IP-Transfer 3.0

Ausschreibung für ein Pilotprojekt: Wissensbasierte Ausgründungen schneller und effizienter machen und mit neuen Formaten experimentieren

Bewerbungsschluss: 21. Oktober 2022

 
Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND)
 hat eine Initiative gestartet, um neue Impulse für den Transfer von Intellectual Property (IP = geistiges Eigentum) in wissensbasierte Ausgründungen zu setzen, die der Stifterverband in diesem Pilotprojekt begleitet. Den Auftakt dazu bildete die Veröffentlichung eines Positionspapiers (PDF) Ende April 2022.

Gemeinsam mit rund zehn Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen neue Wege im IP-Transfer beschritten werden. Gemeinsames Ziel ist es, schneller, effizienter und gleichzeitig rechtssicher wissensbasierte Ausgründungen aus den teilnehmenden Einrichtungen hervorzubringen.

Das Projekt versteht sich als Reallabor, in dem die Einrichtungen das im Positionspapier vorgeschlagene oder auch andere Modelle für einen effizienteren IP-Transfer entwickeln, ausprobieren und implementieren. Die teilnehmenden Einrichtungen verstehen sich hierbei als Experimentiergemeinschaft, vereint durch die Ambition, den IP-Transfer bei Ausgründungen grundlegend zu vereinfachen, zu beschleunigen und mit Blick auf den zukünftigen Erfolg des neuen Unternehmens zu gestalten.

Alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland sind eingeladen, über ein offenes Bewerbungsverfahren Interessensbekundungen für die Teilnahme an diesem Projekt einzureichen. In der Interessensbekundung soll zu folgenden Fragen Stellung genommen werden:

  1. Warum will Ihre Einrichtung am IP-Transfer 3.0 teilnehmen?
  2. Was will Ihre Einrichtung daraus mitnehmen?
  3. Worin besteht der Beitrag Ihrer Einrichtung zur Experimentiergemeinschaft?
  4. Was ist Ihr Beitrag zum 'Schritt aus der Komfortzone? Wie wollen Sie sich selbst als Einrichtung in dem Prozess (heraus)fordern? Zu welchen ambitionierten Zielen wollen Sie sich verpflichten?
  5. Mit wie vielen Ausgründungen, auf die das im Positionspapier vorgeschlagene Modell der "virtuellen Beteiligung" angewandt werden könnte, rechnen Sie, pro Jahr von 2023 bis 2025?
  6. Wie werden Sie in Ihren Bestrebungen von Ihrer Leitung (wissenschaftlich und administrativ) unterstützt?
  7. Mit welchen Hindernissen und Herausforderungen rechnen Sie in diesem Prozess und wie planen Sie damit umzugehen?

 

Die Einreichungsfrist für die Bewerbungen endet am 21. Oktober 2022 um 24:00 Uhr. 
Bitte senden Sie Ihre Unterlagen per E-Mail an ip-transfer@stifterverband.de

Die Auswahl erfolgt auf Basis der eingereichten Unterlagen bis spätestens 2. November 2022.

Das erste Arbeitstreffen findet am 7. und 8. November 2022 im Rahmen der "Falling Walls"-Konferenz in Berlin statt.

 

FAQ

Welche finanzielle Unterstützung ist möglich?

Die im Positionspapier der SPRIND vorgeschlagene Pauschale von 25.000 Euro pro IP-basierter Ausgründung kann leider nicht umgesetzt werden. Es können auch keine Reisekosten übernommen werden. Es gibt jedoch ein Projektbudget für die Beauftragung von Rechtsgutachten. Des Weiteren wird die Teilnahme an Expertenworkshops, Zugang zu Best Practices und dergleichen ermöglicht.

Ist die Anwendung eines bestimmten IP-Rechtemodells verpflichtend?

Ziel des Pilotprojektes ist es, schneller, effizienter und gleichzeitig rechtssicher wissensbasierte Ausgründungen hervorzubringen und neue Formate der IP-Übertragung zu erproben. Das im Positionspapier der SPRIND vorgestellte Modell der "Virtuellen Beteiligung" anzuwenden, ist nicht verpflichtend. Der gemeinsame Experimentierraum soll dafür genutzt werden, dieses oder auch andere Modelle für einen effizienteren IP-Transfer kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Sind im Pilotprojekt mit "Intellectual Property" nur Patente gemeint?

Nein, bei dem Pilotprojekt geht es keinesfalls nur um IP in Form von Patenten. In unserem Experimentierraum möchten wir auch andere Nutzungs- und Eigentumsrechte an Arbeitsergebnissen auf Ausgründungen betrachten und uns mit deren möglicher Bewertung beschäftigen.

Ist für die Bewerbung eine Unterzeichnung der Hochschulleitung nötig?

Nein, eine Unterschrift des Kanzlers/der Kanzlerin, bzw. der Präsidentin/des Präsidenten der Hochschule ist nicht erforderlich.

Was passiert nach der Zusage?

Wir melden uns bis spätestens 2. November 2022 bei Ihnen mit unserer Zusage. Bitte buchen Sie auf Eigenkosten Ihre Reise für das erste Arbeitstreffen in Berlin am 7. und 8. November 2022 (Start: 12:00 Uhr am 7. November). Falls zeitlich möglich, führen wir vor diesem Termin ein kurzes Telefonat mit Ihnen, in dem Sie bereits Fragen und Wünsche äußern können.

Wie sieht der Ablauf für das erste Arbeitstreffen aus?

Das genaue Programm wird noch erarbeitet. Es sind vom 7. November 2022, 12:00 Uhr, bis zum 8. November 2022, 18:00 Uhr, verschiedene Workshop-Formate und die Teilnahme an einem Symposium zum Thema Sciencepreneurship geplant. Wir starten mit dem inhaltlichen Teil am 7. November um 13:30 Uhr. Für das leibliche Wohl vor Ort ist gesorgt, und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Zugang zur "Falling Walls"-Veranstaltung im Radialsystem.

Wie viele Präsenztermine sind geplant?

Nach dem ersten Arbeitstreffen am 7. und 8. November 2022 in Berlin ist jedes Jahr ein Netzwerktreffen in Präsenz innerhalb Deutschlands geplant. Zusätzlich wird voraussichtlich Ende Juni 2026 eine Abschlussveranstaltung vor Ort stattfinden. Reisekosten hierfür können leider nicht übernommen werden.

Kontakt

Dr. Judith Mühlenhoff

ist Programmmanagerin im Bereich
"Programmm und Förderung"
im Stifterverband.

T 030 322982-326

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Marte Sybil Kessler

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Innovation, Transfer und Kooperation".

T 030 322982-321

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Kontaktpersonen bei der Bundesagentur
für Sprunginnovationen (SPRIND):

Till Moldenhauer
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Barbara Diehl
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