Vom Arbeiterkind zum Doktor

Der Hürdenlauf auf dem Bildungsweg der Erststudierenden

Diskussionspapier

 

Dieses im Oktober 2021 veröffentlichte Diskussionspapier hat der Stifterverband im Rahmen seiner Bildungsinitiative "Zukunft machen" in Zusammenarbeit mit McKinsey & Company erstellt.

Wie bereits im Hochschul-Bildungs-Report 2017/18 wird hier detailliert analysiert, wie genau sich in Deutschland die Bildungswege von Nichtakademiker- und Akademikerkindern heute unterscheiden. Nichtakademikerkinder sind Personen, deren Eltern nicht studiert haben. Akademikerkinder sind Personen mit mindestens einem studierten Elternteil. Nicht für alle Qualifizierungsstufen im Bildungssystem sind Daten zu Über- und Abgängen differenziert nach dem Bildungshintergrund der Eltern verfügbar. Wie bei der vorhergehenden Analyse sind sozialgruppenspezifische Bildungsbeteiligungsquoten Ausgangspunkt der Auswertung. Datengrundlage und Berechnungslogik haben sich marginal verändert, ohne dass dadurch die Vergleichbarkeit leidet.

Bei der Berechnung der Verteilung von Promovierenden nach Bildungshintergrund wird beispielsweise auf das umfangreiche Datenangebot der National Academics Panel Study (Nacaps) zurückgegriffen. Um absolute Zahlen für Kinder und Jugendliche nach Bildungsherkunft der Eltern darstellen zu können, wurden Auswertungen des Mikrozensus durch das Statistische Bundesamt vorgenommen. Vergleiche beziehungsweise Änderungsraten des Bildungstrichters beziehen sich auf den vorherigen Bildungstrichter, der im Hochschul-Bildungs-Report 2017/18 publiziert wurde.
 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gute Nachrichten beim Thema Chancengerechtigkeit in Deutschland: Der Bildungstrichter weitet sich. Seit der letzten Querschnittsanalyse im Hochschul-Bildungs-Report 2017/18 hat sich die Beteiligung von Nichtakademikerkindern in allen Phasen des Bildungsweges verbessert.
  • Dies gilt insbesondere an Hochschulen: Haben Nichtakademikerkinder erst einmal ein Hochschulstudium aufgenommen, sind sie in vielen Fällen ähnlich erfolgreich wie Akademikerkinder.
  • Die positive Entwicklung ändert allerdings nichts an einem grundsätzlichen Trend: Die soziale Herkunft entscheidet noch immer maßgeblich über den Bildungserfolg eines Kindes. Nur 27 Prozent der Grundschülerinnen und -schüler aus einem Nichtakademikerhaushalt beginnen später ein Studium. Bei Akademikerkindern sind es 79 Prozent.
  • Die Folge: Der Anteil der Kinder aus Nichtakademikerhaushalten an allen Studierenden liegt bei nur 48 Prozent. An Schulen machen Nichtakademikerkinder aber 71 Prozent der Kinder aus.
  • Größte Hürden auf dem Bildungsweg sind der Übergang zu einer hochschulberechtigenden Schule und der darauffolgende Wechsel an eine Hochschule.
  • Die COVID-19-Pandemie könnte Bildungsungerechtigkeit verschärfen: unzureichende digitale Infrastruktur, reduzierte Lernzeiten, finanzielle Probleme.
  • Um die Chancengerechtigkeit in Deutschland zu erhöhen, gilt es vor allem, finanzielle und mentale Hürden sowie Informationsdefizite zu beseitigen. Finanzielle Hürden könnten durch eine umfassende BAföG-Reform abgebaut werden. Hochschulen sollten außerdem aktiver in die Schulen gehen, Talente ausfindig machen und unterstützen. Bereits erfolgreiche Initiativen wie Talent-Scouting-Programme sowie Buddy- und Tandemprogramme für Erstsemester könnten ausgebaut werden, um mentale Barrieren abzubauen.

 

Chancengerechtigkeit im Bildungstrichter

Die Herkunft entscheidet in Deutschland immer noch maßgeblich über den Bildungserfolg: Kinder aus Akademikerhaushalten überschreiten Bildungsschwellen auch heutzutage leichter als Kindern aus Nichtakademikerhaushalten. Dabei divergieren Bildungserfolge nicht auf allen Stufen des Bildungstrichters gleich stark. Die überproportionale Auslese von Nichtakademikerkindern findet beim Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule sowie beim Übergang auf die Hochschule statt.

Nur 46 Prozent aller Nichtakademikerkinder gehen auf eine Schule, die den Hochschulzugang ermöglicht. Bei den Akademikerkindern sind es 83 Prozent – die Wahrscheinlichkeit, dass ein Akademikerkind eine Schule besucht, die für die Hochschule qualifiziert, ist also beinahe doppelt so hoch.

