Diversity Audit

Das Audit "Vielfalt gestalten" will Hochschulen ermutigen, die damit verbundenen Herausforderungen anzunehmen, und mithelfen, Diversitätsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.

Noch immer orientieren sich viele Hochschulen an einem "Normalstudenten" – einem Abiturienten deutscher Herkunft, der unmittelbar nach dem Schulabschluss ein Vollzeitstudium aufnimmt und dieses als seinen Lebensmittelpunkt betrachtet. Dabei sind Abweichungen von dieser vermeintlichen Norm immer weniger die Ausnahme als vielmehr die Regel. Um die Chancengerechtigkeit in der Hochschulbildung zu erhöhen und zu erreichen, dass Hochschulzugang und Studienerfolg nicht von der kulturellen oder sozialen Herkunft der Studierenden, ihrem Bildungs- und Erfahrungshintergrund oder ihren Lebensumständen abhängen, sondern von ihrer individuellen Leistungsbereitschaft und -fähigkeit, müssen Hochschulen der Diversität ihrer Studierenden bei der Gestaltung von Lehre und Studium, Beratung und Betreuung Rechnung tragen.

"Vielfalt gestalten" begleitet und berät die Hochschulen dabei, Strukturen, Angebote, Instrumente und Maßnahmen für diverse Studierendengruppen zu konzipieren, diese Gruppen in den Hochschulalltag zu inkludieren und zum Studienerfolg zu führen. Das Audit verschränkt Elemente der Organisationsentwicklung mit kollegialer Beratung und externer Begleitung. Moderierte Reflexionen und Gespräche mit allen Beteiligten und potenziellen Anspruchsgruppen (Hochschulleitung, Studierende, Beschäftigte) begleiten und fördern den Prozess innerhalb der Hochschule.

 

Der interne Auditierungsprozess

Der interne Auditierungsprozess dient der Entwicklung und Implementierung einer hochschulspezifischen Diversity-Strategie. Diese sollte die folgenden Handlungsfelder des Hochschulmanagements berücksichtigen:

  • Strategie und Struktur
  • Studium und Lehre
  • Service und Beratung
  • Interne Kommunikation und Partizipation
  • Externe Kommunikation
  • Personalmanagement
  • IT und Liegenschaften

Die beiden erstgenannten Handlungsfelder "Strategie und Struktur" und "Studium und Lehre" sind für das Diversity-Audit von zentraler Bedeutung und deshalb für die Strategieentwicklung obligatorisch.

Der interne Auditierungsprozess besteht aus fünf hochschulinternen Workshops, die von externen, unabhängigen und fachlich ausgewiesenen Auditoren moderiert und begleitet werden. Die Hochschulen, die sich am Audit beteiligen, können zu Beginn des Verfahrens ihre jeweilige Wunsch-Auditorin auswählen.

Die Auditorinnen

Doris Carstensen

Doris Carstensen ist selbstständige Beraterin für Hochschulen.
 

Was bedeutet Diversität für Sie? 
"Das Wachstum von Vielfalt in der Hochschule und die bereichernde Auseinandersetzung mit den inneren und äußeren Unterschieden von Menschen, die dort studieren und arbeiten." 

Was reizt Sie an der Aufgabe, ein Diversity Audit an Hochschulen zu begleiten? 
"Mich reizt insbesondere, dazu beizutragen, dass in den Hochschulen positive Konzeptionen von Vielfalt und Heterogenität für Studium und Lehre umgesetzt werden, die in den Studierenden als erstes deren Potenziale sehen und ihnen verschiedene Wege und Studienformen anbieten, diese Potenziale zu entfalten." 

Welche Stärken können Sie in der Begleitung einsetzen? 
"Meine besondere Stärke sehe ich in in meinem Verständnis für die spezifischen Entwicklungsprinzipien und Entwicklungskonstellationen an Hochschulen, in der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren einer Hochschule, in der Moderation und Begleitung von längerfristigen Entwicklungsprozessen und im Erkennen von strukturellen Mustern und Herausarbeiten von alternativen Handlungsmodellen. 

An der Arbeit mit Hochschulen interessieren mich ihre Schnittstellen und Übergänge, in denen zahlreiche Begegnungen mit Menschen möglich sind. Etwa wenn Schüler/innen schon einmal in die Kinderuni hineinschnuppern, oder potenzielle Studierende mit ganz unterschiedlichen Hintergründen Studienberatung suchen, oder bislang noch 'nicht-traditionelle' Studierende Weiterbildung und in berufsbegleitenden Studien auch am Wochenende an die Hochschulen kommen und unter der Woche ihre virtuellen Lernräume beziehen. 

