Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften

Alle bisherigen Preisträger

Preisträger 2019

Foto: Klaus Hagemann/Ruhr-Universität Bochum
Preisträger 2019 in der Kategorie Biologie: Privatdozent Dr. Markus Piotrowski, Ruhr-Universität Bochum
Foto: Friedrich M. Schmidt/LMU München
Preisträgerin 2019 in der Kategorie Chemie: Prof. Dr. Lena Daumann, Ludwig-Maximilians-Universität München
Foto: Universität Koblenz-Landau
Preisträger 2019 in der Kategorie Mathematik: Dr. Robert Rockenfeller, Universität Koblenz-Landau
Foto: Patrick Meinhold/Humboldt-Universität zu Berlin
Preisträger 2019 in der Kategorie Physik: Prof. Dr. Burkhard Priemer, Humboldt-Universität zu Berlin

In der sechsten Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biowissenschaften
    Markus Piotrowski von der Ruhr-Universität Bochum ist ein Pionier bei der Etablierung von E-Learning-Konzepten in der laborbiologischen Lehre und hat an der Universität Bochum den pflanzenphysiologischen Kurs "PpÜ goes digital" designt und umgesetzt. In diesem E-Learning-Angebot werden die Grundlagen experimentellen Arbeitens interaktiv vermittelt, Arbeitsweisen in Tutorial-Videos vorgestellt und Online-Antestate geschrieben. Die Studierenden sind von diesem Angebot als Vorbereitung auf die laborpraktischen Übungen, auch hinsichtlich der zeitlichen Flexibilität und der Wiederholbarkeit, begeistert. "Die positiven Erfahrungen erzielen bereits eine Multiplikatorwirkung in der Gesamtfakultät“, hob die Jury hervor.
     
  • Kategorie Chemie
    Lena Daumann von der Ludwig-Maximilians-Universität München erhält die Auszeichnung für ihre innovativen Lehr- und Lernmethoden, die die Studierenden besonders aktiv am Lehren und Lernen beteiligen. In ihrer Vorlesung nutzt sie beispielsweise eine App, um Studierende mit interaktiven Quizfragen zu aktivieren; gleichzeitig gewinnt sie so spielerisch einen Überblick über den Wissensstand der Vorlesungsteilnehmer. Studierende können selbst ihre Klausuraufgaben stellen, indem jeder eine Aufgabe zur Klausur beiträgt. Zur Klausurvorbereitung werden diese Fragen allen Studierenden online zur Verfügung gestellt. "Lena Daumanns Prinzip für erfolgreiches Lernen betont erfolgreich die Autonomie der Studierenden", resümiert die Jury.
     
  • Kategorie Mathematik
    Robert Rockenfeller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Koblenz-Landau. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorteile verschiedener digitaler Lernmethoden am Mathematischen Institut seiner Universität konkret, umfassend und nachhaltig umzusetzen, sie parallel dazu gemeinsam mit den Studierenden zu evaluieren und den entsprechenden Transformationsprozess auf Universitätsebene zu begleiten und zu unterstützen. Die Jury war von dem Umfang und der Tiefe des Engagements von Robert Rockenfeller beeindruckt und möchte mit seiner Ehrung ganz konkret auch jungen Mitarbeitern vor der Professur zeigen, dass sich ein Engagement für exzellente Lehre lohnt.
     
  • Kategorie Physik
    Burkhard Priemer ist Professor für Didaktik der Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Priemer führt seit drei Jahren die Lehrveranstaltung "Ausgewählte Themen der Physik" für Studierende des Grundschullehramts durch, denn die Grundlage für ein naturwissenschaftliches Verständnis in der Grundschule bilden Kinderfragen in Natur, Umwelt und Technik, wie etwa "Warum ist der Himmel blau?", "Was ist eigentlich Strom?" oder "Warum schwimmt ein Schiff?". Auf Fragen wie diese werden die Studierenden momentan zu wenig vorbereitet, weshalb sie sich beim Unterrichten dieser Themen unsicher fühlen. Die Jury zeichnet mit dem Preis vor allem die Nachhaltigkeit des von Burkhard Priemer entwickelten Konzepts aus. Es sorge dafür, dass Lehrpersonen über ausreichende Kenntnisse verfügen, um den künftigen Generationen ein naturwissenschaftliches Grundverständnis zu vermitteln.
     

