Eine Uni – ein Buch

Der Stifterverband und die Klaus Tschira Stiftung haben in Kooperation mit dem ZEIT Verlag zum sechsten Mal das Programm "Eine Uni – ein Buch" ausgeschrieben. Sie zeichnen die zehn besten Ideen und Aktionen aus und fördern ihre Durchführung mit jeweils 10.000 Euro.

Die Idee: Der Doktorand redet mit dem Erstsemester, der Verwaltungs- mitarbeiter mit dem Klinikchef, die Historikerin mit dem Maschinenbauer, die Muslima mit dem Christen, der Flüchtling mit den Campus-Anwohnern, die Sächsin mit dem Franken, die Professorin mit dem Sekretär, der IT-Spezialist mit der Bibliotheksmitarbeiterin und dem Leiter des Auslandsamtes - kurz: möglichst viele Mitglieder einer Hochschule tauschen sich über ein gemeinsames Thema oder Anliegen aus. Diese Idee soll Realität werden: in der Aktion "Eine Uni – ein Buch".

Alle Hochschulen in Deutschland waren eingeladen, ein Buch zu bestimmen, über das ein Semester lang geredet und debattiert werden soll: Es kann ein Buch sein über die Religion, eine Abhandlung über Armut und Reichtum, ein klassischer Roman aus dem In- oder Ausland, ein zeitgenössisches Drama oder eine Anleitung zum Change-Management – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Auch die Art und Weise der Auseinandersetzung mit dem Buch soll von der Hochschule selbst festgelegt werden: Man kann Lese-Kreise organisieren oder Debattierclubs, Slams oder moderierte Diskussions-Gruppen, man kann zu einer Ringvorlesung einladen, zu einer Diskussion mit dem Autor oder der Autorin, man kann das Buch in Seminare integrieren, gemeinsam Theater spielen, einen Film drehen oder gemeinsam etwas bauen. Grundsätzlich gilt: je origineller die Formate und je umfangreicher die Beteiligung möglichst unterschiedlicher Menschen und Gruppen innerhalb und außerhalb der Hochschule, desto besser. Es konnten Präsenz- und Onlineveranstaltungen sowie hybride Formen des Austauschs beantragt werden.

 

Die geförderten Projekte 2022

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg liest "Rebooting AI – Building Artificial Intelligence We Can Trust" von Gary Marcus & Ernest Davis

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Die Universität Bayreuth liest "Das Patriarchat der Dinge" von Rebekka Endler

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Das Bard College Berlin liest "Los Desastres de la Guerra" (Die Schrecken des Krieges) von Francisco de Goya

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Die Universität Bremen möchte "Gedichtalternativen für Deutschland" mit 52 lyrischen Beiträgen zur kulturellen Bildung zusammenstellen

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Die Technische Universität Dresden liest "Über Menschen" von Juli Zeh

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Die Hochschule Hamm-Lippstadt liest "Young Money Guide – Richtig mit Geld umgehen und mehr vom Leben haben" von Henning Jauernig

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Die Technische Hochschule Köln liest "Pantherzeit – Vom Innenmaß der Dinge" von Marica Bodrožić

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Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz liest "Whalerider – Die magische Geschichte vom Mädchen, das den Wal ritt" von Witi Ihimaera

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Die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm liest "Radikale Zärtlichkeit – warum Liebe politisch ist" von Şeyda Kurt

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Die Universität Vechta liest "Tiefenlager" von Annette Hug

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Die 2017 bis 2022 geförderten Projekte

Kontakt

Dominique M. Ostrop

ist Programmmanagerin im Stifterverband im Bereich '"Programm und Förderung".

T 0201 8401-162

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