Campus & Gemeinwesen

In dem Förderprogramm zur Stärkung des Austausches zwischen Zivilgesellschaft und Hochschulen hat der Stifterverband sechs Hochschulen bei der Umsetzung ihrer individuellen Strategien unterstützt. Es wurden Handlungsfelder und Leitfragen zur Verbreitung des Themas identifiziert und veröffentlicht.

Während des Förderzeitraums von zwei Jahren haben sich Vertreter der ausgewählten Hochschulen zusammen mit ihren Partnerorganisationen aus der Zivilgesellschaft in einem kollegialen Forum regelmäßig über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsoptionen ausgetauscht. Dabei wurden auch qualitative und quantitative Faktoren identifiziert, die einen vorbildhaften Transfer zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft kennzeichnen. Die Zusammenarbeit wurde in fünf Themenfeldern betrachtet, zu denen jeweils Leitfragen formuliert wurden. So werden die Erfahrungen und Beobachtungen der Netzwerkteilnehmer strukturiert und für interessierte Hochschulen sowie zivilgesellschaftliche Initiativen greifbar gemacht.

Aus insgesamt 73 Anträgen von Universitäten und Fachhochschulen aus allen Bundesländern wurden sechs Hochschulen ausgewählt:

  • Alice Salomon Hochschule Berlin
  • Hochschule Bremerhaven
  • Universität Duisburg-Essen
  • Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (stellvertretend für einen Verbund bayerischer Universitäten und Fachhochschulen)
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Leuphana Universität Lüneburg

Die Hochschulen erhielten für die Teilnahme am kollegialen Forum und die weitere Umsetzung ihres zivilgesellschaftlichen Engagements eine Förderung von jeweils 40.000 Euro. Das kollegiale Forum wurde durch die Mitarbeit weiterer Experten auf dem Feld des zivilgesellschaftlichen Dialogs von Hochschulen ergänzt.

Leuphana Universität Lüneburg fördert studentisches Engagement vielfältig

Video abspielen

An der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ist die Third Mission "Chefsache"

Video abspielen

So kooperieren die Universität Duisburg-Essen und die Ehrenamt Agentur Essen

Video abspielen

Hochschulweite Kooperationen mit dem Gemeinwesen an der Leuphana Universität Lüneburg

Video abspielen

Empowerment für eine nachhaltige Entwicklung: yooweedoo Changemaker Campus an der Universität Kiel

Video abspielen

UNIAKTIV stärkt Service Learning an der Universität Duisburg-Essen

Video abspielen

Raum für studentische Initiativen an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Video abspielen

Hintergrund

Die Bedeutung von Hochschulen im regionalen Kontext ist – insbesondere in ökonomischer Hinsicht – vielfach belegt. In gleicher Weise muss jedoch gefragt werden, inwiefern Hochschulen das Potenzial besitzen, sich im Rahmen einer partizipativen Transferkultur der Gesellschaft und unterschiedlichsten gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen. Die Zukunft erfordert einen Austausch auf Augenhöhe zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren und dem akademischen Umfeld. Davon soll nicht nur die Gesellschaft profitieren (social impact), sondern Forschung und Lehre sollen dadurch an Profil gewinnen und durch neue Ideen kreativ bereichert werden (academic impact).

Auch die Forschungsförderung auf nationaler und europäischer Ebene beachtet in zunehmendem Maße den Austausch zwischen Zivilgesellschaft und den Hochschulen, insbesondere im Hinblick auf die gesellschaftliche Verantwortung letzterer.

Bisher werden derartige Aktivitäten jedoch häufig nur von einzelnen engagierten Mitgliedern der Hochschulen aufgegriffen. Zugleich existiert eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansätzen der Interaktion, die häufig parallel und wenig vernetzt existieren.

Nur wenige Hochschulen verfolgen das Handlungsfeld bislang strategisch und systematisch im Rahmen eines institutionellen Profils. An dieser Stelle hat das Programm "Campus und Gemeinwesen" angesetzt und wollte zum gemeinsamen Verständnis von zivilgesellschaftlichem Transfer beitragen.

Forschungspreis Transformative Wissenschaft

Die Zusammenarbeit von Hochschulen und Gesellschaft im Bereich der Forschung fördert der Stifterverband seit 2017 zusammen mit der Zempelin Stiftung im Rahmen eines Forschungspreises Transformative Wissenschaft. Diese zielt auf alle Formen von Wissenschaft, die Impulse auslösen, die den gesellschaftlichen Fortschritt befördern. Der Preis richtet sich an Nachwuchswissenschaftler sowie an zivilgesellschaftliche Organisationen und Wissenschaftseinrichtungen, die aktive Verantwortung bei der Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen übernehmen und an einer nachhaltigen Transformation von Gesellschaft und Umwelt mitwirken. Der Forschungspreis wird seit jährlich vom Wuppertal Institut ausgeschrieben und vergeben. Die Zempelin-Stiftung stellt hierfür für zunächst fünf Jahre Fördermittel in Höhe von insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung, die für Preisausschreibung, das Auswahlverfahren und die Preisverleihung verwendet werden.

Weitere Informationen zum Forschungspreis "Transformative Wissenschaft" auf der Website des Wuppertal Instituts

Programmförderer 
Emschergenossenschaft
RAG-Stiftung
Sparkassenstiftung Lüneburg
STEAG AG

Kontakt

Ann-Katrin Schröder-Kralemann

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Hochschule und Wirtschaft".

T 0201 8401-140
F 0201 8401-215

E-Mail senden