Die Preisverleihung fand am 4. April 2019 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) in Berlin statt. Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung hielt der Mathematik-Professor und BBAW-Präsident Martin Grötschel einen Festvortrag zu theoretischen und anwendungsbezogenen Aspekten der Mathematik.
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Preisträger 2018

Preisträger 2018 in der Kategorie Biowissenschaften: Frank Sprenger (Universität Regensburg)
Preisträger 2018 in der Kategorie Chemie: Klaus Lehmann (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)
Foto: Universität Mannheim
Preisträger 2018 in der Kategorie Mathematik: Leif Döring (Universität Mannheim)
Foto: Gillian Kiliani
Preisträger 2018 in der Kategorie Physik: Bernd-Uwe Runge (li.) und Philipp Möhrke (Universität Konstanz)

In der fünften Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biowissenschaften
    Frank Sprenger vertritt das Fach Genetik an der Universität Regensburg. Er ist derzeit Studiendekan und hat in dieser Eigenschaft maßgeblich zur Neustrukturierung der biologischen Studiengänge beigetragen. Unter seiner Federführung und angetrieben von seinem Engagement gelang es, eine ganze Reihe innovativer Maßnahmen umzusetzen. Beispielsweise wurde für die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen ein eigenes Modul geschaffen, die Klausurabfolge wurde flexibilisiert, digitale Lernplattformen und verschiedene Medien wurden in didaktisch sinnvoller Weise in das Lernkonzept integriert und auch das Informationsangebot für Studieninteressierte entscheidend verbessert. Beeindruckt zeigte sich die Jury auch von den "Backstage-Gesprächen" mit ausgewählten Studierenden nach jeder Vorlesung, die es ihm ermöglichen, auch bei sehr großen Studierendenzahlen unmittelbar die Bedürfnisse der Studierenden zu erkennen und aufzugreifen.
     
  • Kategorie Chemie
    Klaus Lehmann vertritt das Fach Chemie, insbesondere Allgemeine Chemie und Organische Chemie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Herr Lehmann zeichnet sich durch einen sehr reflektierten Blick auf fachdidaktische Erfordernisse und die Bedürfnisse seiner Studierenden aus. Er engagiert sich besonders in der Studieneingangsphase und hat verschiedene Formate entwickelt oder adaptiert, die sehr differenziert auf die Studierenden abgestimmt sind. Besonders hervorzuheben ist die "Studierwerkstatt", die Studierenden in der Studieneingangsphase vor allem Hilfe zur Selbsthilfe bietet und somit wirksam der zunehmend heterogenen Zusammensetzung der Studienanfänger begegnet. Das Konzept der "Studierwerkstatt" hat bereits Nachahmer in anderen Fakultäten gefunden. Gleichzeitig integriert Herr Lehmann auch fordernde Formate für besonders engagierte und leistungsfähige Studierende, denen er damit neue Horizonte eröffnet.
     
  • Kategorie Mathematik
    Leif Döring hat erst seit Kurzem einen Lehrstuhl für Stochastik an der Universität Mannheim inne. Umso beeindruckender ist es, mit welchem Engagement und welcher Dynamik er sich neben seiner Forschungstätigkeit auch für die Verbesserung der Lehre einsetzt. Besonders hervorzuheben ist das Konzept der "individualisierten Tutorien", mit dem er unkonventionell (zum Beispiel "Musterlösungen auf YouTube") und auf sehr flexible Weise auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Studierenden eingehen kann. Damit wird der zunehmenden Heterogenität der Studierendenschaft auf beiden Seiten Rechnung getragen, indem schwächere Studierende gezielt gefördert, gleichzeitig aber stärkere Studierende in konstruktiver Weise gefordert werden.
     