Bildungstrichter: Anzahl der Grundschulkinder von 100 Grundschulkindern, die die nächste Bildungsstufe erreichen, sowie Übergangsquote und Änderungsrate seit der letzten Messung in Prozent, nach Bildungshintergrund der Eltern

Lesehilfe: 27 von 100 Nichtakademikerkindern beginnen mit einem Studium, elf von 100 Nichtakademikerkindern erwerben den Mastertitel, zwei den Doktortitel.
1 Gymnasium, integrierte Schulen, Förderschulen und berufliche Schulen, die Hochschulzugang ermöglichen
2 Nichtakademikerkinder bezieht sich auf sozioökonomischen Status niedrig; Akademikerkinder bezieht sich auf sozioökonomischen Status hoch; für jeden Schüler wird ein Index für den höchsten beruflichen Status der Familie gebildet; Index basiert auf Daten zu Einkommen und Bildungsniveau unterschiedlicher Berufe; gegenübergestellt werden 25 Prozent der Schüler mit höchsten Indexwerten (hoch) und 25 Prozent mit niedrigsten Indexwerten (niedrig); Datenstand 2016
3 Nichtakademikerkinder: kein Elternteil mit Hochschulabschluss; Akademikerkinder: mindestens ein Elternteil mit Hochschulabschluss, Datenstand 2019
Quelle: 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks; KOAB 2021; Nationaler Bildungsbericht 2020; Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2021; Statistisches Bundesamt; DZHW (NACAPS 2019) 

 
Die größte Selektion
findet nach wie vor beim Übergang von der weiterführenden Schule zur Hochschule statt. Obwohl sich die Übergangsquote von der weiterführenden Schule zur Hochschule bei den Nichtakademikerkindern seit der letzten Erhebung signifikant verbessert hat (+11 Prozentpunkte), liegt sie heute trotzdem bei nur 59 Prozent. Bei Akademikerkindern ist diese Quote mit 95 Prozent deutlich höher. Das Ergebnis: Lediglich 27 Prozent aller Nichtakademikerkinder immatrikulieren sich an einer Hochschule, dem stehen 79 Prozent aller Akademikerkinder gegenüber. Das führt dazu, dass zwar 71 Prozent der Grundschülerinnen und -schüler aus Nichtakademikerhaushalten kommen, ihr Anteil an Hochschulen aber nur 48 Prozent beträgt.

Ist der Schritt an die Hochschule geschafft, gleichen sich die Erfolgsquoten von Nichtakademikerkindern und Akademikerkindern allerdings deutlich an. 76 Prozent aller Nichtakademikerkinder, die sich an Hochschulen eingeschrieben haben, absolvieren das Bachelorstudium; ihnen stehen 82 Prozent aller eingeschriebenen Akademikerkinder gegenüber. Bei der Promotion besteht mittlerweile nur noch ein Unterschied von vier Prozentpunkten: Der Anteil aller Nichtakademikerkinder, die promovieren, hat sich auf zwei Prozent verdoppelt. Bei Akademikerkindern sind es sechs Prozent. Nichtakademikerkinder liegen beim Übergang zur Promotion mit einer Quote von 17 Prozent noch vor den Akademikerkindern. Das häufig bemühte Narrativ, dass Nichtakademikerkinder in den ersten Jahren an der Hochschule überfordert sind und dann das Studium abbrechen, wird durch die Datenlage also nur bedingt bestätigt.

Zahlreiche Verbesserungen in der Studieneingangsphase zeigen positive Effekte. Diese positive Entwicklung kann zumindest teilweise darauf zurückgeführt werden, dass die Hochschulen in Deutschland, unterstützt durch Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre, in den vergangenen Jahren zahlreiche Verbesserungen in der Studieneingangsphase implementiert haben. Heterogene Studienvoraussetzungen spielten dabei häufig eine wesentliche Rolle.

Die Auslese von Nichtakademikerkindern im Bildungstrichter: Repräsentative Darstellung der absoluten Anzahl von Akademiker- und Nichtakademikerkindern in den verschiedenen Bildungsabschnitten

 
So erfreulich die Entwicklung
seit der letzten Datenauswertung auch ist – die COVID-19-Pandemie droht die Erfolge der vergangenen Jahre wieder rückgängig zu machen. Nichtakademikerkinder sind stärker von unzureichender digitaler Infrastruktur, reduzierten Lernzeiten und zunehmenden Finanzierungsschwierigkeiten betroffen.

