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Personalstrukturen und
Hochschul­strategie

Fragen und Antworten

zur Ausschreibung der Peer-to-Peer-Begleitung 
"Personalstrukturen neu gestalten für ein 
zukunftsfähiges Wissenschaftssystem"

 

Fragen zur Bewerbung

Welche Kriterien sind für die Auswahl entscheidend? 
Ausschlaggebend sind vor allem eine klar erkennbare Motivation Ihrer Einrichtung zur (Weiter-)Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Personalstruktur- und Personalentwicklungskonzepts, ein realistisches und zugleich ambitioniertes Konzept sowie eine klare Unterstützung durch die Leitungsebene. Der Entwicklungsstand spielt dabei eine geringere Rolle als die Bereitschaft zur aktiven Veränderung. Eine Übersicht zu den Auswahlkriterien ist auch im Ausschreibungstext zu finden.

Wie detailliert muss das eingereichte Vorhaben sein? 
Aus Ihrem Vorhaben sollte klar hervorgehen, wo Ihre Einrichtung ansetzen möchte und wie ausgehend davon eine Umsetzungsperspektive entwickelt wird. Der Fokus liegt auf Zielrichtung und Umsetzungswillen. Zum Zeitpunkt der Bewerbung muss kein vollständig ausgearbeitetes Konzept vorliegen.  

Welche thematischen Schwerpunkte sind möglich? 
Der Fokus der Peer-to-Peer-Begleitung liegt auf strategischen Fragen der Personalstruktur- und Organisationsentwicklung, wie zum Beispiel Departmentstrukturen, integrierte Karrierewege und Stellenprofile, oder nachhaltige Personalentwicklungsstrategien und ihre Umsetzung. Themen dieser Art sollten im Zentrum Ihres Vorhabens stehen.  

Wird ein gewisser Entwicklungsstand der Einrichtungen vorausgesetzt? 
Einrichtungen in verschiedenen Entwicklungsphasen sind ausdrücklich willkommen; entscheidend ist die Zielklarheit, Motivation und Umsetzungsorientierung. Einrichtungen, die ganz am Anfang des Prozesses stehen, können sich genauso bewerben wie Einrichtungen, die bereits strukturelle Veränderungen angestoßen haben.  

Ist eine Kombination aus fakultätsbezogenem und gesamtinstitutionellem Ansatz möglich? 
Ja, sowohl fokussierte Pilotprojekte in einzelnen Fakultäten oder Fachbereichen als auch hochschulweite Ansätze sind möglich, sofern sie plausibel begründet sind.

Wie viele Einrichtungen werden ausgewählt? 
Es werden voraussichtlich sechs Einrichtungen ausgewählt.

 

Fragen zu den beteiligten
Akteurinnen und Akteuren

Wer sind die Peers? 
Die teilnehmenden Einrichtungen begleiten und unterstützen sich als Kohorte im gesamten Verlauf des Projektes. Gleichzeitig werden ihnen durch ausgewählte Peers mit themenspezifischer Expertise weitere Unterstützung und Begleitung während des Prozesses an die Seite gestellt. Diese können sowohl aus Hochschulen mit erfolgreichen Strukturveränderungen als auch aus externen Kontexten – wie zum Beispiel Verbänden, Gewerkschaften oder der Wirtschaft – stammen und bringen unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen ein. Die Peers werden individuell anhand der Vorhaben in Absprache mit den teilnehmenden Einrichtungen ausgewählt, um eine maximal bedarfsgerechte Unterstützung zu ermöglichen.

Welche Rolle übernimmt die Projektkoordination? 
Jede Einrichtung benennt eine Projektkoordination, die den Prozess intern steuert und als zentrale Ansprechperson fungiert. Dafür sollten ausreichende Kapazitäten (0,5 VZÄ) eingeplant werden. Die Stelle kann im Bedarfsfall auf zwei Personen aufgeteilt werden. Die Kapazitäten für diese Stelle sind durch die Einrichtung bereitzustellen. Im Rahmen des Projektes stehen keine finanziellen Mittel für die Projektkoordination zur Verfügung.

Was ist der Lenkungskreis?
Der Lenkungskreis ist ein strategisches Steuerungsgremium an jeder teilnehmenden Einrichtung, das im Idealfall alle relevanten Gruppen der Einrichtung repräsentiert (unter anderem Leitung, Professorium, wissenschaftlicher Nachwuchs sowie Personal- und Organisationseinheiten). Eine breite Vielfalt hinsichtlich des Geschlechts, Herkunft, Karrierestufen, Disziplinen und Perspektiven ist ausdrücklich erwünscht. Der Lenkungskreis fungiert als Projektmanagement-Team und unterstützt die Projektkoordination aktiv im Konzeptions- und Umsetzungsprozess. Er sollte ca. sechs bis zwölf Personen umfassen, abhängig von der Größe Ihrer Einrichtung.

Welche Rolle spielt die übergeordnete Leitungsebene (Hochschulleitung o.ä.) im Projekt? 
Die vollumfängliche Unterstützung der Leitungsebene ist zentral, um eine nachhaltige Strukturentwicklung zu gewährleisten. Sie muss die Bewerbung unterzeichnen, im Lenkungskreis vertreten sein und an ausgewählten Formaten teilnehmen.

Wie gestaltet sich die Einbindung der Leitung konkret? 
Die höchste Leitungsebene soll im Lenkungskreis vertreten sein und das Vorhaben aktiv nach innen und außen unterstützen. Bei einigen Formaten muss die höchste Leitungsebene mindestens punktuell eingebunden sein, unter anderem bei der virtuellen Auftaktveranstaltung sowie den Vor-Ort-Besuchen. Der genaue Ablauf und Zeitplan sind in der Ausschreibung auf Seite 3 zu finden.

 

Fragen zu Ressourcen
und Finanzierung

Welche Kosten werden vom Projekt übernommen? 
Reise- und Übernachtungskosten für zentrale Veranstaltungen (Kick-off-Workshop und Kohorten-Netzwerktreffen) werden für eine definierte Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Einrichtung übernommen. Es wird keine Fördersumme für Personalkosten zur Verfügung gestellt. Die Förderung Ihres Vorhabens durch das Projekt besteht im Kern in einem strukturiert gesteuerten Prozess, der durch den Stifterverband und externe Peer-Expertise begleitet wird. Dieser umfasst zusätzlich unter anderem Coaching-Sessions mit Peers, moderierte Austauschformate, Vor-Ort-Besuche bei den Einrichtungen sowie thematische Online-Angebote. Die Kosten für diese Formate werden vom Projekt getragen. Bei den Vor-Ort-Besuchen übernehmen die ausrichtenden Einrichtungen die Kosten für Räumlichkeiten und Verpflegung in den Kaffeepausen. Die Bezahlung für die anreisenden Peers wird über das Projekt abgedeckt.

 

Kontakt

Alina Loth (Foto: Marcel Schwickerath)
Alina Loth (Foto: Marcel Schwickerath)

Dr. Alina Loth

ist Teamleiterin für das Projekt "Peer-to-Peer - Personalstrukturen und -entwicklung in der Wissenschaft"

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