Wirkung hoch 100:
30 Projekte

 
 
Aus den 100 besten Ideen für die Zukunft von Bildung, Wissenschaft und Innovation hat der Beirat für die zweite Förderphase die 30 Projekte mit dem größten Potenzial identifiziert. Die ausgewählten Teams arbeiten nun mit Expertinnen und Experten an der Skalierung ihrer Projekte. 

Bei der Auswahl der Projekte hat der unabhängige Beirat nach den folgenden Kriterien entschieden:

  • Problemverständnis, Lösungsansatz, Machbarkeit, Pilotierung: Hat das Projekt ein klares Verständnis über Herausforderung, Ziel und Zielgruppe? Wurde ein schlüssiger und innovativer Lösungsansatz entwickelt und mit der Zielgruppe validiert?
  • Systemverständnis, Übertragbarkeit/Skalierung, Wirkpotenzial, Skalierung: Hat das Projekt das Potenzial, systemische Wirkung in Bildung, Wissenschaft und Innovation zu entfalten? Sind die Schritte zu Skalierung und Übertragbarkeit (auf andere Institutionen, in andere Regionen etc.) schlüssig dargestellt?
  • Unterstützung in der "Wirkung hoch 100"-Community: Wie sehr hat sich das Projekt in die "Wirkung hoch 100"-Community eingebracht? Wie offen ist es für Zusammenarbeit mit anderen Projekten und wie sehr trägt es zu deren Erfolg bei?

 

Anti-Diskriminierung und Diversität

 
 
Vielfalt bereichert die Gesellschaft
und macht neugierig. Gleichzeitig sind mit der Akzeptanz vielfältiger kultureller oder religiöser Hintergründe und der Herstellung gleicher Chancen noch viele Herausforderungen verbunden. Dieses Wirkungsfeld setzt sich auf verschiedenen Wegen für bessere Chancen und mehr Akzeptanz unterschiedlicher benachteiligter Gruppen ein.

 

  • WirfürVielfalt.de
    inclution gUG
    ​35,6 Prozent der Menschen in Deutschland berichten von Diskriminierungserfahrungen. Alle Mosaiksteinchen der Vielfalt zu kennen und zu lernen, diskriminierungsfrei zu handeln, ist eine wichtige Zukunftskompetenz. Auf der Plattform werden Diversity-Angebote zu allen Themen der Vielfalt bundesweit erfasst: soziale Herkunft, Migration, Antirassismus, Gender & Sexualität, religiöse und interkulturelle Vielfalt, Altersdiversität und Leben mit Behinderung. Lehrkräfte können zu jedem Thema ihre eigenen Vielfaltsprojekte in drei Schritten planen ("Vielfalt lernen – Vielfalt begegnen – Vielfalt leben") und so das Thema Diversity systematisch in der Schule verankern.

Demokratische Gesellschaft

Die Vermittlung demokratischer Werte und Grundlagen passiert auf vielen Wegen und wird innerhalb dieses Wirkungsfeldes thematisiert, zum Beispiel durch die frühe Vermittlung dieser Grundlagen in der (Berufs-)Schule und über die Auseinandersetzung mit der Digitalisierung und möglichen Folgen wie Fake News. Weiter bedarf es einer kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sowie einer frühen politischen Teilhabe und Befähigung durch die Vermittlung von Kompetenzen für das Lösen komplexer Probleme unserer Zeit.

 

  • I AM A.I. – Künstliche Intelligenz erklärt
    IMAGINARY gGmbH
    Künstliche Intelligenz (KI) ist eine der wichtigsten Technologien unserer Zeit. Bisher gibt es sehr wenige Vermittlungsprojekte in diesem Bereich. Ziel dieses Vorhabens ist es, neue und interaktive Formate zu erstellen und der Gesellschaft zu vermitteln. Damit soll eine Brücke gebaut werden zwischen der KI, die es gibt (Anwendungen, Forschungen), die es geben wird und die wir uns vorstellen (wünschen oder nicht wünschen). Die Formate sind alle open source und vielfältig: analog/digital, wie etwa Ausstellungen/Museen, Lehrkräftefortbildungen, Mobiltelefone, Graphic Novel oder Basteln.
     
