Wie Impulse Stahlkraft entfachen

Der Künstler Frank Hülsbömer hat mit seinen fotografischen Arbeiten international eine neue Bewegung in der kommerziellen Stillleben-Fotografie geschaffen. Sein kreatives Spektrum geht schon lange über das bloße Abbilden von Wirklichkeit hinaus. Er erforscht sie, indem er Modelle von ihr entwirft. Geometrisch, stark vereinfacht und beweglich. Für den Stifterverband hat der Wahlberliner eine beeindruckende Installation entwickelt, die erzählt, wie die Arbeit des Verbandes wirkt.

Zum Thema Wirkungen entstand eine kinetische Skulptur von sich bewegenden und interaktiv verbundenen Objekten. In einer Art Kettenreaktion setzt jede Bewegung ein weiteres Objekt in Gang.

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Spielerisch, humorvoll und mit handwerklicher Präzision bietet die komplexe Konstruktion eine allegorische Veranschaulichung der Arbeit des Stifterverbandes als Impulsgeber in den Aktionsfeldern Bildung, Wissenschaft und Innovation.

Am Anfang der Anstoßkette steht die sich mit immer größerer Geschwindigkeit entwickelnde Wissensbildung. Informationen werden aufgenommen und gesammelt. Erst wenn das Wissens-Depot eine kritische Größe erreicht hat, kann ein Prozess in Gang gesetzt werden, der das gesammelte Know-how verwertet und am Ende Innovation ermöglicht. Auf dem Weg sind Hürden und Widerstände zu überwinden. In interdisziplinärer Wissenschaftsarbeit wird geforscht, die daraus resultierenden Kräfte werden gebündelt und in sichtbare Ergebnisse transformiert. Ergebnisse mit Strahlkraft und Breitenwirkung.

Der Stifterverband ist ein wichtiger Treiber dieses Prozesses. Er muss Potenziale erkennen, Anstöße geben, auch Umwege in Kauf nehmen, um am Ende mit seiner Arbeit nachhaltige Wirkung zu entfalten.Hülsbömer zerlegt die Wirklichkeit in ihre Einzelteile, unterstreicht die Beziehungen zwischen ihnen und untersucht, was sie zusammenhält. In seiner Methode steckt dabei auch ein wenig Wahnsinn – er versucht, mithilfe der analytischen und formalen Sprache der Kunst etwas über die Wirklichkeit zu erzählen.

 

Das Making-of der kinetischen Skulptur

Foto: Julia Kolinko
Making-of: Künstler Frank Hülsbömer in seinem Werkstatt-Atelier
Foto: Julia Kolinko
Making-of: Frank Hülsbömer beim Aufbau der Installation
Foto: Julia Kolinko
Making-of: Die kinetische Skulptur in der Gesamtschau
Foto: Frank Hülsbömer
Detail aus der Installation
Foto: Frank Hülsbömer
Detail aus der Installation
Foto: Frank Hülsbömer
Detail aus der Installation
Foto: Frank Hülsbömer
Detail aus der Installation
Foto: Frank Hülsbömer
Detail aus der Installation
Foto: Frank Hülsbömer
Detail aus der Installation
Foto: Frank Hülsbömer
Detail aus der Installation
Foto: Frank Hülsbömer
Die kinetische Skulptur noch einmal in der Gesamtschau

"Ich habe lange als Fotograf gearbeitet und die mich umgebende Wirklichkeit dokumentiert. Natürlich haben auch Dokumentationen immer etwas Selektives, etwas Persönliches. Aber trotzdem hat mich diese Art von Fotografie irgendwann gelangweilt. Ich wollte eigene Welten erschaffen, um mich auf die Außenwelt und deren Interaktionen und Interferenzen
zu beziehen. Zwischen allen Elementen besteht eine Beziehung, und diese Beziehung kann man auf ganz unterschiedliche Weise gestalten, indem man Geschichten erzählt", erklärt der Künstler.

Für die Installation hat er es sich nicht nehmen lassen, alle Elemente seines Aufbaus geradezu feinmechanisch in Bewegung zu versetzten, obwohl die ursprüngliche Anforderung lediglich die fotografische Abbildung war. Reine Kulissenkunst ist eben nicht seine Sache. So entstand zu dem beindruckenden Bild der Arbeit auch gleich eine filmische Umsetzung.

 

Jahresbericht des Stifterverbandes 2016/17

Der Bericht beschäftigt sich mit der Frage der Wirksamkeit: Was hat der Stifterverband durch seine Arbeit erreicht? In der Publikation ist eine ganze Reihe von Beispielen dafür zusammengestellt, was der Stifterverband ganz konkret bewirkt hat und in Zukunft noch erreichen will. Er zeigt nicht nur, welche Wirkungen der Stifterverband erzielt, sondern auch, wie er sie erreicht und warum er so arbeitet, wie er es tut.

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