Forschung und Entwicklung

Die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes erhebt jedes Jahr die Zahlen zu Forschung und Entwicklung der Unternehmen und Institutionen für Gemeinschaftsforschung in Deutschland. Die FuE-Erhebung 2015 läuft zurzeit.

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Seit Mitte der 1970er-Jahre werden von der Wissenschaftsstatistik im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Informationen über die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) des Wirtschaftssektors in Deutschland erhoben.

Die Erhebung ist Teil der offiziellen EU-Gemeinschaftsstatistiken und fließt in nationale wie internationale Berichtssysteme ein.

Die FuE-Daten werden jährlich erhoben, wobei in den ungeraden Jahren eine Vollerhebung aller forschenden Unternehmen und Institute für Gemeinschaftsforschung (IfG) in Deutschland und in den geraden Jahren eine Stichprobenerhebung durchgeführt wird.

Kernindikatoren sind die internen und externen FuE-Aufwendungen der Wirtschaft nach Mittelverwendung und Finanzierungsquelle, das FuE-Personal nach Art der ausgeübten Tätigkeit und Geschlecht, die regionale Verteilung der Forschungsstätten, die Innovationstätigkeit der Wirtschaft sowie betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) befragt die Wissenschaftsstatistik in den ungeraden Jahren alle forschenden Unternehmen (Vollerhebung). In den geraden Jahren wird eine Stichprobe erhoben (Kurzerhebung). Im FDZ Wissenschaftsstatistik sind die Mikrodaten über Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) der deutschen Wirtschaft ab dem Jahr 1995 auf Unternehmensebene zu Forschungszwecken verfügbar.

Forschungsausgaben in Deutschland: Drei-Prozent-Ziel ist erreicht

Es ist das stärkste Wachstum seit Beginn der Erhebung: 62,4 Milliarden Euro haben die deutschen Unternehmen im Jahr 2015 in eigene Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es in der aktuellen FuE-Erhebung des Stifterverbandes. Das Drei-Prozent-Ziel der Bundesregierung ist damit erreicht. Einen weiteren Rekord gab es beim Forschungspersonal: Auf Vollzeitstellen umgerechnet gab es 416.000 Beschäftigte in den Forschungsabteilungen der Wirtschaft, das ist eine Steigerung von 11,9 Prozent.

Pressemitteilung vom 12. Dezember 2016

Erhebung über Forschung und Entwicklung der Wirtschaft 2015 in Deutschland

Wie viel investiert die deutsche Wirtschaft in Forschung und Entwicklung (FuE) und damit in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes? Diese Frage beantworten die Ergebnisse der FuE-Erhebungen.

Am 1. April 2016 ist die Erhebung zu Forschung und Entwicklung (FuE) der Wirtschaft 2015 in Deutschland gestartet. Über 25.000 Unternehmen sind dazu aufgefordert, Ihre Tätigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung in einem 15-seitigen Fragebogen zu dokumentieren. Thematischer Schwerpunkt der FuE-Erhebung 2015 ist die Erfassung von FuE für Dienstleistungsinnovationen. Dazu gehört die FuE im Dienstleistungssektor – aber auch die FuE für neue Dienstleistungen in produzierenden Unternehmen.

Musterfragebogen der FuE-Erhebung 2015 (PDF)

Online-Fragebogen (Langfassung)
Online-Fragebogen (Kurzfassung)

Empfehlungsschreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (PDF)

Die Teilnahme an der Erhebung ist von entscheidender Bedeutung für

  • die Erfassung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Unternehmen in Deutschland,
  • die vergleichende Einordnung und Beurteilung der FuE-Aktivitäten von einzelnen Branchen und Regionen bis hin zur gesamten Volkswirtschaft,
  • die Entwicklung von Empfehlungen an die Politik für zukünftige Förderimpulse im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE).

Die erhobenen FuE-Daten dienen der Bundesregierung als entscheidende Basis für die Weiterentwicklung ihrer Wirtschafts-, Innovations- und Technologiepolitik. Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Forschungsinstitute nutzen unsere Ergebnisse, um Entscheidungen zu Forschungsstrategien und Entwicklungsprozessen auf einer fundierteren Grundlage zu treffen.

