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Future Scouts MINT

 
Impulse für ein zukunftsfähiges und attraktives MINT-Studium

Fellowship-Programm des Stifterverbandes und der Ernst-Hellmut-Vits-Stiftung für junge Nachwuchsforschende im Rahmen der Zukunftsmission Bildung
 

Wie gelingt es, junge Menschen für ein MINT-Studium zu begeistern – und sie erfolgreich bis zum Abschluss zu begleiten? Mit den MINT Future Scouts möchte der Stifterverband, gefördert durch die Ernst-Hellmut-Vits-Stiftung, die Impulse junger Menschen aufgreifen, um strukturelle Veränderungen in der MINT-Bildung an Hochschulen anzustoßen. Future Scouts ist ein Fellowship-Programm, das im Rahmen der Zukunftsmission Bildung studentische Zukunftsimpulse für die Hochschule von morgen setzt. 

Dem Arbeitsmarkt fehlen rund 134.000 qualifizierte MINT-Fachkräfte, wie aktuelle Zahlen aus dem MINT-Frühjahrsreport 2026 zeigen – eine Entwicklung, die langfristig Wohlstand, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gefährdet. Angesichts stetig sinkender Studierendenzahlen und anhaltend hoher Abbruchquoten in vielen MINT-Fächern, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, stellt sich die Frage, wie ein zukunftsfähiges und attraktives MINT-Studium gestaltet werden kann, dringlicher denn je. MINT-Fächer gelten als schwierig und zu theoretisch, Studierende beklagen immer wieder den unzureichenden Praxisbezug, und insbesondere Frauen fühlen sich den MINT-Fächern oft nicht ausreichend zugehörig. Es braucht neue, inspirierende Perspektiven und Impulse – vor allem aus der Sicht derjenigen, die die Zukunft gestalten.

 

Ausschreibung

Die Themensetzung innerhalb der Future Scouts MINT-Programms ergibt sich aus zentralen Herausforderungen der MINT-Studienfächer im deutschen Hochschulsystem. Die Future Scouts MINT arbeiten explorativ und co-kreativ zu einem der drei folgenden Zukunftsthemen:

 
Bundesweite Konferenzen, Berichte und Reports zu Trends und (Bildungs-)Innovationen bieten ein enormes Inspirations- und Unterstützungspotenzial für Hochschulen und deren zukunftsorientierte Weiterentwicklung. Um Zukunftsdiskussionen und potenzielle Veränderungshebel vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen sowie sich verändernder Bildungsanforderungen in den MINT-Fächern einordnen zu können, ist ein exploratives Mapping im tertiären Bildungsbereich besonders wertvoll.

Exemplarische Leitfragen könnten sein:

  • Wer spricht eigentlich über Zukünfte der hochschulischen MINT-Bildung – und mit welcher Haltung
  • Welche Netzwerke, Konferenzen und Berichte existieren, und was verbindet oder unterscheidet sie in ihrer Betrachtung von Hochschulinnovationen?
  • Welche Arten von Zukünften werden diskutiert – und welche nicht?

 
Die Future Scouts MINT untersuchen (inter-)nationale Ansätze zur Flexibilisierung, Modularisierung und Personalisierung der Hochschulbildung im MINT-Bereich. Sie analysieren Modelle für lebenslanges Lernen, Micro-Credentials sowie neue Partnerschaften zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, Gestaltungsansätze zu identifizieren, mit denen junge Menschen kontinuierlich begleitet und motiviert werden, um sie zu kompetenten MINT-Fachkräften für den sich wandelnden Arbeitsmarkt auszubilden.

Exemplarische Leitfragen könnten sein:

  • Wie müssen Studienangebote gestaltet sein, damit sie Menschen über verschiedene Lebensphasen hinweg begleiten?
  • Wie können Hochschulen den Bedürfnissen einer zunehmend heterogenen Studierendenschaft begegnen?
  • Welche Elemente und Formate befähigen MINT-Studierende zur aktiven Mitgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft?

