Campus & Gemeinwesen

Der Stifterverband fördert sechs Hochschulen bei der Umsetzung ihrer individuellen Strategien für zivilgesellschaftlichen Transfer und Dialog. Gemeinsam sollen die geförderten Hochschulen ein Konzept für Qualitätskriterien erarbeiten und damit die Grundlagen für ein mögliches Auditierungsverfahren in diesem Bereich schaffen.

Microsite zu Campus und Gemeinwesen

Während des Förderzeitraums von zwei Jahren tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter der ausgewählten Hochschulen zusammen mit ihren Partnerorganisationen aus der Zivilgesellschaft in einem kollegialen Forum regelmäßig über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsoptionen aus. Dabei sollen auch qualitative und quantitative Faktoren identifiziert werden, die einen vorbildhaften Transfer zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft kennzeichnen. Die gemeinsam entwickelten Empfehlungen sollen auch als Grundlage für ein mögliches Auditverfahren in diesem Bereich dienen. 

Aus insgesamt 73 Anträgen von Universitäten und Fachhochschulen aus allen Bundesländern wurden sechs Hochschulen ausgewählt:

  • Alice Salomon Hochschule Berlin
  • Hochschule Bremerhaven
  • Universität Duisburg-Essen
  • Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (stellvertretend für einen Verbund bayerischer Universitäten und Fachhochschulen)
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Leuphana Universität Lüneburg

Die Hochschulen erhalten für die Teilnahme am kollegialen Forum und die weitere Umsetzung ihres zivilgesellschaftlichen Engagements eine Förderung von jeweils 40.000 Euro. Das kollegiale Forum wird durch die Mitarbeit weiterer Experten auf dem Feld des zivilgesellschaftlichen Dialogs von Hochschulen ergänzt.

Zeitplan

27. Mai 2014 Veröffentlichung der Ausschreibung zum Programm
1. September 2014 Frist für die Antragstellung
Oktober 2014 Auswahl der teilnehmenden Partnerschaften
November 2014 Beginn des Förderzeitraums, regelmäßige Arbeitstreffen der Geförderten
Februar 2015 bis Sommer 2016 regelmäßige Arbeitstreffen der Geförderten
November 2016 Abschluss des Programms mit einer Konferenz in Berlin

Hintergrund

Die Bedeutung von Hochschulen im regionalen Kontext ist – insbesondere in ökonomischer Hinsicht – vielfach belegt. In gleicher Weise muss jedoch gefragt werden, inwiefern Hochschulen das Potential besitzen, sich im Rahmen einer partizipativen Transferkultur der Gesellschaft und unterschiedlichsten gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen. Die Zukunft erfordert einen Austausch auf Augenhöhe zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren und dem akademischen Umfeld. Davon soll nicht nur die Gesellschaft profitieren (social impact), sondern Forschung und Lehre sollen dadurch an Profil gewinnen und durch neue Ideen kreativ bereichert werden (academic impact).

Auch die Forschungsförderung auf nationaler und europäischer Ebene beachtet in zunehmendem Maße den Austausch zwischen Zivilgesellschaft und den Hochschulen, insbesondere im Hinblick auf die gesellschaftliche Verantwortung letzterer.

Bisher werden derartige Aktivitäten jedoch häufig nur von einzelnen engagierten Mitgliedern der Hochschulen aufgegriffen. Zugleich existiert eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansätzen der Interaktion, die häufig parallel und wenig vernetzt existieren.

Nur wenige Hochschulen verfolgen das Handlungsfeld bislang strategisch und systematisch im Rahmen eines institutionellen Profils. An dieser Stelle setzt das Programm Campus & Gemeinwesen an und will zum gemeinsamen Verständnis von zivilgesellschaftlichem Transfer beitragen.

 

Forschungspreis Transformative Wissenschaft

Die Zusammenarbeit von Hochschulen und Gesellschaft im Bereich der Forschung fördert der Stifterverband zusammen mit der Zempelin Stiftung im Rahmen eines Forschungspreises Transformative Wissenschaft. Diese zielt auf alle Formen von Wissenschaft, die Impulse auslösen, die den gesellschaftlichen Fortschritt befördern. Der Preis richtet sich an Nachwuchswissenschaftler sowie an zivilgesellschaftliche Organisationen und Wissenschaftseinrichtungen, die aktive Verantwortung bei der Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen übernehmen und an einer nachhaltigen Transformation von Gesellschaft und Umwelt mitwirken.
Bewerbungsschluss war der 15. Mai 2017.

Pressemitteilung zur Ausschreibung
Detaillierte Ausschreibung auf der Website des Wuppertal Instituts (PDF)

Programmförderer 
Emschergenossenschaft
RAG-Stiftung
Sparkassenstiftung Lüneburg
STEAG AG

Kontakt

Ann-Katrin Schröder-Kralemann

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Hochschule und Wirtschaft".

T 0201 8401-140
F 0201 8401-215

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