DSZ-Jahresbericht 2025/2026
In einer Zeit wachsender Unsicherheiten wird Vertrauen zu einer zentralen Voraussetzung gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit. Wer nicht vertraut – zum Beispiel in Institutionen, in demokratische Prozesse oder in die Wissenschaft – läuft Gefahr, sich zurückzuziehen oder handlungsunfähig zu werden.
Stiftungen ermöglichen Teilhabe und können Vertrauen stiften, durch Transparenz, Verlässlichkeit und konsequente Gemeinwohlorientierung. Sie agieren unabhängig von kurzfristigen politischen oder ökonomischen Interessen und schaffen Räume für Austausch, Reflexion und Engagement. Stiftungen sind damit nicht nur Förderer von Projekten, sondern Vertrauensinstanzen, die Orientierung geben und gesellschaftliche Brücken bauen – gerade auch dort, wo Misstrauen wächst.
Gleichzeitig stehen auch sie unter Druck: In bestimmten Netzwerken werden zivilgesellschaftliche Organisationen gezielt in Frage gestellt, ihre Motive verzerrt und ihre Arbeit diskreditiert. Umso wichtiger ist es, die Bedeutung von Stiftungen als Vertrauensinstanzen sichtbar zu machen – als Akteure, die Orientierung geben, Dialog fördern und langfristige Lösungen ermöglichen.
Vertrauen stärken, Gesellschaft gestalten: In dem im Juni 2026 veröffentlichten Jahresbericht beleuchtet das Deutsche Stiftungszentrum diese Rolle aus verschiedenen Perspektiven. Nach einem einführenden Gespräch mit dem bekannten Soziologen Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani zeigt der Jahresbericht anhand konkreter Beispiele, wie die vom DSZ betreuten Stiftungen Vertrauen aufbauen und wirksam werden. Zugleich blickt die Publikation auf 70 Jahre Stiftungsbetreuung in Stifterverband und Deutschem Stiftungszentrum zurück – und darauf, wie sich die Arbeit des DSZ im Spannungsfeld von Vertrauen und Verantwortung entwickelt hat.
Kontakt
Anke Meis
ist Leiterin des Bereiches "Kommunikation & Marketing" im Deutschen Stiftungszentrum.
T 0201 8401-204