  • Kategorie Physik
    Bernd-Uwe Runge leitet das Anfängerpraktikum an der Universität Konstanz, Philipp Möhrke ist an derselben Universität wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Physik mit Schwerpunkt in der Physikdidaktik. In experimentellen Wissenschaften spielt die praktische Ausbildung am Experiment eine entscheidende Rolle. Die beiden Preisträger setzen sich sehr reflektiert mit dieser Rolle sowie mit den didaktischen Erfordernissen von Praktikumsversuchen auseinander und haben ihr Anfängerpraktikum dementsprechend konzipiert. Was neben vielen weiteren Details besonders imponiert, ist eine vollständig neue Aufbereitung des Themas "Messunsicherheitsanalyse" über vier Semester lang weg vom reinen Kochbuchwissen hin zu einem tieferen Verständnis. Die Studierenden werden auf diese Weise nicht nur an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt, sondern auch dazu animiert, eigenen (und fremden) wissenschaftlichen Ergebnissen stets mit kritischer Distanz zu begegnen.
     

Am 26. April 2018 fand die feierliche Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften 2018 im Wissenschaftszentrum / Deutsches Museum Bonn statt. Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung hielt der Experimentalphysiker Metin Tolan (Universität Dortmund) einen Festvortrag zum Thema "So werden wir (wieder) Weltmeister – Die Physik des Fußballspiels".
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Preisträger 2017

Foto: Universität Bamberg
Preisträger 2017 in der Kategorie Biowissenschaften: Prof. Dr. Jorge Groß (Otto-Friedrich-Universität Bamberg)
Foto: Stephan Neunzer
Preisträger 2017 in der Kategorie Chemie: Dr. Christian Ehli (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
Foto: Universität Trier
Preisträger 2017 in der Kategorie Mathematik: Prof. Dr. Sven de Vries (Universität Trier)
Foto: Hochschule Rosenheim
Preisträger 2017 in der Kategorie Physik: Prof. Dr. Claudia Schäfle, Prof. Dr. Silke Stanzel und Prof. Dr. Elmar Junker (Hochschule Rosenheim)

In der vierten Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biowissenschaften
    Prof. Dr. Jorge Groß lehrt Didaktik der Naturwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. An einer Universität ohne naturwissenschaftlichen Fachbereich macht er die Ausbildung von Biologielehrern überhaupt erst möglich. Er legt den Fokus auf die Nutzung digitaler Werkzeuge und hat unter anderem das GreenLab eingerichtet, in dem Studierende als "didaktische Doppeldecker" abwechselnd in die Rolle des Lehrenden und Lernenden springen und fachliche wie methodische Kompetenzen erwerben. Die Jury würdigt sein ausgesprochen vielfältiges methodisches Repertoire und die zahlreichen Angebote, mit denen Groß auch viele Zielgruppen außerhalb der Hochschule erreicht. Allein eine von ihm erstellte App für die interaktive Artenbestimmung wurde bisher über 55.000 Mal heruntergeladen und ist deutschlandweit an vielen Hochschulen im Einsatz.
     
  • Kategorie Chemie
    Als Akademischer Rat für physikalische Chemie setzt Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg darauf, physikalische und allgemeine Chemie im gesamten Bildungsweg zu verankern. Hierzu pflegt er engen Kontakt zu Schulen, um den Übergang zwischen Schule und Hochschule zu erleichtern. Er führt regelmäßig Experimentalvorlesungen an Schulen durch und bietet für die Studieneingangsphase Brückenkurse an. Die Studierenden lernen interaktiv durch die Einrichtung von E-Learning-Elementen bei Vorlesungen und Tutorien oder experimentieren frei. Lehrer an Schulen profitieren durch seine Fortbildungskurse im Bereich der Chemie. Die Jury überzeugte er auch durch pragmatische Ansätze sowie durch die ambitionierte "Full support-Garantie" für Studierende.
     
  • Kategorie Mathematik
    Prof. Dr. Sven de Vries von der Universität Trier begeistert mit seinem dialogischen Lehrstil Studierende, darunter insbesondere Lehramts- und Nebenfachstudierende für die Mathematik. Mit seinem vielfältigen Engagement erreicht er nicht nur Studierende, sondern spricht auch Schüler, Lehrer sowie die breite Öffentlichkeit an. Besonders beeindruckte die Jury sein sehr gut durchdachtes, umfassendes Lehrkonzept für die Lehramtsausbildung. Zum Beispiel führte er das erfolgreiche Seminar "Mathematik und Kunst" ein, dessen Ansatz mittlerweile für andere Veranstaltungen übernommen wurde.
     
  • Kategorie Physik
    Prof. Dr. Claudia Schäfle, Prof. Dr. Silke Stanzel und Prof. Dr. Elmar Junker lehren an der Hochschule Rosenheim Physik. Sie bieten in mehreren, sehr unterschiedlichen Studiengängen Veranstaltungen im grundständigen ebenso wie im fortgeschrittenen Bereich an. Besonders im Vordergrund steht dabei das "Just in Time Teaching" (JiTT), bei dem der Lernstand der Studierenden kleinschrittig online-basiert erhoben wird, um durch flexible Anpassung der jeweils direkt folgenden Lehrveranstaltung Verständnisproblemen von Studierenden zu begegnen. Außerdem wird das Instrument der "Peer-Instruction" genutzt, mit dem die Studierenden sich gegenseitig komplexe Sachverhalte erläutern, die sie sich so besser aneignen und die fachliche Diskussionskultur einüben können. Überzeugt hat die Jury neben der vorbildhaften kollegialen Zusammenarbeit der Preisträger vor allem die Tatsache, dass die Motivation der Studierenden, sich auf Veranstaltungen vorzubereiten eindrücklich erhöht werden konnte.
     

Die feierliche Preisverleihung fand am 30. März 2017 im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Den Festvortrag mit dem Titel "Vom Sehprozess der Mikroalgen zur Licht-gesteuerten Maus – die Entwicklung der Optogenetik" hielt Prof. Dr. Peter Hegemann von der Humboldt-Universität zu Berlin.
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Preisträger 2016

Preisträgerin 2016 in der Kategorie Biowissenschaften: Dorothea Kaufmann (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
Foto: Heiko Barth
Preisträger 2016 in der Kategorie Chemie: Siegfried Schindler, Nicole Graulich und Richard Göttlich (Universität Gießen, v.li.)
Foto: Thorsten Richter/Oberhessische Presse
Preisträgerin 2016 in der Kategorie Mathematik: Ilka Agricola (Philipps-Universität Marburg)
Foto: Silvia/Florian Doetzer
Preisträger 2016 in der Kategorie Physik: Frederic Schuller (Universität Erlangen-Nürnberg)

In der dritten Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biowissenschaften: Dorothea Kaufmann von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Als Dozentin und Studienkoordinatorin entwickelte sie ein Gesamtkonzept aus frühester Forschungsorientierung, umfangreichem Lehrangebot mit externen Dozenten, stetiger Weiterentwicklung von Lehrinhalten sowie "peer-based-learning" und der Stärkung der studentischen Selbstverantwortung.
     
  • Kategorie Chemie: Richard Göttlich, Siegfried Schindler und Nicole Graulich von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie erarbeiteten neuartige Module, zum Beispiel "Chemistry in Cyberspace", die Studierenden gezielt Freiräume für selbstbestimmtes Arbeiten und Lernen lassen. Die Module fördern die Kreativität und nutzen den Bezug zum späteren Arbeitsalltag – sei es für zukünftige Chemielehrer oder Forscher. Das Team setzt bewusst E-Learning-Methoden ein, entwickelt neue Konzepte und fordert von den Studierenden individuelle Ausarbeitungen als Prüfungsleistungen wie Videos, Poster, Comics oder Interviews.
     
  • Kategorie Mathematik: Ilka Agricola von der Philipps-Universität Marburg. Die Dozentin und Dekanin hat die lange Zeit in Vergessenheit geratene Mathematische Modellsammlung wiederbelebt und setzt die Modelle aktiv und sehr erfolgreich in mathematischen Vorlesungen und Seminaren ein. Die Verwendung der Modellsammlung macht Mathematik (be-)greifbar und ermöglicht den Studierenden einen erlebbaren Zugang zum Fach.
     
  • Kategorie Physik: Frederic Schuller von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Dozent und Koordinator des Forschungsstudiengangs Physik verbindet in seiner Lehre einen hohen fachlichen Anspruch mit mitreißenden Vorträgen. Seine innovativen Formate - wie das Seminar „Introduction to Research in Physics“ zur aktuellen Forschung und die Veranstaltungsreihe "ZZZ – Zurück zu den Zusammenhängen" – regen zur aktiven Beschäftigung mit der Physik an.

