MINTernational innovativ

Eine Ausschreibung im Rahmen der Programminitiative MINTernational des Daimler-Fonds, der Daimler und Benz Stiftung und des Stifterverbandes zur Förderung innovativer Modelle und Formate der Internationalisierung in den MINT-Fächern

Bewerbungsschluss: 31. Januar 2018

Der Förderwettbewerb stellt die fünfte und letzte Ausschreibungsrunde der Programminitiative MINTernational dar und rundet die bisherigen Förderlinien durch eine themenoffene Ausrichtung ab.

 

Der Förderwettbewerb

Der Hochschulwettbewerb "MINTernational innovativ" verfolgt das Ziel, neue Wege für mehr Internationalität an den Hochschulen aufzuzeigen. Er soll noch wenig bekannte Handlungsfelder und Instrumente sichtbar machen, in denen Hochschulen heute und zukünftig Unterstützung benötigen. Deshalb werden in diesem Wettbewerb neuartige Konzepte für die Internationalisierung gesucht und insgesamt acht Vorhaben gefördert. Die Ausschreibung ist offen für jede Art von Instrumenten und Phasen während des Student Lifecycle. Eine Teilnahme an den vorausgegangenen Ausschreibungen ist nicht Voraussetzung für eine Antragsstellung in dieser Wettbewerbsrunde.

In einem zweistufigen Verfahren stehen insgesamt 700.000 Euro an Fördermitteln bereit. In einer ersten Stufe werden bis zu acht Hochschulprojekte ausgewählt, die für die Umsetzung der eingereichten Projekte jeweils 50.000 Euro erhalten. Diese acht Hochschulen werden im Anschluss eingeladen, ihre Konzepte und insbesondere Wege des Ideentransfers und der Weiterentwicklung des Handlungsfeldes öffentlich zu präsentieren. Drei dieser Konzepte erhalten dann zusätzlich einen Innovationsfonds in Höhe von 100.000 Euro, um eine Verbreitung des Konzepts in anderen Fächer und Hochschulen, den grundlegenden Ausbau (Skalierung) oder die Weiterentwicklung des Projekts und des Internationalisierungskonzeptes zu erreichen.

Ziel des Förderwettbewerbs ist es, die MINT-Disziplinen zu Vorreitern und Benchmarks von innovativen Maßnahmen für die Internationalisierung des Studiums zu machen. Gesucht werden deshalb innovative Konzepte in den MINT-Fächern, die zu diesem Ziel beitragen. Konzepte können als innovativ angesehen werden, wenn sie 

  • noch nicht an anderen Fachbereichen/Fakultäten der eigenen Hochschule und
  • mindestens in Teilen noch nicht an anderen MINT-Fachbereichen/Fakultäten in Deutschland 

umgesetzt sind. Die Übertragung wirkungsvoller Konzepte aus dem Ausland ist dagegen möglich.

 

Themen und Formate

Ausgezeichnet werden innovative Konzepte, die sich an internationale und deutsche Studierende in den MINT-Fächern richten. Die eingereichten Anträge können sich beispielsweise auf die folgenden Schwerpunkte des Student Lifecycle beziehen:

  • Recruiting, Studienvorbereitung und Studienbeginn
  • Studienverlauf, Studierendenbetreuung und Studienerfolg
  • Studienabschluss, Promotion und Arbeitsmarktintegration
  • Alumni-Management, Netzwerkaufbau und Beziehungspflege
  • Strukturelle oder übergreifende Projekte, wie etwa Auslandskooperationen

Maßnahmen zur Incoming- und Outgoingmobilität sind dabei gleichermaßen relevant. Auch der "Internationalisation at home", zum Beispiel durch internationale Studiengänge und internationales Personal, kommt eine wichtige Rolle zu. Konkret sind beispielsweise die folgenden Handlungsfelder für eine Förderung geeignet:

I. Formate in Studium und Lehre

  • Neue curriculare Angebote
  • Neuartige die Internationalität fördernde Lernformate und Studienangebote
  • Innovative Angebote zur Studienvorbereitung und zur Sicherung des Studienerfolgs
  • Neue Initiativen zur Erhöhung der Outgoing-Mobilität
  • Neuartige Vernetzungsmaßnahmen zum Praxiserwerb und an der Schnittstelle Studium und Arbeitsmarkt
  • Innovative Weiterbildungsformate

II. Flankierende Angebote

  • Innovative Willkommens- und (Online-)Vernetzungsangebote
  • Erstmalig erprobte interkulturelle Unterstützungsmaßnahmen
  • Neue Orientierungsmaßnahmen für einen dauerhaften Verbleib in Deutschland
  • Neuartige Strategien für Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern

Die Umsetzung dieser Angebote kann unter Beteiligung externer Partner wie beispielsweise anderen Hochschulen, Unternehmen, Vereinen, Verbänden oder der Bundesagentur für Arbeit erfolgen.

Antrags- und Auswahlverfahren

Im Antrag muss deutlich werden, welche Herausforderungen das beantragte Förderprojekt adressiert, worin seine Innovationskraft besteht, und wie es sich in das Gesamtkonzept eines strukturierten Student Lifecycle mit Blick auf internationale und deutsche Studierende in den MINT-Fächern einbettet.

Die Ausschreibung ist offen für alle staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland. Die Anträge benötigen die Unterstützung der Hochschulleitung oder des jeweiligen Fachbereichs bzw. der Fakultät. Pro Hochschule können mehrere Anträge eingereicht werden, allerdings nur einer je Fachbereich/Fakultät. Die Vernetzung mit Partnern kann auch durch einen Verbundantrag zum Ausdruck gebracht werden.

Über die Förderung und Preisvergabe entscheidet eine Jury, die sich aus Vertretern von Wissenschaftseinrichtungen und der Wirtschaft zusammensetzt. Kriterien für die Auswahl sind: Innovationsgrad, erwartete Wirkung (qualitativ und quantitativ) und Nachhaltigkeit.

Der Antrag muss bis zum 31. Januar 2018 beim Stifterverband eingegangen sein (Ausschlussfrist). Bei postalischen Einsendungen gilt das Datum des Poststempels.

Der Antrag, maximal zehn DIN A4-Seiten oder 20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) ohne Anlagen und Deckblatt, sollte die folgende Gliederung befolgen:

  • Deckblatt
  • Zusammenfassung
  • Beschreibung zum Stand der Internationalisierung des Fachbereichs bzw. der Fakultät (Strategie, Maßnahmen, Kennzahlen) 
  • Projektbeschreibung (Ziele, Instrumente, Innovationsgrad)
  • Meilensteinplan
  • Skizze zur Verbreitung und Weiterentwicklung des Konzepts (Grundlage für den Innovationsfonds)
  • Finanzierungsübersicht für geplante Personal- und Sachausgaben zur Umsetzung des Projekts bei Förderung (Fördermittel 50.000 Euro zzgl. mögliche Eigenmittel)

Die Unterlagen sind als PDF-Datei an romy.hoeftmann@stifterverband.de per E-Mail zu senden. Außerdem muss ein Ausdruck des Antrags in fünffacher Ausfertigung als Loseblattsammlung (nicht geklammert, geheftet, gebunden oder ähnliches) per Post geschickt werden an:

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
Hauptstadtbüro
z. Hd. Romy Höftmann
Pariser Platz 6
10117 Berlin

Kontakt

Dr. Pascal Hetze

leitet im Stifterverband den Programmbereich 
"Analysen und Innovationspolitik".

T 030 322982-506
F 030 322982-515

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