     
  • OpenLab für digitale Demokratie
    Barkhausen Institut gGmbH
    Unsere Gesellschaft steht vor der Herausforderung, Digitalisierung als Chance anzunehmen und eine "digitalisierte Demokratie" zum Nutzen aller zu gestalten. Eine geglückte "Digitalisierung der Gesellschaft" ist keine rein technische Aufgabe. Interdisziplinäre Forschung und der kontinuierliche Austausch mit der Gesellschaft sind für die Ingenieurinnen und Ingenieure, für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler notwendig, die das Internet der Dinge erforschen und entwickeln. Nur gemeinsam können ethische und planetare Grenzen erkannt und festgelegt werden.

Hochschule 2.0/Agile Hochschule

 
 
Dieses Wirkungsfeld stellt die Hochschule auf den Kopf. Es werden neue, interdisziplinäre, individualisierte, praxisnahe Hochschul-, Lehr- und Prüfungskonzepte entwickelt und getestet. Die unterschiedlichen Ansätze zeigen eine Hochschule, die sich neu erfindet und ausprobiert.

 

  • European New School of Digital Studies
    Europa-Universität Viadrina Frankfurt an der Oder
    Das Projekt beschäftigt sich mit der Umstellung disziplinärer Forschung und Lehre auf die Herausforderungen der digitalen Transformation, mit der Überwindung von hierarchischen Lernformaten durch projektbasierte und studierendenzentrierte Lehre sowie mit der Öffnung der Universität für gesellschaftliches Wissen durch enge Kooperation mit außerwissenschaftlichen Wissensträgern. Ziel des Aufbaus der ersten europäischen Fakultät – getragen von zwei Universitäten aus zwei Mitgliedstaaten der Europäischen Union – ist ein innovatives Studienprogramm, dass studierendenzentrierte Lehre umsetzt.
     
  • Agile Hochschulorganisation
    Universität Rostock
    Universitäten sind komplexe Systeme mit klarem gesellschaftlichem Auftrag und gleichzeitig vielfältig, bunt und manchmal chaotisch. Für die Hochschulorganisation gibt es eine Vielzahl von Rechtsgrundlagen. Gleichzeitig gilt das Prinzip der Freiheit von Forschung und Lehre. Um in einer zunehmend komplexen Welt weiterhin zu bestehen, muss sich Hochschule als System transformieren. Das Projekt hat begonnen, unabhängig von Hierarchien agil zusammenzuarbeiten, um die Strukturen und Abläufe in der Universität gemeinsam kontinuierlich zu verbessern.
     
  • Prüfung hoch III. Didaktik – Technik – Vernetzung
    Projektzusammenschluss unter Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Lern-Innovation), der RWTH Aachen (IT Center), des Karlsruher Instituts für Technologie, des Hochschulnetzwerks Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW) sowie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
    Das Potenzial digitaler Prüfungen ist an Hochschulen didaktisch, technisch und bildungspolitisch noch nicht erschlossen. Diese Ebenen agieren bislang tendenziell abgekoppelt voneinander, so dass Prüfungen nicht multiperspektivisch betrachtet wurden. Es bedarf eines Wandels in der Wahrnehmung und Realisierung von Prüfungen im Sinne des studentischen Lernprozesses. Gemeinsam eröffnet das Projekt eine ganzheitliche Sicht auf Prüfungen und widmet sich den Fragen: Wie konzipiere ich Prüfungen? Wo stehen sie im Lernprozess inhaltlich und strukturell? Wie können Prüfungen technisch innovativ, sicher und nutzungsfreundlich umgesetzt werden?

Innovation Hubs

 
Viele Herausforderungen lassen sich nur über das Aufbrechen von Silos
und durch die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft lösen, in regionalen Clustern oder auf digitalen Plattformen. Durch die Zusammenarbeit und durch das offene Teilen von Wissen lassen sich wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen durch Innovationen lösen und ganzheitliche Ansätze finden.

 

  • Silicon Vilstal
    Silicon Vilstal gUG
    Das Projekt adressiert eine Konstellation von Handlungsfeldern, die ländliche Räume oft besonders stark betreffen: anwenderorientierte Digitalisierung, MINT-Bildung, umweltschonende Mobilität, Social Entrepreneurship und Vernetzung vorhandener Akteure. Diese fließen zusammen im Projekt Ortsmitte 2.0, das sich dem Bedeutungsverlust ländlicher Ortsmitten für Versorgung und sozialen Austausch widmet. In einem nächsten Schritt soll ein ländliches Social Innovation Hub entwickelt werden, das auf dem Netzwerk und den bisherigen Aktivitäten aufbaut.
     
  • Creativ Lab – Transferbedingungen und Potenziale
    Universität Duisburg-Essen/IOS/UNIAKTIV
    Studierende und gesellschaftliches Engagement brauchen situativ übertragbare Ansätze und Vorgehensweisen, um die noch unbekannten Herausforderungen des zukünftigen Zusammenlebens zu lösen. Design Thinking als geeignete Kompetenz wird vielfach nur im disziplinären Silo vermittelt. Das Creative Lab (kooperativ Unis Duisburg-Essen und Bochum) fördert überfachliche Future Skills, gesellschaftliches Engagement und Zusammenarbeit. Interdisziplinäre Studierenden-Teams bearbeiten regionale "wicked problems" der Zivilgesellschaft. NPOs und NGOs sind aktiv eingebunden.
     
  • xRegions
    FH Münster
    Die internationale Kooperation ist für fast alle Hochschulen der Welt eine Selbstverständlichkeit. Die Zusammenarbeit bietet enorme Chancen für eine systemische Wirkung in der Gesellschaft. Bisher ist diese Kooperation aber in erster Linie auf die Bereiche "Bildung" und "Forschung" beschränkt. Mit xRegions soll eine Antwort darauf gegeben werden, wie Innovationsorte in Zukunft regional und international vernetzt gestaltet werden können. Zusammen mit langjährigen Hochschulpartnern will das Projekt Innovationsaktivitäten internationalisieren, das volle Potenzial der Kooperationen für die Third Mission aufschließen und es für Unternehmen, Start-ups und soziale Einrichtungen nutzbar machen.
     
  • Berlin Ethics Lab für verantwortliche KI und verantwortliche Mensch-Maschine-Interaktion (BELab) – Zukunftstechnologien partizipativ gestalten
    TU Berlin
    Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Mensch-Maschine-Interaktionen (MMI) verändern unsere Gesellschaften. Um diese Veränderung entsprechend gesellschaftlicher Werte wünschenswert zu gestalten, müssen Technologieentwicklung und ethische Reflexion gesellschaftlicher Folgen und Anforderungen zusammengedacht und zusammengebracht werden. Das Projekt unterstützt Entwicklerinnen und Entwickler darin, die Reflexion von ethischen Fragen, Zukunftsvisionen und Implikationen gestaltend in den Entwicklungsprozess zu integrieren – und erweitert die Perspektiven durch Co-Design-Prozesse mit "Betroffenen". Dazu entwickelt es Tools, bietet personelle Unterstützung und erarbeitet Multiplikatoren-Trainings. So kann Tech verantwortlich gestaltet werden.

Kooperationen Wissenschaft – Wirtschaft

 
 
Unternehmen, aber auch ihre wissenschaftlichen Partner profitieren von dem wechselseitigen Transfer neuer Ideen, Wissen und dem gegenseitigen Austausch. Ob Handwerkskammer, Start-up oder mittelständisches Unternehmen: Bei den Projekten in diesem Wirkungsfeld werden innovative Formen der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und weiteren Partnern entwickelt und getestet.

