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Ars legendi-Preis 2014 geht nach Frankfurt am Main und Hohenheim

18.11.2014

Den Ars legendi-Preis 2014 für Forschendes Lernen erhalten Prof. Dr. Martin Blum von der Universität Hohenheim und Prof. Dr. Daniela Elsner von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Beide werden dafür geehrt, dass sie herausragende und innovative Leistungen im Bereich des Forschenden Lernens erbracht haben. Für die Auszeichnung ist neben einer exzellenten Didaktik und Lehrqualität sowie der beratenden Unterstützung der Studierenden ausschlaggebend, dass die Preisträger über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre im Bereich des Forschenden Lernens gegeben haben.

Zur Auswahl der Preisträger sagte der Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Holger Burckhardt, Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK):

"Professor Blum wird für sein Projekt "Humboldt reloaded" ausgezeichnet. Damit bietet die Universität Hohenheim den Studierenden aller Fakultäten und Studiengänge die Möglichkeit an Forschungsprojekten teilzunehmen. Damit haben Bachelor-Studierende die Gelegenheit, alle Phasen eines Forschungsprojekts zu erfahren und so Begeisterung für ihr Studienfach und die Forschung zu entwickeln. Es ist bezeichnend, dass Kollege Blum von studentischer Seite vorgeschlagen und dieser Vorschlag von mehreren Fachschaften unterstützt wurde. Auch die nachhaltige positive Wirkung von "Humboldt reloaded" bei der Verbreitung des Forschenden Lernens wird aus den vorgelegten Unterlagen deutlich.

Professorin Elsner gelingt es, Studierende der Lehramtsstudiengänge in Anglistik und Amerikanistik durch eine enge Verzahnung von Theorievermittlung, Anwendungsbezug und Forschung zur Durchführung individueller Forschungsprojekte anzuregen. Diese werden in Kooperation mit Schulen und Experten aus der zweiten Lehrerbildungsphase durchgeführt und erlauben somit die Erprobung, Evaluierung und Weiterentwicklung neuer Forschungsansätze. Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt davon, wie es Frau Elsner gelingt, ihre Lehrveranstaltungen und die Betreuung der Lehramtsstudierenden in allen Phasen des Studiums an der Leitidee des Forschenden Lernens auszurichten."

Mit dem Ars legendi-Preis wird die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Heranbildung des akademischen Nachwuchses gewürdigt. Er soll einen Beitrag dazu leisten, dass Leistungen in der Lehre verstärkt anerkannt werden, gerade auch wenn das Engagement über den eigenen Wirkungskreis einer Dozentin oder eines Dozenten hinaus reicht. Stifterverband und HRK sind überzeugt, dass sich nicht nur Leistungen in der Forschung, sondern auch Verdienste um eine gute Lehre positiv auf die wissenschaftliche Karriere auswirken sollten. Die Qualität der Lehre soll sich als ein zentrales Gütekriterium für Spitzenhochschulen und als strategisches Ziel der Hochschulen verstärkt etablieren.

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vergibt den mit 50.000 Euro dotierten Preis gemeinsam mit der HRK. Der Preis wurde von 2006 bis 2012 jährlich in wechselnden Disziplinen verliehen. 2013 wurde das Konzept dahingehend geändert, dass fachübergreifend eine bestimmte Lehr- und Lernsituation ins Zentrum gerückt wurde, in diesem Jahr das Forschende Lernen. Der Jury gehörten Studierende sowie Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachgebieten und aus der Hochschuldidaktik an. Sie kürte die Sieger aus 44 Vorschlägen. Die Bewerbung erfolgt in der Regel auf Vorschlag der Fakultäten, Fachbereiche oder Fachschaften; auch Eigenbewerbungen sind zulässig.

Die feierliche Verleihung des Ars legendi-Preises 2014 findet am 1. Dezember 2014 in Berlin in der Kanadischen Botschaft statt.

 

Pressekontakt

Moritz Kralemann

ist Leiter des Bereichs Kommunikation und
Pressesprecher des Stifterverbandes.

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