In den letzten vier Jahren habe ich oft für Hochschulen bzw. mit deren Angehörigen an einer besonderen Schnittstelle gearbeitet, die zwischen akademischem Betrieb, Verwaltung und Hochschulmanagement angesiedelt ist. Dort werden sehr spannende und herausfordernde Veränderungsvorhaben und Reformen umgesetzt. Ich traf dort auf viele Menschen mit Ideen und Initiativen, die sich für ihre Hochschule, ihre Studierenden und ihre Lehrenden engagieren. Sie dabei zu unterstützen und zu begleiten, wirksam ihre Hochschule weiterzuentwickeln, ist mein Anliegen." 

Lebenslauf 

Seit 2011
Selbstständige Beraterin für Hochschulen
in den Bereichen Strategie- und Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement, Akkreditierung / Moderation von Workshops in Professionalisierungsnetzwerken (u.a. Bündnis Lehren) / Evaluation von Innovationsprojekten in Hochschulen, Institutionen und Studienprogrammen / Seminare Qualitätsmanagement, Lehrmanagement, Changemanagement 

2007 bis 2011
Vizerektorin für Qualitätsmanagement, Personalentwicklung und Gender Mainstreaming an der Universität für Musik und Darstellende Künste, Graz
Implementierung eines QMS im wissenschaftlich-künstlerischen Bereich und in der Verwaltung (EFQM Committed to Excellence in 2013) / Prozessverantwortliche interne Zielvereinbarung und jährliche Berichtslegung an das Ministerium / Mitwirkung bei der Entwicklungsplanung / strategische und operative Personalentwicklung / institutionelles Gender Mainstreaming / Aufbau des Zentrums für Genderforschung / Reform der Verwaltungsstruktur 

2005 bis 2007
Qualitätsmanagerin an der Donau-Universität Krems
Aufbau der internen Qualitätssicherung für Weiterbildungsstudiengänge / Implementierung akademischer Standards für die Programmentwicklung und im Lehrmanagement / Einführung Campus Online / Begleitforschung 

2000 bis 2005
Abteilungsleiterin Lehr- und Studienservices an der Karl-Franzens-Universität Graz
interne Qualitätssicherung in Lehre und Studium / Curriculaentwicklung im Bologna Prozess / Einführung von e-Learning / Leitung der Studierendenberatung und des Career Centers / Akquise und Durchführung von Drittmittelprojekten zur Hochschulentwicklung 

1997 bis 2000
Abteilungsleiterin Hochschulplanung, Universität Dortmund
Lehrplanung und -statistik / interne und externe Qualitätssicherung / vergleichende Hochschul- und Wettbewerbsanalysen / Geschäftsstelle der Strukturkommission der Universität 

1995 bis 1997
wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle für die interne und externe Evaluation, Hochschul Informations System GmbH (HIS) Hannover
Projektkoordination / Entwicklung der Evaluationsmethoden / Begleituntersuchungen / Moderation, Beratung und Workshops / Akquise von Drittmittelprojekten 

1994 bis 1995
Koordinatorin der internen und externen Evaluierung von Lehre und Studium, Universität Hamburg
Projektkoordination / qualitative und quantitative Datenerhebung, Auswertung und Teilberichtslegung / Studierendenforschung / Verbesserung der Prüfungsadministration / Aufbau einer Datensystematik zum Studienverlauf 

Funktionen in wissenschaftsnahen Organisationen 

2008 bis 2012
Leitung des Editorial Boards der Zeitschrift für Hochschulentwicklung 

2008 bis 2010
Präsidiumsmitglied im Forum Neue Medien Austria

2000 bis 2011
Delegierte im Forum Neue Medien Austria, Durchführung und Koordination zahlreicher Netzwerktagungen und Vernetzungsaktivitäten 

Leitung wissenschaftsnaher Veranstaltungen (Auswahl) 

2010
Die Zukunft des akademischen Personalmanagements, zusammen mit der Medizinischen Universität Wien 

2009
Anmut und Würde. Genderaspekte der Musik seit 1700 

2004 
Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft 

Studien

2010 bis 2012
Masterstudium General Management an der Deutschen Universität für Weiterbildung, Berlin
Abschlussarbeit: "Identitätskonstruktion von Führungskräften in der horizontalen Integration" 

1984 bis 1993
Magisterstudium der Fächer Deutsche Sprache und Literatur, Geschichte an den Universitäten Hannover und Hamburg
Abschlussarbeit: "Der Fall Köppen" 

Weiterbildungen (Auswahl)

2010
EFQM European Assessor Training

2006
Salzburg Seminar, Fellow der Session 411 "The Cultural, Civic and Economic Purposes of Higher Education" 

2001
Seminar Life-Work-Planning, Oregon USA 

Dr. Daniela De Ridder

Dr. Daniela De Ridder ist seit 2012 Inhaberin von CEDIN Consulting. Ihr Beratungsschwerpunkte: strategisches Management, Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Diversity Management, Kommunikation und Marketing, Gender Mainstreaming, und Familienorientierung.