Die COVID-19-bedingte zeitweise Umstellung auf Homeschooling führte zu einer deutlichen Verringerung der Lernzeit von Schülerinnen und Schülern. Laut einer Studie des ifo Instituts halbierte sich die durchschnittliche tägliche Lernzeit von 7,4 auf 3,6 Stunden. Jugendliche hatten so signifikant mehr Zeit für passive Tätigkeiten wie Fernsehen, Computer- und Handyspielen oder die Beschäftigung mit sozialen Medien. Nichtakademikerkinder verbrachten eine Stunde mehr pro Tag mit diesen Tätigkeiten, was befürchten lässt, dass die COVID-19-Pandemie die Bildungsungleichheit in Deutschland verstärkt hat.

Auch im Hochschulalltag wurden Nichtakademikerkinder vor zusätzliche Herausforderungen gestellt. Viele Erststudierende haben wenige (beziehungsweise keine) Bezugspersonen, die studiert haben. Für sie ist die Interaktion mit anderen Studierenden und Lehrpersonal umso wichtiger. Eine Studie von Stifterverband und McKinsey aus dem Jahr 2020 hat gezeigt, dass es 69 Prozent der befragten Studierenden an sozialen Kontakten infolge der COVID-19-bedingten Online-Lehre mangelt – eine besondere Hürde für Nichtakademikerkinder, die im Hochschulalltag auf den Austausch mit erfahreneren Studierenden angewiesen sind. Dies führt in der Praxis oftmals zu Informationsdefiziten und mentalen Barrieren: Erststudierende verlieren den Anschluss und fühlen sich nicht zugehörig.

Neben den sozialen Herausforderungen müssen sich viele Erststudierende zudem mit der oft herausfordernden Finanzierung des Studiums auseinandersetzen. Nur 15 Prozent der jungen Menschen aus Arbeiterfamilien können sich bei der Studienfinanzierung gänzlich auf ihre Eltern verlassen. Ein Nebenjob ist für sie existenziell zur Abdeckung der Lebenshaltungskosten. 40 Prozent aller Studierenden haben durch COVID-19 jedoch ihren Nebenverdienst verloren – ein Umstand, der viele Erststudierende in eine unsichere Lage gebracht hat und durch staatliche Maßnahmen nicht komplett verhindert werden konnte.

 

Vier Hürden beim Übergang von Schule zur Hochschule

Der Übergang von der weiterführenden Schule zur Hochschule ist von zentraler Bedeutung für den Bildungserfolg von Nichtakademikerkindern. Um diesen Übergang weiter zu erleichtern, müssen vier Hürden überwunden werden:

  • Mentale Barrieren
    Weniger Erfahrungswerte im unmittelbaren Umfeld lassen die Herausforderungen des Studiums für Nichtakademikerkinder oftmals bedrohlicher wirken. Fehlende Rollenvorbilder führen dazu, dass sich Nichtakademikerkinder ein Studium seltener zutrauen.
     
  • Kompetenznachteile
    Nichtakademikerkinder wachsen häufig in weniger lernstimulierenden Umgebungen auf (zum Beispiel weniger Bücher, seltenere Museumsbesuche) und erhalten weniger Unterstützung durch die Eltern beim Lernen. Die COVID-19-Pandemie hat zudem für neue Herausforderungen beim Lernen gesorgt. Nichtakademikerkinder verfügen zuhause oftmals nicht über einen eigenen Platz, an dem sie Schulaufgaben erledigen können, auch die digitale Infrastruktur fehlt häufig. Daraus ergeben sich in vielen Fällen Lernlücken bei Nichtakademikerkindern im Vergleich zu Akademikerkindern.
     
  • Informationsdefizite
    Wenig Erfahrungswerte und Informationen aus dem elterlichen und sozialen Umfeld zu Studienformaten und Studienfächern sind ein Hindernis für viele Nichtakademikerkinder. Dies führt zu einem geringeren Interesse am Studium oder einer Überforderung bei der plötzlichen Konfrontation mit einer Fülle von Studieninformationen.
     
  • Finanzierung
    Nichtakademikerkinder erhalten oft weniger finanzielle Unterstützung von ihren Eltern. Dies kann an der Einkommensschwäche der Haushalte oder einer geringeren Bereitschaft liegen, ein Studium zu finanzieren. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten (zum Beispiel BAföG, Studienkredite) sind nicht immer ausreichend, die Beantragung gestaltet sich oft schwierig. Nebenjobs schränken das Zeitbudget ein, das Studierende aus Nichtakademikerhaushalten für ihr Studium aufwenden können.
Vier Hürden für Nichtakademikerkinder beim Übergang zur Hochschule

 

 

Handlungsempfehlungen

  • Für den Schulalltag
    Um Informationsdefizite abzubauen, sollten Hochschulen an Schulen aktiver für ein Studium werben, um über ihr Studienangebot aufzuklären. Dies könnte Nichtakademikerkindern die Aufnahme eines Studiums erleichtern. Dafür sollten bestehende Talent-Scouting-Programme an Schulen mit Kindern aus bildungsferneren Milieus massiv ausgebaut werden.
     
