompetenzen für alle Studierende an deutschen Hochschulen zu etablieren. Data Literacy ist die Fähigkeit, Daten zu erfassen, analysieren, kuratieren und im Kontext bewusst einzusetzen und darzustellen. Diese Kompetenz wird bisher noch nicht in der Breite an Studierende aller Fächer vermittelt. Hier sehen Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung Handlungsbedarf und stellen für die Förderung von Datenkompetenzen insgesamt 750.000 Euro zur Verfügung.

Gesucht werden mehrjährige Projekte, die für mindestens einen Studienabschnitt (Bachelor, Master, Promotion) entwickelt werden. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das Konzept für Studierenden aller Fächer angeboten werden kann oder mindestens auf eine fakultätsübergreifende Fächergruppe ausgerichtet ist.

"Im Zeitalter der Digitalisierung benötigen alle Studierende und Promovierende die Fähigkeit, mit Daten verantwortungsvoll umgehen zu können, nicht nur Informatiker", sagt Horst Nasko, stellvertretender Vorsitzender der Heinz Nixdorf Stiftung. "Datenkompetenz ist inzwischen eine Voraussetzung für alle Absolventen, um im digitalen Zeitalter an Wissenschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft auch künftig teilhaben zu können."

"Die Implementierung von Datenkompetenzen in die Curricula und ihre Vermittlung sind eine große Herausforderung für alle Hochschulen", sagt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. "Die Lehrenden müssen nicht nur untereinander, sondern auch fach- sowie hochschulübergreifend zusammenarbeiten. Mit dem neuen Förderprogramm wollen wir Hochschulen unterstützen, diesen komplexen Prozess voranzutreiben."

Interessierte Hochschulen können sich bis zum 14. Juni 2018 bewerben. Eine Jury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft wird in einem zweistufigen Verfahren die drei zu fördernden Hochschulen auswählen.

 

Der Stifterverband führt zusammen mit der Gesellschaft für Informatik am 24. April 2018 ein Data Literacy Education Symposium in Berlin durch. Alle Antragsteller, aber auch Interessierte aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind hierzu eingeladen. Sie können im Rahmen des Symposiums auch Fragen zur Ausschreibung klären.

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Pressekontakt

Peggy Groß

ist Kommunikationsmanagerin im Stifterverband.

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Andreas Sorge

ist als Programmmanager/Wissenschaftlicher Referent im Bereich "Programm und Förderung" tätig.

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