Hochschulbildung und Digitalisierung

Das gemeinsame Programm von Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung fördert unterschiedliche Digitalisierungsstrategien, die Studierende und junge Forscher adressieren, innovative Ansätze und Initiativen an Hochschulen sichtbar machen und für die Notwendigkeit einer strategischen Bündelung sensibilisieren.

Die alltags- und gesellschaftsverändernden Entwicklungen der Digitalisierung und des Internets haben auch die Hochschulbildung erreicht. Die Digitalisierung der Wissensbestände und ihrer Zugänge, der Lehr- und Forschungsplattformen, der Studienorganisation und Studierendenbetreuung birgt ein enormes organisationsveränderndes und qualitätserhöhendes Potenzial. Deutsche Hochschulen nehmen dies noch nicht hinreichend systematisch und bezogen auf "student life cycles" als institutionelle Entwicklungsaufgabe wahr. Eine vorausschauende Beschäftigung und vertiefte Auseinandersetzung mit grundlegenden Herausforderungen, die durch die Digitalisierung aufgeworfen werden, findet nur in wenigen Hochschulen auf strategischer Ebene statt.

An dieser Stelle setzt das gemeinsame Strategieförderprogramm von Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung an. Es unterstützt die Hochschulen dabei,

  • ihre Digitalisierungsstrategien systematisch weiterzuentwickeln
  • Innovationspotenziale digitaler Lösungen für die Kernaufgaben der Hochschulen auszubauen und zu nutzen, insbesondere für die Lehre
  • hochschulbegleitende Beratungs- und Serviceangebote digital zu modernisieren und weiterzuentwickeln
  • neue digitale Formate für Kommunikation, Vernetzung und Internationalisierung zu entwickeln, zum Beispiel zur Gewinnung neuer Zielgruppen
  • Struktur- und Steuerungsmodelle im Rahmen der Digitalisierung weiterzuentwickeln und in einer entsprechenden Organisation abzubilden 
  • (E-Governance, Wissensmanagement, Controlling, Qualitätsmanagement)
  • weitere Anwendungsfelder für das entwickelte digitale Know-how zu erarbeiten.

Acht Hochschulen werden über einen Zeitraum von zwei Jahren mit insgesamt 150.000 Euro pro Hochschule bei der Weiterentwicklung ihrer Digitalisierungsstrategie gefördert: 

 

Videos: Erfahrungen aus den Förderprojekten

"Unser Ziel ist es, dass es in der Hochschule zu einer selbstverständlichen Kultur wird, digitale Medien in der Lehre zu verwenden. Wir wollen die Präsenzlehre erhalten, aber entsprechend bereichern und unterstützen mit digitalen und modernen Methoden."

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Michael Kramp & Ilona Buchem (Beuth Hochschule für Technik Berlin): Wir haben eine hohe Aktivierung von Lehrenden erreicht

"Wir brauchen sowas wie einen Innovationsmanager, also eine Person, die dann dafür zuständig war und die ganzen Fäden zusammengezogen und geguckt hat: Wo gibt es eigentlich Ideen?"

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Dorothee Meister (Universität Paderborn): Man muss die Projekte einzeln begleiten

"Der Hörsaal der Zukunft, ich glaube, den braucht man in Zukunft nicht. Es geht nicht mehr um Hörsäle, sondern um Kollaborationsräume. Man kommt zusammen, um gemeinsam miteinander zu lernen."

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Rolf Granow (Fachhochschule Lübeck): Wir müssen Menschen ermutigen, dass sie Neues wagen

"Wenn wir einen Experimentierraum haben, dann können wir besser entscheiden: Macht denn digital angereicherte Lehre überhaupt Sinn? Haben wir da einen echten Mehrwert oder behaupten wir ihn nur?"

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Susanne Weissmann (Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm): Wir brauchen eine digitale Gesamtstrategie

"Es kann sein, dass ein Studierender seine Bachelor-Arbeit im Unternehmen in Rostock schreibt und auf digitale Inhalte zurückgreifen muss, viele Hunderte Kilometer entfernt von seinem Lernort Hochschule."

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Markus Voß (Duale Hochschule Baden-Württemberg): Digital ist kein Selbstzweck

"Wenn man Lerninhalte digitalisieren möchte, wäre tatsächlich mein Tipp: Sucht euch Verbündete! Verbündet euch, lernt voneinander und tauscht Lehrmaterialien aus!"

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Jana Hagalsch (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden): Kooperiert miteinander

"Über allem steht natürlich das Ziel, dass wir mehr Studierende erfolgreich zu einem Studienabschluss führen wollen."

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Aloys Krieg (RWTH Aachen University): Eine Hochschule digitalisiert sich

Dotierung
1,2 Millionen Euro 

Programmpartner
Heinz Nixdorf Stiftung 

Förderer 
Consorsbank 
IHK zu Lübeck 
Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG 
Leonie AG 
Semikron Elektronik GmbH & Co. KG 
UNIT4 Business Software GmbH

Kontakt

Oliver Janoschka

leitet im Stifterverband die Geschäftsstelle des Hochschulforums Digitalisierung.

T 030 322982-516
F 030 322982-515

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