Zukunftswerkstatt: Berufliches Lehramtsstudium neu denken
Der Stifterverband hat alle Akteurinnen und Akteure der Lehrkräftebildung eingeladen, in seiner Zukunftswerkstatt Lösungen zu finden: Wie können Reformen des Lehramtsstudiums dazu beitragen, den Lehrkräftemangel in den gewerblich-technischen Fächern zu überwinden und wichtige Zukunftskompetenzen zu verankern?
Während der Lehrkräftemangel das deutsche Schulsystem insgesamt vor große Herausforderungen stellt, gilt dies für die beruflichen Schulen in besonderem Maße. Nur 62 Prozent des zwischen 2024 und 2035 entstehenden Bedarfes an Lehrkräften für berufliche Schulen können gedeckt werden. Es handelt sich um ein seit Jahrzehnten bestehendes strukturelles Problem. Zahlreiche Pensionseintritte in den kommenden zehn Jahren werden es noch verstärken.
Die Lösung des Problems wird derzeit häufig mit Ad-hoc-Maßnahmen und kurzfristigen Modellversuchen adressiert. Beispielsweise kommen bundesweit 21 Prozent der Lehrkräfte an beruflichen Schulen aus dem Quer- und Seiteneinstieg. Es fehlt jedoch an entschlossenen und strukturiert umgesetzten Maßnahmen, die in der Lage sind, den Lehrkräftemangel nachhaltig zu lösen und den Weg freizumachen für ein zukunftsfähiges Lehramtsstudium – inklusive der Schnittstellen zur zweiten Phase.
19. Mai 2026
9:30 bis 16:30 Uhr
IHK Magdeburg
Alter Markt 8
39104 Magdeburg
Kostenfreie Teilnahme
Im Rahmen der Zukunftswerkstatt sollten daher Antworten auf folgende Fragen gefunden werden: Wie kann durch Reformen des Lehramtsstudiums der gewerblich-technischen Fächer einschließlich der Schnittstellen zur zweiten Phase ...
- die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger erhöht werden?
- möglichst hohe Erfolgsquoten im Studium sowie Übergangsquoten in das Referendariat erreicht werden?
- die Professionsorientierung sichergestellt werden?
- der Erwerb wichtiger Zukunftskompetenzen für eine durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Heterogenität geprägte (Berufs-)Welt verbindlich gestaltet werden?
... und so der strukturell bedingte Lehrkräftemangel überwunden und eine Versorgung mit gut qualifizierten Lehrkräften nachhaltig sichergestellt werden?
Die Zukunftswerkstatt war eine eintägige Präsenzveranstaltung. Im Zuge ihrer Anmeldung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die aus Ihrer Sicht drängendsten Probleme beschreiben, die zum Lehrkräftemangel im Lehramtsstudium der gewerblich-technischen Fächer beitragen. Auf Basis dieser Angaben wurden die Arbeitsgruppen der Präsenzveranstaltung strukturiert. Diese Arbeitsgruppen erarbeiteten konkrete Lösungsansätze. Dies geschah vor allem auf Basis der aktuellen Faktenlage und Erfahrungen aus bestehenden Reformansätzen.
Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt wird im Nachgang der Veranstaltung weiter ausdifferenziert, als konkrete Maßnahmen formuliert und mit Umsetzungshilfen ergänzt.
9:30 Uhr
Registrierung, Kaffeebar
10:00 Uhr
Eröffnung
Claudia Meffert, Vizepräsidentin der IHK Magdeburg
Marie-Christin Schmidt, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
Gudula Merchert-Werhahn, Teamleitung Allianz für Lehrkräfte, Stifterverband
10:30 Uhr
Impulsvortrag: Mehr Lehrkräfte ohne Qualitätsverlust – Gewerblich-technische Lehrkräftebildung differenziert weiterdenken
Prof. Dr. Stephan Abele, TU Dresden
11:00 Uhr
Einführung in die Zukunftswerkstatt
Andreas Land, Stifterverband
11:15 Uhr
Zukunftswerkstatt Phase I
12:30 Uhr
Mittagessen und Gallery Walk
14:00 Uhr
Zukunftswerkstatt Phase II
15:30 Uhr
Präsentation der Ergebnisse
16:15 Uhr
Ausblick
16:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
Bereits 2016 identifizierte der Stifterverband im Rahmen der Berufsschullehrerinitiative gemeinsam mit vielen Stakeholdern Erfolgsfaktoren für ein attraktives Studium des beruflichen Lehramtes. Ein Redaktionskreis aus der Initiative formulierte zwölf zentralen Forderungen an Bildungspolitik und Hochschulen, um das Studium des beruflichen Lehramtes zu innovieren. Das im Februar 2026 veröffentlichte Discussion Paper differenziert die Forderungen weiter aus und stellt den bundesweiten Umsetzungsstand dar. Es soll den produktiven Diskurs anregen und sinnvolle Reformen zur Lösung des strukturellen Problems anstoßen.
Die Zukunftswerkstatt wird unterstützt durch die

Kontakt
Malin Gerhardt
ist Assistentin im Bereich "Programm und Förderung" beim Stifterverband.
T 0201 8401-370
Andreas Land
ist Programmmanager im Bereich "Programm und Förderung" beim Stifterverband.
T 0201 8401-256