Grenzen und Chancen der Offenheit?

18.10.2022 - Berlin

Was Technologiesouveränität und Geopolitik für Innovation in Forschung und Technologie bedeuten

Eine offene Welt, in der Daten und Wissen frei fließen können und für Innovationen nutzbar gemacht werden – wie wichtig das ist, hat die Corona-Pandemie gezeigt. Immer wieder wird auf die gesellschaftliche, ökonomische und politische Bedeutung von offenem Wissen, offenen Daten und offenem Code verwiesen. Gleichzeitig erleben wir eine Rückkehr der Geopolitik im Bereich von Forschung und Technologie. Ob E-Mobilität, 5G oder neue Impfstoffe; immer grundsätzlicher werden die Grenzen der Kooperation ausgelotet, wird auf die Bedrohung digitaler öffentlicher Infrastrukturen in geopolitischen Konflikten hingewiesen. Der Begriff der Technologiesouveränität wird ins Feld geführt: auch in Europa sollen eigene Technologien und digitale kritische Infrastrukturen entwickelt werden.

Welchen Einfluss haben diese Debatten auf die Forderung nach freiem Zugang zu Technologien, Daten und Wissen? Welche Grenzen der Offenheit in Wissenschaft und Technologie gibt es? Was heißt das für die Regulierung großer gemeinschaftlich betriebener digitaler Infrastrukturen? Bislang werden die Debatten um die Offenheit und Technologiesouveränität weitgehend getrennt voneinander geführt, so als könnte Souveränität nicht auch Freiheit und Mobilität kosten.

Diese vom Stifterverband, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung und dem Center for Open and Responsible Research der Berlin University Alliance organisierte Veranstaltung hat sich damit beschäftigt, was das Streben nach Technologiesouveränität für Offenheit in Forschung und Technologie bedeuten, welche Grenzen der Offenheit es gibt und wie fördernde Rahmenbedingungen produktiv gestaltet werden können. Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Industrie diskutierten, welche Herausforderungen geopolitische Spannungen für Forschung und Technologie bereithalten und wie sie gegebenenfalls Innovationspotenziale einschränken können.

Folgende Fragen haben die Diskussion geleitet:

  • Wie viel Offenheit braucht es für Forschung und Innovation?
  • Was sind Gefahren und Grenzen von Offenheit?
  • Wie kann Offenheit in Technologie und Wissenschaft – auch im Zeitalter zunehmender geopolitischer Spannungen – aufrechterhalten werden? 
  • Und welche politischen Rahmenbedingungen braucht es dafür?

18. Oktober 2022
14:00 bis 16:00 Uhr

Quadriga Forum
Werderscher Markt 13
10117 Berlin

Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher
Foto: Bernd Wannenmacher

 
13.30 Uhr
Ankommen
 

14:00 Uhr
Begrüßung
 
Input

Tyson Barker, Leiter Technologie und Außenpolitik, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)
 

14:20 Uhr
Paneldiskussion
Dr. Thomas Koenen, Leiter der Abteilung Digitalisierung und Innovation, BDI e.V.
Dr. Henriette Litta, Geschäftsführerin der Open Knowledge Foundation Deutschland
Prof. Dr. Thomas Schröder, IKZ, Sprecher des Leibniz-Strategieforums Technologische Souveränität
 

16:00 Uhr
Ausklang
 

Die Ergebnisse der Diskussionsveranstaltung werden dokumentiert und veröffentlicht.

Kontakt

Ansprechpartnerin für inhaltliche Fragen:

Marte Sybil Kessler

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Innovation, Transfer und Kooperation".

T 0172 6758333

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