  • Für den Übergang zum Studium
    Die Politik sollte weitere finanzielle Mittel einplanen, um die Bezahlbarkeit des Studiums sicherzustellen. Denkbar wäre eine Reformierung des BAföG – zum Beispiel über höhere und ortsabhängige Wohnungszuschüsse, eine Förderung über die minimale Regelstudienzeit hinaus bei entsprechendem Nachweis notwendiger Nebentätigkeiten und eine unkomplizierte Berücksichtigung aktueller Einkommensbescheide. Die Antragstellung sollte bundesweit vereinheitlicht und digitalisiert werden. Auch die Etablierung von mehr Diversitäts-Stipendienprogrammen – insbesondere für Studierende aus Nichtakademikerhaushalten – kann ein probates Mittel sein.
     
    Hochschulen sollten bestehende Zulassungskriterien überdenken und verstärkt mit unorthodoxen Zulassungsverfahren (zum Beispiel höhere Gewichtung von Nebenjobs in Auswahlverfahren; Losverfahren) experimentieren, um auch COVID-19-bedingt leistungsschwächeren Studienanfängern in der aktuellen Zeit die Chance auf einen Platz in ihrem Wunschstudiengang zu geben.
     
  • Für den Studienstart
    Die mit den Mitteln aus dem Qualitätspakt Lehre finanzierten Programme zur Studieneingangsphase haben bereits zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit an Hochschulen beigetragen. Die staatliche Finanzierung und die Maßnahmen an den Hochschulen sollten deshalb langfristig verstetigt werden.
     
    Hochschulen sollen beispielsweise bereits erfolgreiche Buddy- und Tandemprogramme (für Nichtakademiker- und Akademikerkinder) ausbauen, um Erststudierenden den Einstieg ins Studium zu erleichtern. Durch den Kontakt zu Rollenvorbildern mit ähnlichem Bildungshintergrund können zudem mentale Barrieren überwunden werden. Weitere Unterstützung können Mentorinnen und Mentoren aus der Wirtschaft leisten, die Studierende über das gesamte Studium hinweg begleiten und später den Weg in den Beruf ebnen.
     

Schritte in die richtige Richtung

  • Bundestagswahl 2021: Die bei Stand der Veröffentlichung aussichtsreichsten Parteien zur Bildung einer Regierung SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP forderten in ihren Wahlprogrammen eine chancengerechte Umstrukturierung des BAFöGs, um den Zugang zur Hochschule zu erleichtern. Die Vorschläge beinhalten alters- und elternunabhängiges BAföG sowie eine Rückkehr zum Vollzuschuss.
     
  • Westfälische Hochschule & Studienpioniere: Aufbauend auf der Initiative Studienpioniere des Stifterverbandes ist die westfälische Hochschule an Schulen in NRW präsent. Sie bietet Beratung und Studienbegleitung für Nichtakademikerkinder "auf Augenhöhe" an.
     
  • Talentscouting Aachen: Ziel dieser Initiative für mehr Chancengerechtigkeit von RWTH und FH Aachen ist es, talentierte Schülerinnen und Schüler zu identifizieren und individuell zu fördern, um ihnen einen reibungslosen Übergang an die Hochschule zu ermöglichen.
     
  • VorbilderAkademie: Die VorbilderAkademie des Talentförderzentrums Bildung & Begabung bringt Jugendliche mit Migrationshintergrund mit Akademikerinnen und Akademikern in Kontakt, die einen ähnlichen Hintergrund haben.
     
  • Bayer AG & Deutsche Telekom: In ähnlichen Projekten geben die Bayer AG und die Deutsche Telekom jungen Menschen die Chance auf eine Ausbildung, auch wenn sie die klassischen Auswahlkriterien dafür nicht erfüllen. Hier wird – mit Erfolg – eine Starthilfe für Menschen geboten, die sonst keinen Ausbildungsplatz erhalten hätten. Ein ähnliches Format wäre auch für das Studium denkbar.

Inhaltliche Leitung und Ansprechpartner
Mathias Winde, Stifterverband
Julia Klier, McKinsey & Company

Projektteam Stifterverband
Volker Meyer-Guckel, Eike Schröder, Felix Süßenbach, Mathias Winde

Projektteam McKinsey & Company
Sebastian Buck, Solveigh Hieronimus, Julia Klier, Julian Kirchherr, Mathias Keller, Moritz Metzger, Neslihan Sönmez, Frederik Schulze Spüntrup

Redaktion
Kirsten Best-Werbunat, Nadine Gerold