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Erste Ausschreibung zur Weiterentwicklung von Personalstrukturen in der Wissenschaft

Der Stifterverband initiiert ein neues Projekt zur Weiterentwicklung von Personalstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem. Im Rahmen einer Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) werden Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen dabei begleitet, zukunftsorientierte Personalstrukturen zu entwickeln und wirksam umzusetzen. Ziel ist es, einrichtungsübergreifendes Lernen zu fördern, Reformprozesse zu beschleunigen und gute Praxis in die Breite zu tragen. Wissenschaftseinrichtungen können sich bis zum 14. August 2026 um die Teilnahme an der ersten Kohorte bewerben.

03.06.2026

Das deutsche Wissenschaftssystem steht vor anhaltenden Herausforderungen in der Personalgewinnung: Unübersichtliche Karrierewege und begrenzte Planbarkeit verschärfen den Wettbewerb um Talente; außerakademische Arbeitsmärkte werden zunehmend attraktiver. Doch gute Personalstrukturen sind eine zentrale Voraussetzung für die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Deutschland, auch im internationalen Wettbewerb. Der Wissenschaftsrat hat im vergangenen Jahr in einem Positionspapier bereits klare Empfehlungen für eine zukunftsgerichtete Personalpolitik gesetzt.

Hier setzt das neue Projekt "Peer-to-Peer – Personalstrukturen und -entwicklung in der Wissenschaft" an: Der Stifterverband sucht ab sofort Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie einzelne Fachbereiche, die ihre Personalstrukturen strategisch weiterentwickeln und den damit verbundenen Veränderungsprozess aktiv gestalten möchten. Sie können sich bis zum 14. August 2026 für die erste Kohorte einer strukturierten Peer-to-Peer-Begleitung bewerben.

"Ein starker Innovationsstandort braucht exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Um sie zu gewinnen und zu halten, braucht es attraktive Arbeitsbedingungen mit verlässlichen und transparenten Karriereperspektiven. Es braucht auch moderne Personal- und Organisationsstrukturen. Genau hier setzt die Peer-to-Peer-Beratung an. Sie ist ein Baustein, mit dem wir den Transformationsprozess unterstützen. Ich lade Wissenschaftseinrichtungen daher ein, sich zu bewerben, um moderne Personalstrukturen umzusetzen und einen breiteren Kulturwandel anzustoßen", betont Bundesforschungsministerin Dorothee Bär.

Die teilnehmenden Einrichtungen arbeiten für einen Zeitraum von ungefähr zwölf Monaten gemeinsam an ihren jeweiligen Vorhaben, tauschen sich auf Augenhöhe aus und entwickeln tragfähige Konzepte. Im Fokus stehen dabei unter anderem Themen wie transparente Karrierewege, verlässliche Beschäftigungsbedingungen, Diversität und Inklusion sowie eine Organisationsentwicklung, die Beteiligung und geteilte Verantwortung stärkt.

"Nachhaltige Veränderungen entstehen nicht durch fertige Lösungen von außen, sondern im gemeinsamen Austausch", so Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbandes. "Unsere Peer-to-Peer-Formate schaffen einen geschützten Raum, in dem Einrichtungen – unterstützt durch externe Expertise – ihre Herausforderungen reflektieren, ihre Strategien weiterentwickeln und voneinander lernen können. So ermöglichen wir einrichtungsübergreifendes Lernen sowie einen Austausch über System- und Landesgrenzen hinweg."

Am 17. Juni 2026, 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr, stellt der Stifterverband bei einer digitalen Informationsveranstaltung die Eckpunkte der Ausschreibung vor und beantwortet noch offene Fragen.

 

Das Projekt "Peer-to-Peer – Personalstrukturen und -entwicklung in der Wissenschaft" des Stifterverbandes unterstützt Hochschulen und Forschungseinrichtungen durch eine Peer-to-Peer-Begleitung dabei, Personalstrukturkonzepte strategisch zu entwickeln und umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen attraktive und transparente Karrierewege, ein angemessener Anteil unbefristeter Beschäftigung, fachliche Flexibilität sowie eine Organisationsentwicklung, die Beteiligung und geteilte Verantwortung stärkt. Ziel ist es außerdem, bewährte Praxisbeispiele sichtbar zu machen und institutionsübergreifend in die Breite zu tragen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Der Stifterverband ist eine Gemeinschaft von rund 3.500 engagierten Menschen, Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ziel seiner Arbeit ist, Bildung und Wissenschaft neu zu denken und zu gestalten, um die Innovationskraft der Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Als zentraler Impulsgeber analysiert er aktuelle Herausforderungen, fördert Modellprojekte und ermöglicht deren Verbreitung in vielfältigen Netzwerken. Er vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, entwickelt gemeinsam Ideen und stößt politische Reformen an. In seinem Wirken konzentriert er sich auf zwei Handlungsfelder: "Bildung & Kompetenzen" sowie "Kollaborative Forschung & Innovation".

Kontakt

Gabriella Silvestri (Foto: Marcel Schwickerath)
Gabriella Silvestri (Foto: Marcel Schwickerath)

Gabriella Silvestri

ist Kommunikationsmanagerin für das Projekt "Peer-to-Peer - Personalstrukturen und -entwicklung in der Wissenschaft"

T 030 322982-527

Alina Loth (Foto: Marcel Schwickerath)
Alina Loth (Foto: Marcel Schwickerath)

Dr. Alina Loth

ist Teamleiterin für das Projekt "Peer-to-Peer - Personalstrukturen und -entwicklung in der Wissenschaft".

T 030 322982-330 

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