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Primus-Preis des Monats für Schüler-Arche Worms

14.11.2019

Im November 2019 zeichnet die Stiftung Bildung und Gesellschaft das Projekt Kom-Pass aus Rheinland-Pfalz aus, das sozial benachteiligten Kindern Bildungschancen eröffnet. Der Primus-Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Kinder mit Flucht- oder Migrationshintergrund, mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen haben oft einen schwierigen Start in ihre Bildungslaufbahn. Doch mit richtiger Förderung können sie die Herausforderung Schule besser bewältigen. Kern des Konzepts der Schüler-Arche ist eine intensive Lernbegleitung für Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 3 bis 6. Jeweils eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Schüler-Arche Worms kümmert sich während der einstündigen Lernzeit um zwei Kinder. Dank dieser individuellen Betreuung durch ca. 30 ehrenamtliche Mitarbeiter, die von zwei pädagogischen Fachkräften begleitet und angeleitet werden, gelingt es, die Kinder effektiv zu unterstützen.

Die Schüler-Arche ist montags bis donnerstags drei Stunden am Nachmittag geöffnet. Neben klassischer Hausaufgabenhilfe gibt es auch Übungen, um Konzentrations- und Lernschwächen auszugleichen. Es gibt ein gemeinsames Mittagessen, und nach der Lernphase ist Zeit für Spielen, Basteln oder Workshops. Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und will dabei die Persönlichkeit der Schützlinge stärken und ihnen auch helfen, im Alltag jenseits der Schule zu bestehen. Sie erleben hier, dass sie kein "Fall" sind, sondern Persönlichkeiten mit Begabungen.

Seit dem Start des spendenfinanzierten Projekts im Jahr 2014 hat der Verein mittlerweile mehr als 25 Kinder über einen Zeitraum von jeweils zwei bis drei Jahren unterstützt. Die bisherigen Erfahrungen bestätigen, dass die Mädchen und Jungen dank der Schüler-Arche besser im Unterricht mitkommen. Die Sozialen Dienste der Stadt Worms und verschiedene Grundschulen fragen immer wieder an, ob nach Plätze frei sind.

"Kom-Pass zeigt, wie konkrete Unterstützung, die schon im Grundschulalter beginnt, Bildungsbiografien in die richtige Richtung lenkt", meint Birgit Ossenkopf, Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft. "Kinder, die sonst vielleicht nach Gewalterfahrung oder Vernachlässigung in der Schule zu scheitern drohen, können so rechtzeitig aufgefangen werden."

 

Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft will damit Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen von Januar bis Dezember ausgezeichneten Projekten wird der Primus des Jahres gewählt und mit insgesamt 5.000 Euro Preisgeld prämiert. Die Wahl zum Primus des Jahres 2019 findet Anfang 2020 statt.

Pressekontakt

Peggy Groß

ist Kommunikationsmanagerin im Stifterverband.

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F 030 322982-515

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