Profil und Kooperation

Der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung haben in einem gemeinsamen Programm Exzellenzstrategien für kleine und mittlere Hochschulen gefördert.
(2007-2009)

Um flexibel auf die Anforderungen des Forschungsförderungs- und Bildungsmarktes sowie auf das wirtschaftliche Umfeld reagieren zu können, müssen kleine und mittlere Hochschulen Akzente setzen, Stärken ausbauen und mit einem charakteristischen Leistungsprofil um öffentliche und private Mittel werben. Das bedeutet aber auch, dass Teile von Einrichtungen, die sich auf Dauer nicht als leistungsstark erweisen, umstrukturiert, neu profiliert oder ggf. auch aufgegeben werden müssen.

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, Kompetenzen verschiedener Hochschulen zusammenzuführen und sich in Verbünden wechselseitig zu ergänzen. Ziel solcher Kooperationen und strategischen Schwerpunktsetzungen sollte es letztlich sein, eine eigene "Marke" zu schaffen, unverwechselbare Hochschulprofile in Forschung und Lehre herauszubilden, attraktive Studien- und Weiterbildungsangebote zu entwickeln, neue Forschungsperspektiven zu eröffnen und Ressourcen effektiver zu nutzen.

In einem mit insgesamt zwei Millionen Euro dotierten Wettbewerb wurden im Dezember 2007 fünf Hochschulen ausgewählt, um sie über zwei Jahre hinweg mit jeweils 400.000 Euro bei der Umsetzung ihrer Wettbewerbsstrategien zu fördern:

 

Leuphana Universität Lüneburg

  • Innovatives Studienmodell mit College, Graduate School und Professional School sowie unterschiedlichen Forschungszentren
  • Vorgeschaltetes, grundlegendes Leuphana-Semester zu wissenschaftlicher Verantwortung und Methoden – Tenor: Studium ist Auseinandersetzung mit Wissenschaft und keine Berufsausbildung
  • "Leuphana" entwickelt sich zur Bildungsmarke mit hohem Wiedererkennungswert
  • Langfristiger Entwicklungsplan der Universität mit externer Begleitung

Fachhochschule Kiel

  • Studienangebot für Berufstätige, die nach Bachelor und Praxisjahren einen Master-Abschluss anstreben, in enger Kooperation mit Unternehmen
  • Kooperation mit Schwesteruniversitäten im Ausland – Studiengänge werden gemeinsam entwickelt, Studienleistungen wechselseitig anerkannt, Studierende bei Auslandsaufenthalten organisatorisch unterstützt
  • Erfolgreiche Tochtergesellschaft für die Patentverwertung

Fachhochschule Nordhausen/Technische Universität Clausthal-Zellerfeld

  • Die beiden Hochschulen arbeiten als "Hochschulregion Harz" über die Landesgrenzen hinweg zusammen: in der gleichberechtigten Nutzung von Forschungsinfrastruktur, mit gemeinsamen Forschungsprojekten und einem gegenseitigen Angebot von Studienmodulen.
  • Lehr- und Forschungspläne werden auf Anforderungen der regionalen Wirtschaft abgestimmt.
  • Nebeneffekt der guten Kontakte zur Wirtschaft: überdurchschnittlich hohes Aufkommen an Drittmitteln

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

  • Profilbildung durch Kooperation mit Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Institutionen in der Region Nord-West, aber auch grenzüberschreitend mit der Universität Groningen
  • Zusammenarbeit soll in der Gründung einer Nowetas-Stiftung münden (Nowetas = Nord West Universitas)
  • Fonds soll Anschubfinanzierung für weitere Kooperationen in der Küstenregion ermöglichen

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

  • Klares Profil durch die intelligente Kooperation einer sehr kleinen Hochschule mit zum Teil erheblich größeren Partneruniversitäten
  • Studiengänge mit Partnerhochschulen aus dem In- und Ausland, in die die Hochschule ihre Kernkompetenz im Bereich der nachhaltigen Forstwirtschaft einbringt (zum Beispiel: Doppeldiplom mit der Larenstein University/Niederlande)

 

Kontakt

Ann-Katrin Schröder-Kralemann

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Hochschule und Wirtschaft".

T 0201 8401-140
F 0201 8401-215

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