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Köhler-Stiftung schreibt den mit 80.000 Euro dotierten Hans-Kilian-Preis aus

15.03.2018

Der internationale Forschungspreis zeichnet exzellente Leistungen in den interdisziplinären Wissenschaften vom Menschen aus.

Der Hans-Kilian-Preis geht in eine neue Runde: Bereits zum fünften Mal lobt die Köhler-Stiftung im Stifterverband den von ihr ins Leben gerufenen internationalen Forschungspreis aus. Mit einem Preisgeld in Höhe von 80.000 Euro gehört der Hans-Kilian-Preis zu den höchstdotierten Auszeichnungen im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Die Stiftung ruft zu Nominierungen und Bewerbungen von Wissenschaftlern auf, die Grenzen zwischen Disziplinen und Kulturen kreativ überschreiten und produktive Synthesen zwischen bislang isolierten Wissensgebieten schaffen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Arbeiten, die neue Einsichten in die geschichtliche und kulturelle Existenz des Menschen und seine veränderliche Psyche vermitteln. 

Die Köhler-Stiftung fordert Universitäten, namhafte kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen bzw. in diesen Institutionen tätige Wissenschaftler sowie renommierte Persönlichkeiten auf, geeignete Kandidaten zu benennen. Eigenbewerbungen sind ebenfalls möglich.

Vorschläge für die Nominierung und Bewerbungen sind mit vollständigen Unterlagen bis spätestens zum 30. Juni 2018 an das Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum zu senden.

 

Zum Hans-Kilian-Preis

Die Auszeichnung der Köhler-Stiftung ist dem interdisziplinären Denken des Psychoanalytikers und Sozialpsychologen Prof. Dr. Hans Kilian verpflichtet. In seinem Konzept der "metakulturellen Humanisation" werden historische, anthropologische, soziologische, psychologische und psychoanalytische Perspektiven auf drängende Probleme einer sich rapide wandelnden Gegenwart zusammengeführt.

Der Hans-Kilian-Preis wird seit 2011 vergeben, die Preisverleihung findet in einem zweijährigen Turnus statt. Die bisherigen Preisträger waren Hartmut Böhme (Kulturwissenschaftler), Hans Joas (Soziologe und Sozialtheoretiker), Jessica R. Benjamin (Psychoanalytikerin) und Jaan Valsiner (Kulturpsychologe). Die nächste Verleihung findet am 9. Mai 2019 an der RUB statt.

Die Koordination der Preisausschreibung, der Auswahl der Preisträger und die Organisation der Preisverleihung des Hans-Kilian-Preises obliegt dem Kilian-Köhler-Centrum für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie (KKC), das auf Initiative der Köhler-Stiftung im August 2014 an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum gegründet wurde.

Die Köhler-Stiftung

Die 1987 durch Lotte Köhler errichtete Köhler-Stiftung im Stifterverband fördert die Wissenschaften vom Menschen, und zwar insbesondere solche Gebiete, die das Verständnis des Menschen über sich selbst erweitern. Darunter sind sowohl Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Psychologie und benachbarter Sozial- und Kulturwissenschaften als auch auf dem Gebiet der Medizin zu verstehen. Vorrangig gefördert werden Arbeiten zu psychosozialen Aspekten des menschlichen Zusammenlebens in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

In Zusammenhang mit dem Preis werden vom Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum (KKC) regelmäßig internationale Hans-Kilian-Vorlesungen zur sozial- und kulturwissenschaftlichen Psychologie und integrativen Anthropologie veranstaltet. Die Ergebnisse der Hans-Kilian-Vorlesungen, ebenfalls mit Mitteln der Köhler-Stiftung gefördert, werden veröffentlicht. Mehrere Deutschlandstipendien werden als Lotte-Köhler-Stipendien vergeben. Die Stipendiaten haben Zugang zum Studierendenkolleg des KKC.

Pressekontakt

Anke Meis

ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.

T 0201 8401-204
F 0201 8401-255

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Ansprechpartnerin zum Hans-Kilian-Preis:

Sandra Plontke

Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum für
sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie (KKC)
Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie
Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum

T 0234 322-5687

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