Zitate aus den Wahlprogrammen der Parteien zur Landtagswahl am 22. März 2026
Welche Maßnahmen zur Erreichung neuer Zielgruppen und zur Weiterentwicklung des dualen Lehramtsstudiums sind geplant?
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- Wir werden die schulspezifisch differenzierte Ausbildung der Lehrkräfte unterstützen. Der Einheitslehrer ist die falsche Antwort. (S. 12)
- Die Lehrerausbildung in Rheinland-Pfalz zukünftig auch in einem dualen System anbieten. Ein solches Modell kombiniert theoretische Inhalte mit einer intensiven praktischen Ausbildung und schafft somit eine enge Verbindung zwischen Hochschule und schulischer Praxis. (S. 13)
- Die Anerkennung ausländischer Lehrerausbildungen vereinfachen (S. 13)
- Lehrkräfte, Sozialarbeit, Schulpsychologie und Schulassistenzen arbeiten künftig noch konsequenter und in allen Schulformen in multiprofessionellen Teams zusammen. (S. 13)
- Deshalb heben wir die Besoldung der Grundschulkräfte auf A 13 an. Für alle Lehrkräfte an den weiterführenden und beruflichen Schulen führen wir Regelbeförderungen wieder ein. Es darf nicht sein, dass gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die in Rheinland-Pfalz ihre Ausbildung machen, anschließend in andere Bundesländer abwandern. (S. 13)
- Wir gestalten die Lehrerausbildung praxisnäher, etwa durch duale Lehramtsstudiengänge und mehr Praktika im Studium. Zudem setzen wir auf kleinere Klassen und eine verlässliche Unterrichtsversorgung von mindestens 105 Prozent, damit Unterrichtsausfall bestenfalls der Vergangenheit angehört. All dies gelingt uns durch mehr Planstellen und Vertretungspools. (S. 13)
- Wir erleichtern den Quereinstieg aus anderen Berufen. Regelmäßige Fortbildungen zum Beispiel in Didaktik, Inklusion oder Digitalisierung müssen Standard werden und werden deshalb von uns aktiv unterstützt. Dafür können Lehrerinnen und Lehrer Anrechnungsstunden oder finanzielle Unterstützung erhalten. (S. 13)
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- Lehrer fehlen bundesweit; Quereinstieg wird zur Normalität – auch in Rheinland-Pfalz. Wir setzen auf Qualität im Einstieg: konsequente pädagogische Nachqualifizierung, Mentoring im ersten Dienstjahr und reduzierte Pflichtstunden in der Einarbeitung. (S. 11)
- Zugleich braucht es schnelle Verbeamtung und weniger Hürden (z. B. flexible Altersgrenzen), sonst landen Bewerber im Tarif statt im Beamtenverhältnis – ein klarer Nachteil im Ländervergleich. (S. 11)
- Das Lehramtsstudium soll stärker dual gedacht werden. (S. 22)
- Für Geflüchtete und andere Studierende muss eine unbürokratische Anerkennung von Abschlüssen und ein vereinfachter Zugang zum Studium ermöglicht werden. (S. 23)
EINE EINORDNUNG AUS SICHT DES STIFTERVERBANDES
Ohne die Erschließung neuer Zielgruppen wird der Lehrkräftebedarf auf absehbare Zeit nicht zu decken sein. Aus Sicht des Stifterverbandes ist dafür sowohl die Öffnung der Zugangswege in den Lehrkräfteberuf als auch die gezielte Ansprache bisher unterrepräsentierter Gruppen – etwa internationaler Lehrkräfte oder Personen mit Berufserfahrung in anderen Berufsfeldern – ein zentraler Hebel. Ergänzend braucht es flexiblere Studienmodelle wie Ein‑Fach‑Lehramtsstudiengänge oder duale Formate, um weitere Zielgruppen zu erreichen.
Über alle Wahlprogramme hinweg finden sich wenig Informationen oder Hinweise darauf, ob/wie die Parteien neue Zielgruppen für den Lehrerberuf gewinnen wollen. Lediglich CDU, FDP und DIE LINKE benennen das duale Studium als eine Möglichkeit, allerdings auch nur im Nebensatz ohne darauf konkreter einzugehen. FDP und DIE LINKE gehen darüber hinaus knapp darauf ein, dass die Anerkennung ausländischer Abschlüsse vereinfacht werden soll. Die CDU plädiert außerdem für Erleichterungen beim Quereinstieg, ohne allerdings zu konkretisieren, an was genau dabei gedacht ist. Weitere Maßnahmen oder Hebel, die der Stifterverband als zielführend auflistet und die durch den KMK-Beschluss vom 13. Juni 2024 zur "Gestaltung von zusätzlichen Wegen ins Lehramt" ermöglicht werden, finden sich leider bei keiner Partei.
DIE WEITEREN THEMEN DER WAHLPROGRAMM-ANALYSE
- Welche Ziele verfolgen die Parteien in der Lehrkräftebildung?
- Welche Maßnahmen planen die Parteien, um Schwund während des Lehramtsstudiums und Vorbereitungsdienstes zu reduzieren und die Attraktivität beider Phasen zu steigern – insbesondere in Mangelfächern?
- Wie wollen die Parteien auf Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz in der Lehrkräftebildung reagieren?
- Welche Maßnahmen planen die Parteien, um die Probleme beim Einsatz von sogenannten studentischen "PES-Lehrkräften" (als Lehrkräfte eingesetzte Lehramtsstudierende) zu adressieren?
- Wie sollen Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Akteuren flächendeckend gestärkt und systematisiert werden?
- Wie können Schulen dabei unterstützt werden, Unterricht und Kooperationen besser zu verzahnen, damit alle Schülerinnen und Schüler ihre Bildungspotenziale bestmöglich entwickeln?
- Wie wird die Schulaufsicht auf ihre neue Rolle gemäß KMK-Beschluss vom 16. Oktober 2025 vorbereitet?
- Welche Prioritäten setzen die Parteien für die schulische MINT-Bildung?