 

  • MESSIAS – Methode zur Entwicklung von Smart-Service-Innovationen Spezifisch für den Produzierenden Mittelstand
    Universität Bayreuth, Professur für Wirtschaftsinformatik und Wertorientiertes Prozessmanagement
    Durch den Fortschritt der Digitalisierung braut sich ein Sturm über produzierenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zusammen. Produkte alleine reichen nicht mehr aus, Kundinnen und Kunden glücklich zu machen, denn Smart Services (= physische Produkte + digitaler Service) sind keine Utopie mehr. KMU fehlt es an Methodenwissen für die systematische Entwicklung digitaler Innovationen, die sich von traditionellen Innovationen unterscheiden. Mit der frei zugänglichen MESSIAS-Methode möchte das Projekt einen Beitrag zur Sicherung der Innovationsfähigkeit des Mittelstands leisten. Als eine Art Kochrezept gelingen mit MESSIAS in vier Schritten (Ideen generieren, verknüpfen, bewerten, umsetzen) Smart-Service-Innovationen. MESSIAS ist wissenschaftlich fundiert, wird eng mit der Zielgruppe entwickelt und soll sich über Innovationsprojekte refinanzieren.
     
  • Ideenwerkstatt "Handwerk trifft Startup"
    Handwerkskammer Berlin
    Das Handwerk steht mit der Digitalisierung vor enormen Herausforderungen, sich an die Entwicklung anzupassen. Start-ups drängen in bisher dem Handwerk vorbehaltene Gebiete vor. Wissenschaftlichen Ausgründungen fehlt oft der praktische Bezug zum handwerklichen Anwender. Lösungen gehen am Bedarf vorbei beziehungweise Anwenderbedarf kann von Start-ups wegen Verständnisproblemen nicht adäquat gedeckt werden. Die Ideenwerkstatt schlägt die Brücke zwischen Handwerk und Start-ups, indem gemeinsam Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Die Zusammenarbeit ermöglicht Wissens- und Kompetenztransfer und Zugang zu technischer Infrastruktur, wie es in klassischen Weiterbildungskursen nicht adäquat vermittelt werden kann. Zusätzlich entsteht ein sich gegenseitig ergänzendes Netzwerk.
     
  • Datenbank Katastrophenschutz – Voneinander Lernen
    Hochschule Magdeburg-Stendal
    In Deutschland existieren viele verschiedene Einrichtungen und Institutionen, die bei der Gefahrenabwehr, im Bevölkerungsschutz und in der Katastrophenvorsorge mitwirken. Hierbei fehlt es jedoch an einer sinnvollen Vernetzung. Am Anfang des Projektes wird ein Netzwerk aufgebaut, an dem verschiedene Institutionen und Einrichtungen partizipieren. Der Inhalt der Katastrophenschutzdatenbank ergibt sich aus dem Bedarf, welcher mit Beteiligung des Netzwerks herausgearbeitet wird. Begleitend zu der Entwicklung eines Datenbank-Prototypen wird ein Konzept erarbeitet, wie Wissen und Erfahrungen ausgetauscht und bewahrt werden können.
     
  • Innovation Campus
    Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen (FIF) an der Zeppelin Universität gGmbH
    Angesichts von sich rasant verändernden Umfeldbedingungen wird es für Organisationen immer wichtiger, sich an ständig wandelnde Rahmenbedingungen anzupassen. Im Sinne eines Co-Creation-Ansatzes wird ein Ökosystem aus einer Bildungs- und Vernetzungsplattform entwickelt. Der Campus ist eine Andockstelle für unterschiedlichste Stakeholder aus Wissenschaft und Praxis mit dem Ziel, Innovationen greifbar und umsetzbar zu machen. Im Fokus steht die Vermittlung von Zukunftskompetenzen durch Bildung und Kollaboration über Unternehmensgrenzen hinweg. Hiermit soll auch die Zukunftsfähigkeit des Mittelstandes gesichert werden. 

Künstliche Intelligenz, Robotik, VR und AR

 
 
Neue Technologien bieten vielfältige Möglichkeiten, das Lernen und Lehren zu unterstützen. In diesem Wirkungsfeld geht es um Automatisierung und Vereinfachung von Lernprozessen und um unterschiedliche Lernumgebungen, die ein Lernen im virtuellen Raum ermöglichen.

