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Erstmals Genius Loci-Preis für Lehrexzellenz vergeben

16.11.2017

Die RWTH Aachen und die Technische Hochschule Köln erhalten den Genius Loci-Preis für Lehrexzellenz, den der Stifterverband in diesem Jahr erstmals ausgelobt hat.

Die Universität und die Fachhochschule bekommen den Preis, weil sie über eine umfassende institutionelle Lehrstrategie verfügen und diese bei der Gestaltung der Curricula oder der Qualifizierung der Lehrenden beispielhaft umsetzen. Die beiden ausgezeichneten Hochschulen erhalten je 10.000 Euro.

 
Der Genius Loci-Preis ist der einzige deutschlandweite institutionelle Preis für exzellente Lehre. Eine Jury wählte die zwei Preisträger aus drei nominierten Universitäten und drei nominierten Fachhochschulen aus. Das Preisgeld ist zweckgebunden und für die Einladung eines Visiting Scholar of Teaching and Learning in Higher Education einzusetzen.

Die RWTH Aachen überzeugte die Jury mit einer soliden und sehr durchdachten Lehrstrategie, die sich klar in die Gesamtstrategie der Hochschule einfügt. Die Universität strebe eine kompetenzorientierte, forschungsgeleitete und praxisbezogene Ausbildung an von hochqualifizierten und verantwortungsbewussten Absolventen. Das von der RWTH verfolgte Ziel, 75 Prozent der Studierenden zum Studienabschluss zu führen, sei zwar sehr ambitioniert, aber mit der gewählten Strategie durchaus erreichbar.

Die Technische Hochschule Köln hat nach Auffassung der Jury ein sehr schlüssiges Lehrkonzept entwickelt, das exzellent auf die vorhandenen Rahmenbedingungen abgestimmt sei. Besonders positiv bewertet die Jury das Bekenntnis der Fachhochschule zu einer vielfältigen Studierendenschaft und zum LehrendenCoaching-Programm, das für alle Neuberufenen verpflichtend ist.

Beide Hochschulen wurden bereits 2009 im "Wettbewerb exzellente Lehre" des Stifterverbandes und der Kultusministerkonferenz der Länder ausgezeichnet. Die damals prämierten Lehrkonzepte wurden konsequent weiterentwickelt und waren Grundlage für die nun ausgezeichneten Strategien.

"Wir haben eine Universität und eine Fachhochschule ausgezeichnet, denen es vorbildlich gelungen ist, die Hochschullehre systematisch und unter maßgeblicher Beteiligung aller relevanten Akteure weiterzuentwickeln", sagt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. "Das ständige Bemühen um Lehrexzellenz wird an diesen beiden Hochschulorten spürbar und erlebbar."

Mit dem neuen Lehrpreis will der Stifterverband Hochschulen würdigen und sichtbar machen, die eine hochschulweite Lehrstrategie verfügen und Lehre als Experimentier- und Innovationsfeld begreifen. Der Preis soll andere Hochschulen ermutigen, ebenfalls institutionelle Strategien für die Lehre zu erarbeiten oder weiterzuentwickeln.

Der Stifterverband hatte für den Genius Loci-Preis jeweils drei Universitäten und Fachhochschulen nominiert. Diese sollten darlegen, inwieweit die jeweilige Lehrstrategie in verschiedenen Handlungsfeldern umgesetzt wird.

 

 

Pressekontakt

Peggy Groß

ist Kommunikationsmanagerin im Stifterverband.

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F 030 322982-515

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Bettina Jorzik

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Lehre und akademischer Nachwuchs".

T 0201 8401-103
F 0201 8401-215

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