Antragsberechtigt waren alle Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Deutschland, die Lehramtsstudiengänge anbieten. Im ersten Schritt war eine kurze, aussagefähige Skizze von bis zu 7.500 Zeichen zu erstellen, die sich an den folgenden Leitfragen orientiert:
- Wie sieht Ihre Vision für die Lehrkräftebildung an Ihrer Hochschule/in Ihrem Verbund aus?
- Welche Meilensteine/Erfolge auf diesem Weg haben Sie bereits erreicht? Wie hat sich die Lehrkräftebildung innerhalb der letzten zehn Jahre weiterentwickelt?
- Worin sehen Sie die größten Herausforderungen auf dem weiteren Weg? Wie wollen Sie diesen begegnen?
- Worin sehen Sie die besonderen Stärken Ihrer Hochschule/Ihres Verbundes für die Lehrkräftebildung?
- Warum hätten Ihre Hochschule/Ihr Verbund den Preis für Exzellenz in der Lehrkräftebildung verdient?
- Wofür würden Sie das Preisgeld verwenden?
Eine Jury, in der Akteure und Akteurinnen der Lehrkräftebildung aus der ersten und zweiten Phase, Lehramtsstudierende sowie (ehemalige) Hochschulleitungsmitglieder vertreten sind, hat auf der Grundlage der Skizzen entschieden, welche vier Hochschulen für die zweite Antrags-/Auswahlrunde nominiert und zu einer öffentlichen Jurysitzung eingeladen werden. In einer vorbereitenden schriftlichen Antragsunterlage, die sich am Leitfaden für nominierte Hochschulen orientiert, einer mündlichen Präsentation und im anschließenden Gespräch mit der Jury stellen die Finalisten dar, inwieweit sie den Anforderungen an eine exzellente Lehrkräftebildung gerecht werden.
Wichtige Beurteilungskriterien der Jury sind
- eine zukunftsweisende inhaltliche Ausgestaltung der Lehrkräftebildung (einschließlich Forschungs- und Transfer-/Translationsaktivitäten);
- die Konsistenz von strategischen Zielen, Steuerungsprozessen, Ressourceneinsatz und Qualitätsmonitoring;
- die Gestaltung der Kooperationsbeziehungen mit Schulen sowie zur zweiten und dritten Phase.
Die Jury wird in ihrer Beurteilung berücksichtigen, dass die jeweiligen Rahmenbedingungen in den Ländern und den Hochschulen sehr unterschiedlich sind und von den Hochschulen teilweise nicht beeinflusst werden können. Entscheidend wird deshalb vor allem sein, was eine Hochschule aus den vorgegebenen Bedingungen macht.
Für die Endrunde am 10. November 2026 in Berlin sind diese vier Einrichtungen nominiert:
- Universität Duisburg-Essen
Making, Open Educational Resources (OER) und Practices (OEP) als Innovationsmotor für eine zukunftsfähige Lehrkräftebildung
- Universität Hamburg
Exzellenz verankern – Zukunft bilden: Das Hamburger Modell
- Universität Koblenz
Lehrkräftebildung zukunftsfähig weiter:denken
- Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg
Theorie trifft Schulpraxis: Lehrkräftebildung im Verbund der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg