Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften

Alle bisherigen Preisträger

Preisträger 2016

Preisträgerin in der Kategorie Biowissenschaften: Dorothea Kaufmann (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
Foto: Heiko Barth
Preisträger in der Kategorie Chemie: Siegfried Schindler, Nicole Graulich und Richard Göttlich (Universität Gießen, v.li.)
Foto: Thorsten Richter/Oberhessische Presse
Preisträgerin in der Kategorie Mathematik: Ilka Agricola (Philipps-Universität Marburg)
Foto: Silvia/Florian Doetzer
Preisträger in der Kategorie Physik: Frederic Schuller (Universität Erlangen-Nürnberg)

In der dritten Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biowissenschaften: Dorothea Kaufmann von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Als Dozentin und Studienkoordinatorin entwickelte sie ein Gesamtkonzept aus frühester Forschungsorientierung, umfangreichem Lehrangebot mit externen Dozenten, stetiger Weiterentwicklung von Lehrinhalten sowie "peer-based-learning" und der Stärkung der studentischen Selbstverantwortung.
     
  • Kategorie Chemie: Richard Göttlich, Siegfried Schindler und Nicole Graulich von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie erarbeiteten neuartige Module, zum Beispiel "Chemistry in Cyberspace", die Studierenden gezielt Freiräume für selbstbestimmtes Arbeiten und Lernen lassen. Die Module fördern die Kreativität und nutzen den Bezug zum späteren Arbeitsalltag – sei es für zukünftige Chemielehrer oder Forscher. Das Team setzt bewusst E-Learning-Methoden ein, entwickelt neue Konzepte und fordert von den Studierenden individuelle Ausarbeitungen als Prüfungsleistungen wie Videos, Poster, Comics oder Interviews.
     
  • Kategorie Mathematik: Ilka Agricola von der Philipps-Universität Marburg. Die Dozentin und Dekanin hat die lange Zeit in Vergessenheit geratene Mathematische Modellsammlung wiederbelebt und setzt die Modelle aktiv und sehr erfolgreich in mathematischen Vorlesungen und Seminaren ein. Die Verwendung der Modellsammlung macht Mathematik (be-)greifbar und ermöglicht den Studierenden einen erlebbaren Zugang zum Fach.
     
  • Kategorie Physik: Frederic Schuller von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Dozent und Koordinator des Forschungsstudiengangs Physik verbindet in seiner Lehre einen hohen fachlichen Anspruch mit mitreißenden Vorträgen. Seine innovativen Formate - wie das Seminar „Introduction to Research in Physics“ zur aktuellen Forschung und die Veranstaltungsreihe "ZZZ – Zurück zu den Zusammenhängen" – regen zur aktiven Beschäftigung mit der Physik an.

Die feierliche Verleihung der Ars legendi-Fakultätenpreise fand am 5. April 2016 im ScienceCenter "Experiminta", Hamburger Allee 22, Frankfurt am Main, statt. Den Festvortrag mit dem Titel "Das chemische Geheimnis einer Stradivari" hielt Klaus Roth, FU Berlin.
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Preisträger 2015

In der zweiten Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biowissenschaften: Simone Karrie, Reinhard Köster und Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig schließen mit ihrem Konzept "Studierende als Lehrende" eine wichtige Lücke zwischen Studium, Vermittlung und Praxis von Fachwissen. Auf dem Weg von der Lehre zum Wissen wird die kognitive Verarbeitung ebenso wie die dauerhafte Speicherung des Gelernten verbessert. Ihre Methode verbindet Lernen mit einem "Erlebnischarakter": Lernende werden zu Lehrenden und unterrichten Schüler, Lehrkräfte oder Kommilitonen. 
     
  • Kategorie Chemie: Dietmar Stalke von der Georg-August-Universität Göttingen erschien die klassische Chemievorlesung mit vorgeführten Experimenten in Zeiten des Internets antiquiert und viel zu aufwändig. Durch seinen konsequenten und professionellen Einsatz moderner Medien – wie Videomitschnitte der Vorlesung, Video-Clips der Experimente, Diskussionsforen in zugehörigen Lehr-Lern-Portalen – werden neue Standards für die experimentelle Chemievorlesung gesetzt.
     
  • Kategorie Mathematik: Norbert Henze vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hält seine Vorlesung komplett mit digitalen Medien und ohne den Gebrauch der Tafel ab – ein für die Mathematik ungewöhnlicher Weg. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen u.a. zur Entschleunigung der Lehrveranstaltung stellt er sicher, dass die Vorlesung auch skeptische Hörer begeistert – dank Videoaufzeichnungen nicht nur am KIT. 
     
  • Kategorie Physik: Jürgen Sum und Bernd Jödicke von der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung stellen in ihren Lehrveranstaltungen zur Physik – für Studierende der Ingenieurswissenschaften – die Vermittlung der "physikalischen Methode" in den Fokus und nicht die alleinige Behandlung aller Inhalte. Dabei nutzen sie didaktische Methoden, die sie weiterentwickelt oder selbst entworfen haben. Sie stellen die methodischen Kompetenzen in den Mittelpunkt ihrer Lehre, die Ingenieuren später im Beruf helfen, physikalische Aufgaben zu lösen.

 

Preisträger 2014

In der ersten Ausschreibung wurden ausgezeichnet:

  • Kategorie Biologie: Dominik Begerow und Jens Wöllecke vom Institut für Geobotanik der Ruhr-Universität Bochum. Das von ihnen entwickelte Programm "What’s life" kombiniert verschiedene Methoden und didaktische Komponenten, um Studierende von Beginn des Studiums an konsequent an eigene Forschungsarbeiten heranzuführen.
     
  • Kategorie Chemie: Thorsten Daubenfeld, Professor am Fachbereich Chemie und Biologie der Hochschule Fresenius. Seine innovativ konzipierten und didaktisch hochreflektierten Lehrveranstaltungen sind spezifisch auf die jeweilige Studierendenschaft an seiner Hochschule abgestimmt. Insbesondere die "virtuelle Praktikumsvorbereitung" ist hier hervorzuheben.
     
  • Kategorie Mathematik: Daniel Grieser, Professor für Mathematik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Durch die erfolgreiche Implementierung des didaktisch hochinnovativen und auch wissenschaftstheoretisch gründlich durchdachten Moduls "Mathematisches Problemlösen und Beweisen" leistet er insbesondere einen zukunftsweisenden Beitrag zur Gestaltung der Studieneingangsphase.
     
  • Kategorie Physik: Christian Wagner, Professor für Experimentalphysik an der Universität des Saarlandes. Die von ihm vorangetriebene Etablierung der auch inhaltlich und methodisch hervorragend konzipierten trinationalen Saar-Lor-Lux-Studiengänge verwandelt den vermeintlichen Standortnachteil der Grenzlage in einen Trumpf. Diese dreisprachigen Studiengänge sind weitgehend einzigartig und in mehrfacher Hinsicht vorbildlich.