Leuchttürme MINTernational
"Leuchttürme MINTernational" ist eine Förderinitiative der Landeskuratorien des Stifterverbandes, die Modell-Regionen aus Hochschulen, Unternehmen, Politik und Behörden auszeichnet und dabei unterstützt, die Arbeitsmarktintegration internationaler MINT-Studierender zu verbessern. Das Programm wird insbesondere von der GEA Foundation, der Fritz Henkel Stiftung sowie der Mitteldeutschen Stiftung Wissenschaft und Bildung gefördert.
AUF EINEN BLICK
Ziel des Programmes
- Stärkung der Zusammenarbeit und gemeinsamen Verantwortungsübernahme von Hochschulen, Unternehmen und Behörden für die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von internationalen MINT-Studierenden
- Sichtbarmachung vorbildhafter Formate der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit und Ableitung zentraler Handlungsempfehlungen für weitere Regionen
Zielgruppe
- Bestehende Modell-Regionen aus Hochschulen, Unternehmen und Behörden, die bereits erfolgreich zusammenarbeiten, um internationale MINT-Studierende auf einen erfolgreichen Arbeitsmarkteinstieg vorzubereiten
Förderung
- 50.000 Euro Preisgeld für die ausgewählte Modell-Region
- Ideelle Unterstützung zur Weiterentwicklung durch den Stifterverband und seine Partner
Das Programm "Leuchttürme MINTernational" ist Teil der Allianz für MINT-Fachkräfte der Zukunftsmission Bildung, einer Gemeinschaftsinitiative des Stifterverbandes. Relevante Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wollen mit der Zukunftsmission Bildung ein Bildungssystem für eine Welt im Wandel gestalten, das schnell mehr Menschen mit den notwendigen Kompetenzen aus- und weiterbildet.
Das Programm
Gut ausgebildete Studierende in den Fächern Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften (MINT) sind Garanten für wirtschaftlichen Erfolg und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Viele deutsche Unternehmen haben mangels qualifizierter Bewerberinnen und Bewerber Schwierigkeiten, ihren Bedarf an akademischen MINT-Fachkräften zu decken, beispielsweise in Schlüsseltechnologien wie Nanotechnologie, IT, Telekommunikation, Photonik und Umwelttechnologien. Der demografische Wandel verstärkt diesen Mangel. Deutschland ist deshalb auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen.
Eine große Chance besteht in der erfolgreichen Integration internationaler MINT-Studierender in Arbeitsmarkt und Gesellschaft. Mit rund 380.000 internationalen Studierenden zählt Deutschland weltweit zu den attraktivsten Gastländern für Studierende aus aller Welt. Mehr als jeder Zweite von ihnen studiert ein MINT-Fach. Viele dieser internationalen MINT-Studierenden finden jedoch nach erfolgreichem Studienabschluss – trotz Bleibeabsicht – keinen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Die Gründe hierfür sind vor allem Sprachbarrieren, mangelnde berufsbezogene Praxiserfahrungen sowie fehlende berufliche Netzwerke und Orientierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Hinzu kommen erschwerende Rahmenbedingungen bei der Deckung von Lebenshaltungskosten sowie der Wohnungssuche.
Um diese Barrieren abzubauen, sind gemeinsame Anstrengungen von Hochschulen, Unternehmen und Behörden nötig. Hier setzt das Programm "Leuchttürme MINTernational" an: Es möchte sichtbar machen, wie sich durch eine beispielhafte Zusammenarbeit von Hochschulen, Unternehmen und Behörden bestehende Maßnahmen in einer regionalen Gesamtstrategie besser verzahnen, Doppelstrukturen vermeiden und eine optimale strukturelle Verknüpfung der verschiedenen Stakeholdergruppen zur erfolgreichen Arbeitsmarktintegration erreichen lassen.
Zeitplan
| 27. April 2026 | Veröffentlichung der Ausschreibung |
|---|---|
| 27. Juni 2026 | Ende der Einreichungsfrist |
| September 2026 | (Digitale) Jurysitzung |
| Herbst 2026 |
Durchführung von durch die Preisträger-Regionen organisierten Kick-off-Terminen, Beginn der bundesweiten Netzwerkarbeit mit den weiteren Regionen |
| 2027 | Digitale Begleitphase |
| Frühjahr 2028 | Bundesweite Transfer-Konferenz und Verbreitung zentraler Arbeitsergebnisse |
| Mitte 2028 | Ende des Förderprogramms |
Ziele der Förderung
Im Rahmen der Allianz für MINT-Fachkräfte der Zukunftsmission Bildung fördert, vernetzt und begleitet der Stifterverband gemeinsam mit seinen Partnern Modell-Regionen aus Hochschulen, Unternehmen und lokalen (Ausländer-)Behörden und Arbeitsagenturen, die Synergien und vorbildhafte Formate der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit entwickelt haben. Gemeinschaftlich haben diese Modell-Regionen Wege für internationale MINT-Studierende in den deutschen Arbeitsmarkt ausgebaut und eine regionale Identität für das Thema der Internationalisierung geschaffen. Die Hochschulen dienen dabei als Ankerpartner und stellen für eine Region den Antrag.
Die Modell-Regionen werden in einem 18-monatigen Austauschprozess begleitet, um Ideen, Herausforderungen und Lösungen von nationalem Interesse zu identifizieren, die von anderen Regionen genutzt werden können. Im Rahmen dieser Begleitphase finden Vor-Ort-Besuche an den ausgewählten Leuchttürmen mit Unterstützung durch Expertinnen und Experten vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), von Unternehmen und anderen Institutionen der Region statt. Hier kommen Methoden wie Peer-Learning, kollegiale Beratung und Experten-Inputs zusammen, die dem gemeinsamen Austausch und einem voneinander Lernen dienen.
Das Programm wird in fünf Regionen ausgerollt. Im Rahmen des Begleitprozesses sollen auch die Gelingensbedingungen für eine Zusammenarbeit der Partner in den unterschiedlichen Modell-Regionen identifiziert und in einer Handreichung aufbereitet werden, um weitere Regionen zu aktivieren.
Ausgezeichnete Modellregionen
Kontakt
Dr. Geraldine Blomberg
ist Programmmanagerin für MINT-Bildung.
T 030 322982-375