Die feierliche Preisverleihung fand am 5. April 2016 im ScienceCenter "Experiminta" in Frankfurt am Main, statt. Den Festvortrag mit dem Titel "Das chemische Geheimnis einer Stradivari" hielt Klaus Roth, FU Berlin.
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Preisträger 2015

In der zweiten Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biowissenschaften: Simone Karrie, Reinhard Köster und Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig schließen mit ihrem Konzept "Studierende als Lehrende" eine wichtige Lücke zwischen Studium, Vermittlung und Praxis von Fachwissen. Auf dem Weg von der Lehre zum Wissen wird die kognitive Verarbeitung ebenso wie die dauerhafte Speicherung des Gelernten verbessert. Ihre Methode verbindet Lernen mit einem "Erlebnischarakter": Lernende werden zu Lehrenden und unterrichten Schüler, Lehrkräfte oder Kommilitonen. 
     
  • Kategorie Chemie: Dietmar Stalke von der Georg-August-Universität Göttingen erschien die klassische Chemievorlesung mit vorgeführten Experimenten in Zeiten des Internets antiquiert und viel zu aufwändig. Durch seinen konsequenten und professionellen Einsatz moderner Medien – wie Videomitschnitte der Vorlesung, Video-Clips der Experimente, Diskussionsforen in zugehörigen Lehr-Lern-Portalen – werden neue Standards für die experimentelle Chemievorlesung gesetzt.
     
  • Kategorie Mathematik: Norbert Henze vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hält seine Vorlesung komplett mit digitalen Medien und ohne den Gebrauch der Tafel ab – ein für die Mathematik ungewöhnlicher Weg. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen u.a. zur Entschleunigung der Lehrveranstaltung stellt er sicher, dass die Vorlesung auch skeptische Hörer begeistert – dank Videoaufzeichnungen nicht nur am KIT. 
     
  • Kategorie Physik: Jürgen Sum und Bernd Jödicke von der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung stellen in ihren Lehrveranstaltungen zur Physik – für Studierende der Ingenieurswissenschaften – die Vermittlung der "physikalischen Methode" in den Fokus und nicht die alleinige Behandlung aller Inhalte. Dabei nutzen sie didaktische Methoden, die sie weiterentwickelt oder selbst entworfen haben. Sie stellen die methodischen Kompetenzen in den Mittelpunkt ihrer Lehre, die Ingenieuren später im Beruf helfen, physikalische Aufgaben zu lösen.

 

 

Preisträger 2014

In der ersten Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biologie: Dominik Begerow und Jens Wöllecke vom Institut für Geobotanik der Ruhr-Universität Bochum. Das von ihnen entwickelte Programm "What’s life" kombiniert verschiedene Methoden und didaktische Komponenten, um Studierende von Beginn des Studiums an konsequent an eigene Forschungsarbeiten heranzuführen.
     
  • Kategorie Chemie: Thorsten Daubenfeld, Professor am Fachbereich Chemie und Biologie der Hochschule Fresenius. Seine innovativ konzipierten und didaktisch hochreflektierten Lehrveranstaltungen sind spezifisch auf die jeweilige Studierendenschaft an seiner Hochschule abgestimmt. Insbesondere die "virtuelle Praktikumsvorbereitung" ist hier hervorzuheben.
     
  • Kategorie Mathematik: Daniel Grieser, Professor für Mathematik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Durch die erfolgreiche Implementierung des didaktisch hochinnovativen und auch wissenschaftstheoretisch gründlich durchdachten Moduls "Mathematisches Problemlösen und Beweisen" leistet er insbesondere einen zukunftsweisenden Beitrag zur Gestaltung der Studieneingangsphase.
     
  • Kategorie Physik: Christian Wagner, Professor für Experimentalphysik an der Universität des Saarlandes. Die von ihm vorangetriebene Etablierung der auch inhaltlich und methodisch hervorragend konzipierten trinationalen Saar-Lor-Lux-Studiengänge verwandelt den vermeintlichen Standortnachteil der Grenzlage in einen Trumpf. Diese dreisprachigen Studiengänge sind weitgehend einzigartig und in mehrfacher Hinsicht vorbildlich.