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Bildung & Begabung kritisiert Märchen vom Akademisierungswahn

04.12.2014

Die bundesweite Talentschmiede Bildung & Begabung tritt zunehmenden Behauptungen entgegen, dass sich Bildung nicht mehr lohne. 

Geschäftsführerin Elke Völmicke wies in einem Gastbeitrag für die ZEIT Warnungen vor einem "Akademisierungswahn" als "Märchen" zurück.

"Wir werden den Fachkräftemangel und die Herausforderungen der globalisierten Zukunft nicht bewältigen können, wenn wir Bildungswege verschließen oder so tun, als würden die Anforderungen weniger fordernd. Es kommt daher weiter darauf an, keinen Jugendlichen zu verlieren und alle Talentpotenziale zu heben. Wir müssen noch mehr Jugendliche befähigen, eigenständig und kritisch zu entscheiden, welche Qualifikation sie in welchem Tempo wollen", schrieb Völmicke. 

Die Geschäftsführerin des Talentförderzentrums warnte: "Jede Initiative, den Hochschulzugang einzuschränken, geht zwangsläufig auf Kosten der Chancen- und Generationengerechtigkeit und damit zu Lasten derer, die noch am Anfang ihres Bildungs- und Ausbildungsweges stehen." 

Völmicke verwies zudem darauf, dass Akademiker nach wie vor seltener arbeitslos werden als Nicht-Akademiker und auch mehr verdienen, wenn ihnen erstmal der Berufseinstieg gelungen ist. "Selbst wenn sich dies langfristig ändern sollte, wird es sich die junge Generation nicht bieten lassen, dass sie um ihres vermeintlich wirtschaftlichen Wohles willen von Bildungsangeboten abgehalten wird", fügte sie in der ZEIT Nr. 50 vom 4. Dezember 2014 hinzu. 

Bildung & Begabung ist das Zentrum für Begabungsförderung in Deutschland und erreicht mit Wettbewerben und Akademien jedes Jahr rund eine Viertelmillion junge Menschen. Förderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Kultusministerkonferenz und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Schirmherr der Talentschmiede ist der Bundespräsident.

 

Pressekontakt

Nikolaus Sedelmeier

ist Leiter Kommunikation bei Bildung & Begabung.

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