INNcentive

Programm zur Förderung junger Innovationsforscher

INNcentive unterstützt Master- und Doktorarbeiten in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie benachbarter Wissenschaftsdisziplinen, die theoriegeleitet empirisch-quantitative oder experimentelle Ansätze verfolgen und neuartige Datensätze verwenden oder aufbauen. Junger Innovationsforscher erhalten zudem die Gelegenheit, an methodenorientierten Kursen und wissenschaftlichen Workshops teilzunehmen und hier ihre Arbeit mit anderen jungen Innovationsforschern in einem kreativen Umfeld zu diskutieren.

Haben Sie eine Idee für Ihre Master- oder Doktorarbeit und sind auf der Suche nach einem finanziellen Zuschuss zur Umsetzung Ihrer Arbeit? Möchten Sie mit Ihrer Arbeit einen Beitrag zur empirischen Innovationsforschung leisten und sind daran interessiert, sich mit anderen jungen Innovationsforschern zu vernetzen? Dann dürfte das gemeinsame Förderprogramm des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen und des Stifterverbandes für Sie von Interesse sein.

Das im Mai 2017 gestartete Programm ist zunächst auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt.

 

Was wird gefördert?

Gefördert werden insbesondere jene Master- und Doktorarbeiten, die

  • einen theoriegeleiteten, empirisch-quantitativen Ansatz verfolgen, der sich durch eine originelle Forschungsfrage auszeichnet,
  • den Aufbau und die Verwendung einzigartiger Datensätze vorsehen und/oder
  • durch die Verwendung neuartiger methodischer Ansätze oder Verfahren (beispielsweise stochastische oder numerische Simulationsansätze, experimentelle Ansätze etc.) überzeugen.

Förderfähig sind Ansätze in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie in benachbarten Wissenschaftsdisziplinen, die einen thematischen Schwerpunkt im Bereich der empirischen Innovationsforschung aufweisen. Das Förderprogramm richtet sich an Studierende und Promovierende von Fachhochschulen, Universitäten und außeruniversitären Forschungsinstituten. Zentrales Kriterium für die Auswahl der Stipendiaten ist dabei der innovative Ansatz im Umgang mit Datenmaterial und die Originalität des methodischen Ansatzes.

Bewerbungsschluss war der 31. Juli 2018.

Foto: iStock/BraunS

Ausschreibung 2018

Im jährlichen Turnus wechseln die Schwerpunkte nach deren Kriterien die Förderung vergeben wird. Im Jahr 2018 fokussiert das INNcentive-Programm auf drei Themenfelder:

Innovationspolitik auf dem Prüfstand 
⦁    Legitimation innovationspolitischer Eingriffe – Marktversagen, Systemversagen und darüber hinaus
⦁    Gestaltung von Innovationssystemen durch innovationspolitische Eingriffe
⦁    Neue Innovationsindikatoren als Grundlage für eine empirisch gestützte Innovationspolitik
⦁    Innovationspolitik im internationalen Vergleich

Förderung und ihre Wirkung
⦁    Wirkung von Innovationsförderung auf betrieblicher Ebene
⦁    Neue Förderinstrumente für innovative Gründungen und den Mittelstand
⦁    Wer profitiert von der Förderung? Selektive Eingriffe und positive Externalitäten
⦁    Alles außer Geld: Wie Förderinstrumente auf Teams, Kreativität und Resilienz einwirken

Open Topics
Innerhalb dieses Themenkomplexes können Sie uns weitere Themen mit einem Bezug zur empirischen, interdisziplinären Innovationsforschung vorschlagen. Die Originalität der Forschungsfrage ist hier von besonderer Bedeutung.

Förderung und Mittelverwendung

Den für eine Förderphase ausgewählten Projekten wird jeweils eine Unterstützung für sechs Monate (Masterarbeiten) bzw. für zwölf Monate (Promotionen) gewährt. Dabei werden pro Kalenderjahr bis zu vier Masterarbeiten mit jeweils insgesamt 3.000 Euro und bis zu drei Doktorarbeiten mit jeweils insgesamt 6.000 Euro gefördert.

Im Rahmen des INNcentive-Programms findet im ersten Schritt eine kriteriengeleitete Begutachtung der Abstracts statt und daran anschließend eine Begleitung der Stipendiaten mittels Workshops und wissenschaftlichen Fortbildungen. Auf den jährlich stattfindenden Workshops findet die Präsentation der Ergebnisse aus der vergangenen Kohorte (Output) und eine Präsentation sowie Diskussion der neu ausgewählten Forschungsvorhaben (Input) statt. Dies gewährleistet den Austausch von Ideen unter den geförderten Nachwuchswissenschaftlern.

Ein Drittel der Fördersumme ist zweckgebunden und sollte für Datenbeschaffung, Datenanalyse oder Kompetenzerwerb genutzt werden. Der zweckgebundene Anteil kann dabei entweder monatlich oder als Gesamtsumme verwendet werden. Es muss ein Nachweis über die Verwendung der zweckgebundenen Mittel erbracht werden.

Der zweckgebundene Teil der Fördersumme könnte beispielsweise genutzt werden zur:

  • Beschaffung von Datenmaterial
  • Durchführung eigener Befragungen/Experimente etc.
  • Datenaufbereitung/Datenbearbeitung
  • Reise zu Forschungsdatenzentren
  • Beschaffung von Software zur Datenerhebung/Datenanalyse
  • Finanzierung von Reisen und Gebühren im Rahmen von Workshops/Schulungen/Summerschools (unter anderem zum INNcentive-Workshop)
  • etc.

Der übrige Teil der finanziellen Förderung steht den Stipendiaten zur freien Verfügung.

 

Wissenschaftliche Leitung und Umsetzung

Der Stifterverband ist verantwortlich für administrative Fragen im Rahmen des Förderprogramms, während der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen die wissenschaftliche Begleitung übernimmt.

Das Team des INNcentive-Programms besteht aus:

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Jochen Zimmermann (Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft, Universität Bremen, FB7)
  • Prof. Dr. Jutta Günther (Universität Bremen, FB7)
  • Dr. Muhamed Kudic (Universität Bremen, FB7)
  • Dr. Gero Stenke (Stifterverband)

 

Projektpartner
Die Universität Bremen mit ihrem Fachbereich Wirtschaftswissenschaft | FB7 ist Partner bei INNcentive.

Projektförderer
Rolf-Maciejewski-Stiftung

Kontakt

Dr. Gero Stenke

ist Leiter und Geschäftsführer der Wissenschaftsstatistik im Stifterverband.

T 0201 8401-426
F 0201 8401-431

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Beirat und Auswahlkomitee

Prof. Dr. Christian Cordes (Universität Bremen, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft)
Prof. Dr. Jörg Freiling (Universität Bremen, Prodekan für Forschung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft)
Prof. Dr. Jutta Günther (Universität Bremen, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft)
Dr. Muhamed Kudic (Universität Bremen, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft)
Prof. Dr. Michael Roos (Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft)
Dr. Gero Stenke (Stifterverband)
Prof. Dr. Kerstin Wagner (Hochule für Wirtschaft und Technik, SIFE, Chur, Schweiz)