Karrierewege für Bachelorabsolventen

Mit dem Bachelor direkt in den Beruf? Die Berufschancen der Bachelorabsolventen sind besser als die Stimmung.

Die Zweifel gelten mittlerweile eher weniger der Phase des Berufseinstiegs als vielmehr den weiteren Karrierechancen der Absolventen. Um zu einer empirisch fundierten Meinungsbildung beizutragen, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Unternehmensbefragung durchgeführt. Hauptziel der aktuellen Befragung ist es, der Öffentlichkeit Informationen zu den Karriere- und Weiterbildungschancen in der deutschen Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. 

Diese Befragung folgt auf eine erste Studie aus dem Jahr 2011 zur Arbeitsmarktbefähigung und -akzeptanz von Bachelorstudierenden und
-absolventen. Als Ergebnis der damaligen Unternehmensbefragung konnte festgehalten werden, dass den Bachelorabsolventen gemessen an Gehalt, Einsatzbereichen und Einstiegspositionen der Übergang in den Arbeitsmarkt auf einem für Hochschulabsolventen üblichen Niveau gelungen war. 

Kernergebnisse der Untersuchung

  • Übergang in den Arbeitsmarkt: Der Beschäftigungsstand von Mitarbeitern mit Bachelor- und Masterabschluss ist in den vergangenen vier Jahren in Unternehmen aller Mitarbeitergrößenklassen deutlich gestiegen. Derzeit beschäftigen 23 Prozent der Unternehmen Bachelorabsolventen (2010: 13 Prozent). Besonders stark gewachsen ist die Beschäftigung von Masterabsolventen: Sie sind mittlerweile in 18 Prozent der Unternehmen vertreten (2010: 7 Prozent)
  • Einstiegspositionen: Bachelorabsolventen starten am häufigsten mit der eigenständigen Bearbeitung einer Projektaufgabe. An zweiter Stelle steht für die Bachelorabsolventen die Sachbearbeitung nach Anweisung. Die Einstiegspositionen der Bachelorabsolventen unterscheiden sich dabei nicht wesentlich von denen der Masterabsolventen.
  • Erfahrungswerte zur Karriereentwicklung: Die wichtigsten Auswahlkriterien bei der Besetzung höherer Fach- und Führungspositionen sind Leistungsmotivation, Identifikation mit den Zielen des Unternehmens und Kommunikationsfähigkeit. Für jeweils über 70 Prozent der Unternehmen sind diese Kriterien sehr wichtig. Formale Bildungsabschlüsse sind dagegen deutlich weniger wichtig. Dabei haben der Masterabschluss oder der Doktortitel gegenüber 2010 noch weiter an Bedeutung verloren.
  • Angebote zur Karriereentwicklung: Um die Karriereentwicklung der Bachelorabsolventen zu fördern, bietet die große Mehrheit der Unternehmen innerbetriebliche oder externe Weiterbildungskurse an. Bei knapp der Hälfte der Arbeitgeber besteht die Möglichkeit, eine Teilzeitbeschäftigung für die individuelle Weiterbildung zu nutzen. 

Bibliografische Angaben

Christiane Konegen-Grenier, Beate Placke, Ann-Katrin Schröder-Kralemann:
Karrierewege für Bachelorabsolventen - Ergebnisbericht zur Unternehmensbefragung 2014
Edition Stifterverband. Essen, April 2015
ISBN: 978-3-922275-61-9
 

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leitet im Stifterverband den Programmbereich "Hochschule und Wirtschaft".

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