Die FuE-Erhebung folgt internationalen Standards der Europäischen Union und der OECD. Dementsprechend sind die Daten nach Branchen, Regionen oder Unternehmenstypen nicht nur national, sondern auch international vergleichbar. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Berichterstattung Deutschlands zur technologischen und innovatorischen Leistungsfähigkeit im Inland sowie in der EU und in der OECD.

FuE-Erhebung 2014

57 Milliarden Euro Forschungsausgaben der Wirtschaft in 2014 – 
6,4 Prozent mehr als vor einem Jahr

Blick in einzelne Branchen
Die Kfz-Industrie liegt bei den Forschungsausgaben mit Abstand weit vorn. Knapp 20 Milliarden Euro hat die Kfz-Branche in die interne Forschung gesteckt, 2,6 Milliarden Euro mehr als noch im Jahr 2013. Darüber hinaus gab der Automobilbau rund 9,4 Milliarden Euro für Forschungsaufträge an externe Unternehmen und Institutionen aus. Auch hier gibt es eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (+13 Prozent). Ebenso sind in der Chemieindustrie, im Maschinenbau und in der Elektroindustrie im Jahr 2014 mehr Mittel in die interne Forschung geflossen. In der Energie- und Pharmabranche wurde dagegen etwas weniger geforscht.

KMU
Bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sieht die aktuelle Umfrage im Bereich Forschung und Entwicklung wenig Veränderung. Auffällig ist allerdings, dass die Bereitschaft, Forschungsaufträge an externe Firmen zu vergeben, bei Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten deutlich zugenommen hat (+8,3 Prozent). Oftmals ohne eigene FuE-Abteilungen ausgestattet und vor dem Hintergrund knapper Ressourcen, greifen sie so auf externes Know-how zurück. Dieser Prozess ist positiv zu bewerten.

Forschungspersonal
Ebenso positiv ist die Entwicklung beim Forschungspersonal. Insgesamt waren fast 372.000 Forscher und Entwickler im Jahr 2014 beschäftigt. Nach einem leichten Rückgang von 2012 auf 2013 erreichen die Beschäftigungszahlen damit nun wieder ein Rekordniveau. Und die Wirtschaft blickt weiter optimistisch in die Zukunft. Für 2015 plant sie eine weitere Steigerung ihrer FuE-Ausgaben um 3,6 Prozent auf 59 Milliarden Euro.

Drei-Prozent-Ziel
Der Anteil des Bruttoinlandsproduktes (BIP), der für Forschung und Entwicklung eingesetzt wird, liegt nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2014 bei 2,87 Prozent (2013: 2,83 Prozent). Damit wurde das Drei-Prozent-Ziel der Bundesregierung knapp verfehlt. Der Trend ist jedoch positiv.

 

Frühere FuE-Erhebungen

Die Ergebnisse früherer FuE-Erhebungen finden Sie in den Ausgaben des FuE-Datenreports.
FuE-Datenreport 2007 bis 2013 zum Download

 

Kontakt

Dr. Verena Eckl

Projektleiterin
T 0201 8401-412
F 0201 8401-431

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Ruth Hellmich

Projektmanagerin
T 0201 8401-410
F 0201 8401-431

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Das gesamte Team der FuE-Erhebung

Nadine Dau (Datenerfassung, -prüfung, -generierung)
Dr. Verena Eckl (Projektleitung)
Dr. Barbara Grave (stellv. Projektleitung, zurzeit in Elternzeit)
Ruth Hellmich (Projektmanagement)
Dr. Andreas Kladroba (Internationales Berichtswesen)
Bernd Kreuels (Wissenschaftlicher Referent)
Anja Kronenberg (Datenerfassung, -prüfung, -generierung)
Bernhard Nagel (Referent EDV)
Dr. Thu-Van Nguyen (stellv. Projektleitung)
Dr. Julia Schneider (Wissenschaftliche Referentin)
Angelika Weißburger (Datenerfassung, -prüfung, -generierung)