Studienpioniere

Das Programm hat Fachhochschulen dabei unterstützt, mehr Menschen aus Familien ohne akademische Tradition mit und ohne Migrationshintergrund zur Aufnahme und zum Abschluss eines Hochschulstudiums zu motivieren, sie im Studienverlauf zu begleiten und ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Stiftung Mercator und Stifterverband haben Fachhochschulen angeregt, Konzepte für den Bildungserfolg von Studienpionieren zu entwickeln, d.h. für die erfolgreiche Rekrutierung, Einbindung und Begleitung von Studierenden aus Nicht-Akademiker-Familien an Fachhochschulen. Die Fachhochschulen mit den besten Konzepten haben jeweils bis zu 300.000 Euro erhalten, um damit die Stipendien für ihre Studienpioniere sowie eine Strukturförderung zu finanzieren.

"Wir brauchen Bildungsgerechtigkeit. Es sollte das Talent eines jungen Menschen darüber bestimmen, was er in der Zukunft machen kann."

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Studienpioniere: So gelingt der Bildungsaufstieg! – Ein Resümee des Förderprogramms

"Ich bin auf der Suche nach Talenten. In meinem Projekt 'Talentscouting' geht es darum, Schülerinnen und Schüler zu fördern, zu unterstützen und langfristig auch zu begleiten."

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Amal Abdirahman: Talentscouts finden Studienpioniere

"Da sind junge Menschen, die seit Jahren nicht gehört haben: Mensch, du kannst richtig was! Sie ermutigen und befähigen, den nächsten Schritt zu gehen, finde ich eine ehrenwerte Aufgabe."

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Bernd Kriegesmann: Studienpioniere verändern Hochschulen

 
Die folgenden zehn Hochschulen wurden für die Förderung ausgewählt:

Eine Jury hatte in einem zweistufigen Verfahren neun Fachhochschulen ausgewählt, die bei der Verwirklichung ihrer Konzepte mit jeweils 170.000 Euro unterstützt wurden. Zusätzlich bekamen die ausgewählten Hochschulen für eine Laufzeit von bis zu vier Jahren je 18 Stipendien in Höhe von monatlich 150 Euro pro Pionier. Diese konnten im Rahmen des Deutschlandstipendiums durch Bundesmittel auf 300 Euro aufgestockt werden. Die Förderphase lief von Ende 2013 bis Ende 2017. Das Programm hatte eine Laufzeit von bis zu vier Jahren. Die Bewilligung eines Teils der Mittel war an erfolgreiche Umsetzungsschritte geknüpft.

Neun Hochschulen hatten sich im öffentlichen Finale durchgesetzt. Die Westfälische Hochschule hatte in den Jahren zuvor Erfahrung im Aufbau von Studienangeboten gesammelt, die neue Studierendengruppen ansprechen, und wurde für diese Angebote bereits ausgezeichnet. Sie unterstützte die Konzeption des Wettbewerbs mit ihrer Expertise und nahm als zehnte Hochschule an dem Förderprogramm teil.

Abschlusskonferenz

Die Tagung "Bildungsaufstieg geschafft – und dann?" am 7. Dezember 2017 in Berlin schloss das Programm "Studienpioniere" ab. Auf der Veranstaltung ging es um die Frage, was Erstakademiker-Studierende erwartet, sobald der Bildungsaufstieg an die Hochschule geschafft ist. Gemeinsam mit den im Programm ausgezeichneten Fachhochschulen und ihren Studierenden wurde zudem auf die gemeinsame Zeit der Förderung zurückgeblickt und ein Fazit gezogen. Was waren die Erfolgsfaktoren der einzelnen Projekte und Maßnahmen? 
Mehr Info zur Veranstaltung

Am 7. Juli 2015 hatten die Stiftung Mercator und der Stifterverband in Bonn bereits eine Zwischenbilanz des Programms gezogen.

Foto: Dominik Asbach
Studienpioniere sind junge Leute, die als erste aus Nicht-Akademiker-Familien an eine Hochschule gehen

Programmpartner
Stiftung Mercator 

Programmförderer
Dieckell Stiftung 
OHB AG 
Stadtwerke Düsseldorf AG

Kontakt

Bettina Jorzik

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Lehre und akademischer Nachwuchs".

T 0201 8401-103
F 0201 8401-215

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Dr. Oliver Döhrmann

Projektmanager
Stiftung Mercator
T 0201 24522-820
F 0201 24522-8820 

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