 

 

  • Physikunterricht 4.0 – Virtual-Reality-Experimente
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    Im naturwissenschaftlichen Unterricht fördert Experimentieren vielfältige Schlüsselkompetenzen und motiviert zukünftige Fachkräfte für MINT. Während des Fernunterrichts der Corona-Pandemie war und ist das Experimentieren jedoch nicht möglich. Aber auch im Präsenzunterricht ist die Praxis des Experimentierens teilweise eingeschränkt. Das Projekt ermöglicht es Schülern mithilfe digitaler Medien, den Experimentierprozess neu zu erleben. Es handelt sich um sehr realitätsnahe Simulationen mit ausgeklügeltem, didaktischem Konzept. Es bietet einen großen Mehrwert für einen zukunftsweisenden naturwissenschaftlichen Unterricht und zur Fachkräftesicherung.
     
  • 360° Bildung
    Bauhaus-Universität Weimar
    360°-Technologien sorgen für nachhaltige Lernerfahrungen und bieten niedrige technische Eingangshürden. Aus Sicht der Hochschulbildung besteht großer Bedarf, Studierenden Praxiswissen zu vermitteln, das sie bisher während ihres Studiums nur bedingt erlernen können. Ziel des Projektes ist es, einen niedrigschwelligen Einstieg in hochwertige digitale Lernszenarien für die Hochschullehre zu erreichen. Mithilfe der breit verfügbaren 360°-Technologie digitalisiert und virtualisiert das Projekt Exkursionen und Infrastrukturprojekte, wie zum Beispiel Klär- oder Wasserwerke, und bereitet die Inhalte didaktisch auf, um sie in der Lehre einzusetzen.

Lehrinnovationen in der Hochschule

 
 
Wie kann Wissen am besten an Studierende vermittelt werden, so dass es praxisnah, interessant und frei zugänglich ist? Diese Frage steht im Fokus dieses Wirkungsfeldes. Digitale Tools sind eine wichtige Antwort, aber nicht die einzige.

 

  • SEA:certificate future skills
    Social Entrepreneurship Akademie am Strascheg Center für Entrepreneurship gGmbH
    Die Komplexität der Krisen nimmt zu und erfasst nahezu alle Bereiche: Klima, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Demokratieentwicklung, Gesundheitssystem, Digitalisierung und vieles mehr. Klassische Problemlösungsansätze reichen bei weitem nicht mehr aus. Das Projekt bildet Menschen aus, Verantwortung zu übernehmen und gesellschaftliche Herausforderungen mit unternehmerischem Denken und Handeln zu begegnen und Lösungen zu entwickeln. Dazu bietet es interdisziplinäre, fakultäts- und hochschulübergreifende Blended-Learning- sowie On-/Offline-Lernangebote für Studierende und Young Professionals an und bildet Dozenten aus.
     
  • Institut für inklusive Bildung
    Institut für Inklusive Bildung gGmbH
    Menschen mit und ohne Behinderungen kommen kaum miteinander in Kontakt. Im Zuge wachsender Inklusionsansprüche sind vor allem Menschen, die beruflich mit anderen Menschen arbeiten, gefordert, eine professionelle Beziehung zu gestalten. Doch selbst engagierte Lehr-, Fach und Führungskräfte fühlen sich oft unsicher, unwissend oder unerfahren im Umgang mit Menschen mit Behinderungen. Das Projekt hat einen Weg gefunden, um Menschen mit Behinderungen beruflich zu qualifizieren, ihnen eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anzubieten und die bislang defizitäre Betrachtung von Menschen mit Behinderungen zu einer kompetenzorientierten Betrachtung zu verändern. Es schafft einen Austausch auf Augenhöhe, der die Barrieren in den Köpfen überwindet.

Medizin/Pflege und psychische Gesundheit

 
 
Medizin, Pflege und Gesundheit sind dabei, sich neu zu erfinden, sei es durch sicheres Rechnen in der Universitätsmedizin, durch Räume, in denen Assisted Living erprobt und erforscht werden kann, oder im Umgang mit psychischen Belastungen.

 

 

  • krisenchat.de: 24/7 psychosoziale Beratung für Kinder und junge Erwachsene
    krisenchat gUG
    Das Online-Portal krisenchat.de hilft jungen Menschen mit all ihren Problemen – über Themen wie sexuelle Belästigung, selbstverletzendes Verhalten oder Erwartungsdruck. Kinder und junge Erwachsenen können sich direkt per WhatsApp oder SMS melden, niedrigschwellig und zeitgemäß.
     
  • Federate Secure Computing
    Klinikum der Universität München
    Daten sind der Treibstoff der Industrie 4.0. Unternehmen, Politik und Gesellschaft sind auf Daten angewiesen, um informierte Entscheidungen treffen zu können. Andererseits kann, darf oder will man Daten oftmals nicht teilen. 61 Prozent aller Europäischen Unternehmen tauschen noch überhaupt keine Daten aus. Der Hauptgrund dafür sind Bedenken wegen Datenschutz und Sicherheit. Sicheres verteiltes Rechnen ermöglicht es einer Anzahl von Dateneignerinnen und Dateneignern, gemeinsam aus ihren verteilten Daten zu rechnen, ohne diese austauschen zu müssen. So bleiben die Daten im Gewahrsam und in der Kontrolle ihrer Eignerinnen und Eigner, und dennoch wird Kollaboration möglich, Vertrauen, Zustimmung und Privacy bleiben gewahrt.

MINT-Bildung

 
 
Innerhalb des Wirkungsfeldes werden neue Schulkonzepte und innovative Ansätze für Schülerinnen und Schüler erarbeitet. Der Fokus liegt dabei vor allem in der Vermittlung von MINT-Fähigkeiten.

 

  • Digitale Fertigung – Vom Was zum Wie
    Stiftung Zukunftswerkstatt Buchholz
    Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Milieus haben vielfach in der Schule weniger Erfolgserlebnisse und bauen kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten auf. Das Planen und Umsetzen eigener Zielstellungen macht ihnen deutlich, dass sie selbst etwas erreichen können, wenn sie sich die notwendige Unterstützung holen. Diese Erfahrung der Selbstwirksamkeit stärkt das Selbstvertrauen. Das Projekt will Jugendlichen die Grundlagen der digitalen Fertigung nahebringen. Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Milieus werden in ihren Jugendzentren, ihrem zweiten Zuhause, angesprochen. Durch Aufstellung von 3D-Druckern und Ähnlichem in Jugendzentren wird ein zwangloses Begegnen mit MINT-Themen ermöglicht.
     
  • technika | Die Karlsruher Technik-Initiative
    CyberForum e.V.
    In Schulen wurde in der Vergangenheit nur wenig für das I und das T in MINT getan. Früher gab es in den Kinderzimmern Baukästen, Modelleisenbahnen oder Metallbaukästen. Technik konnte mit dem Großvater erlebt werden, wenn er ein Haushaltsgerät zum Reparieren aufgeschraubt hat. Diese Zugänge zur Technik gibt es heutzutage nicht mehr. Wo sollen hier die Fachkräfte herkommen? Die Technik-AGs bieten Kindern Spielzeug, um sich selbstgesteuert mit dem Thema Technik zu befassen. Sie entwickeln Spaß am Tüfteln und Ausprobieren. Mit steigender Erfahrung werden die eigenen Projekte komplexer und technisch anspruchsvoller. Schon früh werden die Kinder mit Controllern an Softwareentwicklung und Projektmanagement herangeführt. Teamwork und Präsentieren sind Kollaterallearnings.
     