 
Die Future Scouts MINT analysieren internationale Beispiele guter Praxis sowie innovative Lehrkonzepte in MINT-Studiengängen und übersetzen diese in strategische Impulse für die Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems. Sie untersuchen globale Foresight-Prozesse, Zukunftsszenarien und strategische Studien relevanter Bildungs-, Innovations- und Gesellschaftsakteure.

Exemplarische Leitfragen könnten sein:

  • Wie denken internationale Akteurinnen und Akteure über die Zukunft der Hochschulbildung in den MINT-Fächern?
  • Welche strategischen Entwicklungswege lassen sich daraus für den deutschsprachigen Raum ableiten?
  • Welche Bespiele guter Praxis sind übertragbar, welche nicht?

 
Future Scouts ...

  • identifizieren Beispiele guter Praxis im nationalen wie internationalen Hochschulkontext und bereiten diese hinsichtlich ihrer Relevanz und Anschlussfähigkeit für das deutsche Hochschulsystem auf,
  • gestalten durch Analysen, Impulspapiere und weitere Beiträge den öffentlichen Diskurs mit,
  • setzen du praxisnahe Impulse für die Hochschulentwicklung und machen sichtbar, welche Umsetzungsansätze wirken – und unter welchen Bedingungen,
  • entfalten mit ihren Beiträge über die Verortung in der Zukunftsmission Bildung des Stifterverbandes besondere Hebelwirkung und tragen dazu bei, Diskurse und Entwicklungen zukunftsorientiert mitzugestalten,
  • profitieren von einem bedarfsorientierten Begleitprogramm (unter anderem Vernetzungstreffen, Weiterentwicklungsangebote und Impulse über den gesamten Förderzeitraum hinweg),
  • steht ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik unterstützend zur Seite,
  • schärfen ihr akademisches Profil und bauen ihr Netzwerk im Feld der Zukunftskompetenzen wirkungsvoll aus.

 
Folgende Outputs haben sich bewährt, um sicherzustellen, dass die Arbeit und die Erkenntnisse der Future Scouts Diskurse anstoßen und mitprägen:

  • Interviews mit Experten/Expertinnen – als Text oder in audio-visueller Form
  • aktive Veranstaltungsteilnahmen als Impulsgeberin bzw. Impulsgeber im Rahmen von Panels und Vorträgen
  • kurze Impulspapiere, Policy Briefs, Handlungsempfehlungen und Transferpublikationen
  • (internationale) Case Studies als Anregungen für das deutsche Hochschulsystem

 


Finanzielle Förderung

Future Scouts erhalten – nach Abstimmung zu Scouting-Fokus, Wirkzielen und Zeitplan – über einen Zeitraum von zwölf Monaten eine finanzielle Förderung in Höhe von 5.000 Euro. Der Stifterverband ermöglicht zugleich Vernetzungstreffen der Future Scouts und unterstützt nachhaltig durch Zugang zu relevanten Expertinnen, Experten und Netzwerken.

 

 
Interessierte können sich online mit den folgenden Unterlagen bewerben:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • Motivationsschreiben (ca. 1.500 bis 2.000 Wörter, inklusive Darstellung des individuellen Scouting-Fokus bzw. Scouting-Interesses innerhalb eines der drei Zukunftsthemen und zugehöriger Fragestellungen)
  • Zeitplan für die zwölfmonatige Förderphase

 
Die Auswahlentscheidung wird voraussichtlich bis Anfang September 2026 erfolgen. Förderbeginn ist November 2026 (ein verbindlicher Kick-off Workshop sowie ein gemeinsames Abendessen finden am 28./29. Oktober 2026 in Berlin statt).

 

KONTAKT

Carolin Friese (Foto: Marcel Schwickerath)
Carolin Friese (Foto: Marcel Schwickerath)

Carolin Friese

ist Programmmanagerin im Stifterverband.

T 030 322982-528

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