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Wissenschaft mit Wirkung

Wie offene Räume, mutige Partnerschaften und regionale Lösungen
die Gesellschaft verändern können

Impact Storys: Wissenschaft mit Wirkung (Cover der Publikation)
Impact Storys: Wissenschaft mit Wirkung (Cover der Publikation)

In dieser im Januar 2026 erschienenen Publikation stellt der Stifterverband drei Beispiele seiner Programmarbeit zum Fokusthema "Impact of Science stärken" vor, mit der er nachhaltig Wirkung erzielt hat. 

Wissenschaft spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen – vom Klimawandel über digitale Transformation bis hin zu sozialen Ungleichheiten. Doch allzu oft bleibt ihr Potenzial ungenutzt. Warum? Weil Forschung häufig abseits der realen Bedürfnisse von Gesellschaft und Wirtschaft stattfindet und zudem die einzelnen Fachbereiche bei übergreifenden Themen nicht zusammenarbeiten. Es fehlt an Räumen, Strukturen und Anreizen, die echte Zusammenarbeit und offenen Austausch fördern – mit dem Resultat, dass Innovation und Fortschritt ausgebremst werden. Gleichzeitig wächst in Teilen der Bevölkerung die Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen – eine Entwicklung, die vor allem bei politischen Entscheidungen zu den oben genannten Themen potenziell das Vertrauen in unsere Demokratie untergräbt.

Wo liegen die Hindernisse? Ein zentrales Problem ist, dass Forschungseinrichtungen und Förderprogramme offene, gemeinschaftliche Ansätze bisher kaum belohnen. Stattdessen zählen vor allem klassische wissenschaftliche Leistungen wie die Anzahl der Publikationen oder die Einwerbung von Drittmitteln. Kollaboration, Dialog mit der Öffentlichkeit oder der Transfer von Wissen in die Praxis spielen in der Ausbildung von Forschenden und in deren Karriereplanung kaum eine Rolle. Zudem fehlt es an Orten, an denen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten können.

Wie kann die Wissenschaft ihre Rolle neu definieren? Das übergeordnete Ziel ist klar: Mehr Forschende sollen über die Grenzen ihrer Fächer und Organisationen hinaus Wissen gemeinsam generieren und kommunizieren sowie gemeinsam mit anderen Beteiligten an Lösungen arbeiten. Nur so entstehen Innovationen, die wirklich etwas bewegen. Der Stifterverband hat hierfür einen konkreten Ansatz entwickelt: Zunächst gilt es, den Status quo zu analysieren – wer arbeitet bereits erfolgreich kollaborativ, und was braucht es, um solche Ansätze zu verbreiten? 

Auf dieser Basis können dann Politik und Forschungseinrichtungen überzeugt werden, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Gleichzeitig müssen neue Räume für Experimente und Lernen geschaffen werden, in denen Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam an Herausforderungen arbeiten. Durch gezielte Förderung und Vernetzung sollen innovative Ansätze langfristig verankert werden. Die Impact-of-Science-Programme des Stifterverbandes wie CRoSS-Fellowship oder Road2Openness erreichen genau diese Ziele und dienen so auch der Orientierung für andere Hochschulen.

Beitrag zum Transformationslabor Hochschule
Beitrag zum Transformationslabor Hochschule
Beispiel: Transformationslabor Hochschule

Besonders wichtig ist dabei die regionale Ebene: Hochschulen und Forschungseinrichtungen können vor Ort aktiv mitgestalten, strategische Partnerschaften schließen und so direkt auf die Bedürfnisse ihrer Region eingehen. Ein weiteres gelungenes Beispiel unserer Arbeit ist das Transformationslabor Hochschule am Beispiel der Stadt Halle. Wenn Forschung nicht im Elfenbeinturm bleibt, sondern dort ansetzt, wo die Probleme sind, wächst nicht nur die Innovationskraft, sondern auch das Vertrauen der Menschen in die Wissenschaft.

Fazit: Wissenschaft braucht nach innen Reformen, die Praxisbezug, Kooperation und Austausch stärker fördern – etwa durch neue Anreize, moderne Ausbildungsinhalte und flexiblere Strukturen. Nach außen muss Wissenschaft Brücken bauen: durch klare Kommunikation, echten Dialog und enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft. So wird sie zum Motor für Innovationen, die unsere Zukunft gestalten.

Das Pitchen war eine gute Übung. Um mit der Öffentlichkeit in einen Austausch zu treten, muss man die Effekte der eigenen Arbeit anschaulich darstellen können.

Daniel Horgos

Volkswirt an der BSP Business & Law School, Campus Hamburg, und Teilnehmer des CRoSS-Fellowship-Programms

Open Science bedeutet nicht, dass alles offen zugänglich ist. Jede einzelne Person entscheidet, was sie veröffentlicht. Es geht um maximale Transparenz.

Peter Kostädt

Vizepräsident für Digitalisierung und Informationsmanagement/Chief Information Officer (CIO) der Universität Potsdam, die Partner von Road2Openness war

In dem Programm des Stifterverbandes haben wir gelernt, dass wir gemeinsame Interessen haben. Seither hat sich unsere Zusammenarbeit verfestigt und konkretisiert.

Sabine Odparlik

Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung bei der Stadt Halle über das Transformationslabor Hochschule

Kontakt

Wiebke Hoffmann (Foto: Marcel Schwickerath)
Wiebke Hoffmann (Foto: Marcel Schwickerath)

Wiebke Hoffmann

ist Teamleiterin im Fokusthema "Impact of Science stärken".

T 030 322982-323

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