  • phyphox
    RWTH Aachen, II. Physikalisches Institut A
    Ein solides naturwissenschaftliches Grundverständnis spielt in unserer hochtechnisierten Welt eine immer wichtigere Rolle. Das Erlernen naturwissenschaftlicher Methoden, die Beherrschung digitaler Messinstrumente und der kritische Umgang mit Daten verbinden sich in idealer Weise in der eigenständigen Durchführung von Experimenten und der Analyse und kritischen Bewertung der gewonnenen Resultate. Mit der App phyphox können Lernende Experimente mit dem eigenen Smartphone durchführen, so dass dem naturwissenschaftlichen und technischen Lernen eine völlig neue Perspektive eröffnet wird.
     
  • Der Klimawandel – verstehen und handeln
    LMU München, Fakultät für Physik
    Das für junge Menschen hochaktuelle Thema Klimawandel wird bisher zu wenig im MINT-Unterricht behandelt. Meist ist er sehr akademisch aufgebaut, oft fehlen die für Schülerinnen und Schüler relevanten Inhalte und Lebensbezüge, die für die Sinngebung wichtig sind. Über das Projekt und mit dem entwickelten Klimakoffer können Schülergruppen die wissenschaftlichen Hintergründe, Auswirkungen und den MINT-Charakter des Klimawandels experimentell erkunden. Sie werden motiviert, über gemeinsame Projekte an effektiven Lösungen zu arbeiten. Dabei übernehmen sie selbst Verantwortung, lernen Handlungsmöglichkeiten kennen und erfahren Selbstwirksamkeit.

Personalentwicklung und Generationenwechsel

 
 
Unterstützung und Begleitung beim Übergang von einer beruflichen Station zur nächsten steht bei diesem Wirkungsfeld im Mittelpunkt – sei es die Entwicklung von (weiblichen) Führungskräften, die Unterstützung beim Übergang von der Wissenschaft in Unternehmen, die Ausbildung von internen Innovationstreiberinnen und -treibern oder bei neuen Herausforderungen nach der beruflichen Karriere.

 

  • eDOCation – Building the bridge between young scholars and practitioners
    Universität zu Köln
    Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Häufig scheitert jedoch der Transfer aktuellen Wissens von den Hochschulen in die Praxis. Doktorandinnen, Doktoranden und PostDocs, die deutlich weniger Sichtbarkeit als ihre betreuenden Professorinnen und Professoren haben, werden seltener für Schulungen nachgefragt. Bislang war Management Education in der Regel etablierten Professorinnen und Professoren vorbehalten. Dabei sind Nachwuchsforscherinnen und -forscher häufig die treibenden Kräfte wissenschaftlicher Erkenntnisse. eDOCation ist die erste Online-Plattform, über die Firmen akademische Schulungsleistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern buchen können. Sie ermöglicht somit einen Wissenstransfer und trägt zur Third Mission bei.
     
  • Fella – Female Leadership im ländlichen Raum
    Femtec e.V., Frankfurt am Main
    Weibliche Führungskräfte sind immer noch in der Unterzahl. Frauen, die im ländlichen Raum leben und eine Führungsposition haben oder ausführen möchten, haben fast keine Möglichkeit, vor Ort an einem Karrierenetzwerk teilzunehmen. Gleiches gilt für moderne Leadership- und Innovations-Modelle wie Design Thinking, die außerhalb von Metropolen selten Anwendung finden. Das Projekt kuratiert und begleitet Circles im lokalen Raum außerhalb von Metropolen für erwachsene und erfahrene Frauen sowie für Schülerinnen, die am Anfang ihres Berufsweges sind. Ein starkes lokales Netzwerk wird aufgebaut, Lernen und Anwendung innovativer Methoden im geschützten Raum wird ermöglicht. Dies übt einen positiven Einfluss auf die eigene (berufliche) Umgebung und die Gesellschaft aus.

Schule 2.0/Anders Lernen

 

 
Digitale Klassenfahrten, Projektwochen, Kompetenzvermittlung, der Umgang mit Finanzen oder das Lesen von Bildern: Dieses Wirkungsfeld versammelt Projekte, die das Lernen spannend machen, ganz unterschiedliche Ansätze ausprobieren und in ihrer Gesamtheit auf eine umfassende Bildung in der Schule zielen.

