Alt text

Hochschulratsarbeit professionalisieren

15.03.2016 - Berlin

Was können wir von guten Beispielen aus dem In- und Ausland lernen?

Forum Hochschulräte – Kreis der Vorsitzenden

Mit Einführung größerer Autonomie kam an deutschen Hochschulen das Schlagwort der "Professionalisierung" auf: Die Hochschulleitungen und das Hochschulmanagement sollten professioneller werden, d.h. ihre Führungs- und Managementrollen kompetent ausfüllen. Die Etablierung von Hochschulräten hat diese Entwicklung unterstützt. Aufgrund von Faktoren wie Ehrenamtlichkeit der Tätigkeit, uneinheitlich zugewiesener Verantwortungsbereiche und unzureichender Strukturen für die Hochschulratsarbeit stellen sich Hochschulratsvorsitzende jedoch auch immer wieder die Frage, wie sie ihre eigene Arbeit professionalisieren können. 

Das Forum Hochschulräte – Kreis der Vorsitzenden – bot Gelegenheit für eine ausführliche Selbstevaluation: Welchen Stand haben deutsche Hochschulräte hinsichtlich ihres Professionalisierungsgrades? Wodurch ist dieser Stand bedingt? Was bedeutet die Professionalisierung von Hochschulräten konkret? Welche Handlungsspielräume und Dimensionen können ausgemacht werden? 

Um Anregungen für eine optimale Gestaltung der Arbeit des Hochschulrates zu erhalten, wurde ein vergleichender Blick ins Ausland geworfen: Was kann man von Hochschulräten jenseits der deutschen Grenzen lernen? Wo stehen deutsche Hochschulräte im internationalen Vergleich? Es wurden verschiedene Konzepte und Ideen vorgestellt, etwa in Bezug auf die strukturelle Verankerung, die Rollenwahrnehmung, die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle sowie externen Dienstleistern.

15. März 2016, 10:30 bis 17:00 Uhr
Deutsche Bank Forum
Unter den Linden 13/15 (Eingang Charlottenstraße 37/38), 10117 Berlin

Die Veranstaltung richtete sich ausschließlich an Vorsitzende von Hochschulräten und deren Stellvertreter.

10:30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär, Stifterverband, Essen
 

10:45 Uhr
Handlungsspielräume & Dimensionen der Professionalisierung von Hochschulräten
Prof. Dr. Frank Ziegele, Geschäftsführer, Centrum für Hochschulentwicklung, Gütersloh

 

Die Hochschulratsarbeit im Ausland – was können wir lernen?

11:00 Uhr
Die Hochschulratsarbeit im Ausland – Fallstudie Österreich
Prof. Dr. Marlis Dürkop-Leptihn, 1. stellvertretende Vorsitzende des Universitätsrates, Universität Wien
 

11:20 Uhr
Professionalization of Governing Boards in the UK – Development and Effective Tools
Prof. Stephanie Marshall, Chief Executive Officer, Higher Education Academy (UK)
 

11:40 Uhr
Plenumsdiskussion
Moderation am Vormittag: Prof. Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär, Stifterverband, Essen

 

12:15 Uhr
Mittagspause 

 

Dimensionen der Professionalisierung der Hochschulratsarbeit

13:00 Uhr
Podiumsgespräch zu den Austauschforen am Nachmittag
Dr. Volker Meyer-Guckel, Vorsitzender des Stiftungsrates, Leuphana Universität Lüneburg
Jürgen Schlegel, Vorsitzender des Hochschulrates, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Lothar Zechlin, stellvertretender Vorsitzender des Hochschulrates, Justus-Liebig-Universität Gießen
Moderation: Prof. Dr. Frank Ziegele, Geschäftsführer, Centrum für Hochschulentwicklung, Gütersloh

13:30 Uhr
Parallele Austauschforen 

Forum 1
Professionelle Kompetenzen: Verschiedene Perspektiven einbeziehen
Dr. Volker Meyer-Guckel, Vorsitzender des Stiftungsrates, Leuphana Universität Lüneburg

Forum 2
Professionelle Strukturen: Formalen Rahmen vereinbaren
Jürgen Schlegel, Vorsitzender des Hochschulrates, Ruhr-Universität Bochum

Forum 3
Professionelle Rollenwahrnehmung: Die eigene Arbeit reflektieren und effektiv gestalten
Prof. Dr. Lothar Zechlin, stellvertretender Vorsitzender des Hochschulrates, Justus-Liebig-Universität Gießen

 

15:00 Uhr
Kaffeepause

15:30 Uhr
Governance-Kodizes: Visionen und Ideen hin zu einem professionellen Hochschulrat
Dr. Annette Fugmann-Heesing, Vorsitzende des Hochschulrates, Universität Bielefeld
Plenumsdiskussion

17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung 
 

Das Forum Hochschulräte ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung.