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Das Produktivitätsparadox aus innovationsökonomischer Perspektive

29.01.2018 - 30.01.2018 - Berlin

Diagnose, Ursachen und Therapieansätze

In Deutschland ist seit etwa 2000 eine Abnahme der Forschungsproduktivität, der Anzahl der technologieorientierten Gründungen und der Innovatorenquote zu beobachten. Diese Entwicklung deutet auf einen Rückgang der Bereitschaft zu Innovationsaktivitäten und des ökonomischen Erfolgs von Forschung, Entwicklung und Innovation.

Vor diesem Hintergrund veranstalten die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbands und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), einen Workshop in dessen Mittelpunkt Diagnose, Ursachenanalyse sowie innovations- und wirtschaftspolitische Therapieansätze stehen.

Ziel soll es ferner sein mit Akteuren aus relevanten Bereichen der Forschung, der Praxis und der Politik die daraus abzuleitenden forschungs- und innovationspolitischen Notwendigkeiten sowie Handlungsoptionen zu diskutieren. Der Workshop umfasst fünf Panels mit den Themenschwerpunkten "Rückgang des Produktivitätswachstums – Diagnose und Ursachensuche", "Nachlassende Innovationsdynamik im Unternehmenssektor", "Digitalisierung, Innovation und Produktivität", "Herausforderungen für die Innovationspolitik" und "Innovationspolitische Handlungsstränge". Impulsreferate verschiedener Expertenbeiträge werden den Hintergrund für die anschließenden Diskussionen umreißen.

29./30. Januar 2018
Allianz Forum
Pariser Platz 6 10117 Berlin

Die Veranstaltung ist ausgebucht.
Anmeldungen können nicht mehr angenommen werden.

29. Januar 2018

13:30 Uhr
Akkreditierung und Empfang
 

13:50 Uhr
Begrüßung
Gero Stenke (Stifterverband)
 

14:00 Uhr
Panel 1: Weltweit nachlassendes Wachstum der Produktivität – Messung, Diagnose und Lösungsansätze
Eckhard Bode (IfW Kiel): Produktivitätsentwicklung in Deutschland: sektorale Zugmaschine, internationaler Vergleich und statistische Messprobleme
Dalia Marin (LMU München): Internationaler Handel als Produktivitätstreiber, internationale Wertschöpfungskette: Globale Verteilung der Arbeit von multinationalen Unternehmen
Reint Gropp (IWH Halle): Nachlassende Produktivitätsdynamik zwischen Nachwirkung der Finanzkrise und unzureichender Finanzierung von Wachstumstreibern
Johannes Gernandt (VDMA): Produktivitätswachstumsrückgang im Maschinenbau – Statistisches Artefakt oder Folge internationaler Arbeitsteilung und Adaptionsbarrieren neuer technologischer Potentiale?
Moderation: Monika Schnitzer (LMU München & EFI)
 

15:30 Uhr
Kaffeepause
 

16:00 Uhr
Panel 2: Zunehmende Konzentration der Innovationsaktivitäten – Messung, Diagnose und Erklärungsansätze
Christian Rammer (ZEW): Innovation im deutschen Mittelstand – Ist der Rückzug von Unternehmen aus der Innovationstätigkeit ein Messproblem?
Martin Wörter (ETH Zürich): Veränderung der Strukturen der Innovationstätigkeit – Erfahrungen aus der Schweiz
Carolin Häussler (Universität Passau): Junge Unternehmen als Triebkräfte des disruptiven Wandels
Pierre Mohnen (Universität Maastricht): Nachlassende Ertragsrate von Forschung und Entwicklung? – Evidenz, Indikatorik und Erklärungsansätze
Moderation: Alexander Gerybadze (Universität Hohenheim)
 

17:30 Uhr
Ausklang mit Dinner im Allianz Forum

 

30. Januar 2018

9:00 Uhr
Panel 3: Digitalisierung, Innovation und Produktivität – Messung und Befunde
Tobias Weber (Kantar TNS München): Messung der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich
Oliver Koppel (IW Köln): Rückstand Deutschlands in der Digitalisierung im Spiegel der Patentstatistik
Irene Bertschek (ZEW): Krisen-Resilienz durch Digitalisierung?
Andreas Pyka (Universität Hohenheim): Neue technologische Möglichkeiten und neue Formen des Wirtschaftens
Moderation: Guido Bünstorf (Universität Kassel)
 

10:30 Uhr
Kaffeepause
 

11:00 Uhr
Panel 4: Globale und regionale Disparitäten – Messung, Befunde und innovationspolitische Relevanz
Jutta Günther (Universität Bremen): Regionale Disparitäten als Herausforderung für die empirische Forschung und die Innovationspolitik
Rainer Frietsch (Fraunhofer ISI Karlsruhe): „Made in China 2025“ - China als Innovationssupermacht? - Grenzen der Messbarkeit aktueller Globalisierungstrends
Dirk Meissner (National Research University Higher School of Economics, Moskau): Warum in Deutschland innovieren? – Wettbewerb internationaler Innovationsstandorte
Heike Belitz (DIW): Gewinnt oder verliert der Forschungsstandort Deutschland durch die Globalisierung?
Moderation: Uwe Cantner (Friedrich-Schiller-Universität Jena & EFI)
 

12:30 Uhr
Mittagspause mit Lunch im Allianz Forum
 

13:30 Uhr
Panel 5: Innovationspolitische Bewertungen
Ole Janssen (BMWi)
Carsten Wehmeyer (BDI)
Jakob Edler (Universität Manchester)
Engelbert Beyer (BMBF)
Moderation: Georg Licht (ZEW)
 

15:00 Uhr
Abschlussrunde
Moderation: Gero Stenke (Stifterverband)
 

16:00 Uhr
Kaffee & Drinks zum Ausklang

 

Hinweise zur Anreise

Stadtplan auf Openstreetmap

Die Deutsche Bahn bietet den Teilnehmern der Veranstaltungen des Stifterverbandes Sonderkonditionen für die Anreise mit der Bahn an.
Alle Details zu Preisen und Buchung

 

Kontakt

Ansprechpartnerin für organisatorische Fragen:

Josefine Diekhof
E-Mail senden

 

Wissenschaftliche Organisation

Prof. Uwe Cantner
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Expertenkommission Forschung und Innovation

Dr. Verena Eckl
Stifterverband

Prof. Dr. Alexander Gerybadze
Universität Hohenheim

Dr. Georg Licht
ZEW

Dr. Gero Stenke
Stifterverband