 

  • FREI DAY
    Initiative Schule im Aufbruch, Berlin
    Die Welt verändert sich rasant, und Schule hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler auf diese Welt vorzubereiten. Lernen, die Welt zu verändern – so definiert die UNESCO das Ziel von Bildung. Schülerinnen und Schüler sollen zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern unserer Welt werden, die Handlungsmut haben und Verantwortung übernehmen. Dafür braucht es Veränderung in Schulen und neue Lernformate. FREI DAY ist ein offenes Projekt-Lernformat mit mindestens vier Stunden an einem Tag der Woche, in dem Schülerinnen und Schüler im Team Projektideen entwickeln und umsetzen können. Sie arbeiten jahrgangsübergreifend ohne Zeitbegrenzung an konkreten Zukunftsfragen und übernehmen so Verantwortung für sich, andere und den Planeten.
     
  • Pacemaker Initiative – Digitale Klassenfahrt
    Education Y, Düsseldorf
    Digitalisierung verstärkt nachweislich die Bildungsungerechtigkeit in Deutschland. Dies zeigte sich vor allem im Pandemie-Jahr, weil viele Schülerinnen und Schüler aus strukturschwachen Einzugsgebieten aufgrund von fehlender Technik und oder Kompetenz keinen Zugang zu Bildung von zuhause hatten. Dabei brauchen auch Lehrkräfte eine verstärkte Unterstützung bei dem Erwerb neuer digitaler Kompetenzen. Mit der digitalen Klassenfahrt wurde ein Angebot geschaffen, dass den Erwerb von Medienkompetenzen für alle Schulformen möglich macht – egal ob in Präsenz oder Distanz. Das Projekt begleitet Lehrkräfte bei einer virtuellen Reise und lässt die Klasse zusammenwachsen. Dies ermöglicht eine nachhaltige Veränderung von Schulen, um Bildungsungerechtigkeit langfristig zu verringern.
     
  • 21future
    21future, München
    Kompetenzen wie Selbstverantwortung und Neugier, kombiniert mit digitaler Mündigkeit, sind für die Zukunft wichtiger denn je. Leider adressiert das Bildungssystem diesen Bedarf nur bedingt. Seit 2017 vermittelt 21future Schülerinnen und Schülern mithilfe von einwöchigen Präsenz-Lernreisen solche Kompetenzen. Um mehr Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu unterstützen, möchte das Projekt digital unterstützte Lernreisen entwickeln. Diese digitale Lernreise baut – in 5x2 Unterrichtsstunden – auf den bereits erprobten Etappen der Präsenzlernreise auf: 1. Wahl einer Herausforderung; 2. Erarbeitung eines Lösungsvorschlags; 3. Erstellung eines Videos oder Ähnlichem; 4. Präsentation. Hierbei stehen die Themen Klima und Gesundheit im Mittelpunkt. Demnächst sind bis zu 20 Lernreisen an Schulen in ganz Deutschland geplant.
     
  • Studieren für die Zukunft: selbst- und weltwirksam
    Zusammenschluss der Projekte "Team Academy" (Bremerhaven), "World Citizen School" (Alliance e.V., Tübingen) und "Hochschule der Zukunft" (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)
    An Hochschulen mangelt es an Lernangeboten, die Studierende dabei unterstützen, durch ihr Handeln reale Verantwortung für die eigenen Lernprozesse, Lerninhalte und Lerngegenstände sowie in der Gesellschaft und für zukünftige Generationen wahrzunehmen. In dem Projekt entwickeln und erproben interessierte Lehrende und Studierende unterschiedlicher Hochschulen und Fächer Formate, Module etc. für selbstbestimmtes Lernen in Gemeinschaft. Die Akteurinnen und Akteure bilden eine bundesweite Lerngemeinschaft, die durch einen organisierten, moderierten Prozess à la "Wirkung hoch 100" verbunden ist. Eine digitale Plattform sammelt validierte Lernarrangements zur freien Weiternutzung.

 

 
Für die erste Förderphase hatte der Beirat aus mehr als 500 Bewerbungen 100 Projekte ausgewählt.

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