Was bedeutet Diversität für Sie?
"Unter Diversity verstehe ich Vielfalt in all seinen Facetten: Diversität bedeutet zunächst einmal Unterschiede wahrzunehmen, sie Wert zu schätzen und sie als Bereicherung aufzunehmen; gleichwohl dürfen dabei auch mögliche Konflikte nicht ausblendet, sondern in die Veränderungsprozesse mit eingebunden 
werden." 

Was reizt Sie an der Aufgabe, ein Diversity Audit an Hochschulen zu begleiten? 
"Am Diversity-Audit 'Vielfalt gestalten' des Stifterverbandes reizt mich als Auditorin, dass der Prozess unterschiedliche Menschen innerhalb der Hochschule rund um das Thema Lehre und Studium zusammenführt, so dass alle voneinander lernen und sich austauschen können."

Welche Stärken können Sie in der Begleitung einsetzen? 
"Meine besondere Stärke sehe ich in der Erfahrung von Beratungs- und Moderationsprozessen, insbesondere des Audits 'Vielfalt gestalten': Da ich den Prozess von Anfang an mit entwickeln konnte und bei den inzwischen 21 (davon 16 abgeschlossene Verfahren) von mir begleiteten Hochschulen viele bereichernde Erfahrungen sammeln konnte, möchte ich dieses Wissen gerne weitergeben." 

Lebenslauf 

Seit 2012
Inhaberin von CEDIN Consulting: Beratungsschwerpunkten Strategisches Management, Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Diversity Management, Kommunikation und Marketing, Gender Mainstreaming, Familienorientierung; Moderation, Organisation und Prozessberatung, Durchführung von zahlreichen Workshops und Tagungen 

2011 bis 2014
Lehrbeauftragte an der HS Osnabrück und an der Uni Bremen 

2007 bis 2012
Projektleiterin bei CHE Consult, Gütersloh; Arbeitsschwerpunkte: Diversity Management, Qualitätssicherung, Bologna-Reform, Personalmanagement, Kommunikation, Moderation von zahlreichen Workshops und Tagungen 

1992 bis 2007
Hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte an der Uni sowie an der Stf FH Osnabrück; Ltg der Frauenbüros an den Unis Göttingen u. Lüneburg; Sprecherin der Gleichstellungsbeauftragten an Niedersächsichen Stiftungshochschulen sowie Vorstandsmitglied der BuKoF 

1994 bis 1999
Wiss. Assi. an der Uni. Lüneburg sowie an der FH Nordostniedersachsen 

1992 bis 2014
Lehr- und Forschungstätigkeiten in Bildungs-, Familien-, Jugend-, Bildungs- Stadt- und Regional- sowie Migrationssoziologie 

1987 bis 1989
Redakteurin der "Göttinger Woche" 

Ausbildung und Studium
Tageszeitungsvolontariat beim "Grenz-Echo" (Eupen/Belgien); Studium der Sozial- und Kommunikationswiss., Romanistik und Kunstpädagogik (RWTH Aachen, Institut Supérieur des Beaux Arts Saint Luc de Liège (Belgien), Georg-August-Universität Göttingen), Abschluss als Dipl. Sozialwirtin; Promotion in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück; Qualifikation zur Veranstaltungsmoderatorin (NDR-Funkhaus Hannover) 

Prof. Dr. Katrin Hansen

Prof. Dr. Katrin Hansen ist Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales der Westfälischen Hochschule.

Was bedeutet Diversität für Sie? 
"Diversity ist als soziales Konstrukt zu verstehen. Unterschiede, ihre Interpretation und Bedeutung werden in sozialen Prozessen in Gruppen und Organisationen innerhalb eines jeweils spezifischen gesellschaftlichen Kontextes ausgehandelt. In Abhängigkeit davon, ob eher Chancen oder Gefahren vermutet werden, nehmen Individuen und ganze Organisationen spezifische Haltungen zu Diversity ein. Eine positive Haltung zu Diversity versteht diese als Facettenreichtum. Unterschiedlichkeit wird aus dieser Perspektive als Potenzial zu einer synergetischen Nutzung vielfältiger Alternativen begriffen. Eher negativ mutet ein hierarchisch geprägtes Diversity-Verständnis an, in dem Vielfalt hierarchisch gegliedert wird. Aus Sicht der dominanten Gruppe wird das 'Anders-Sein' im defizitären Sinne als Außenseitertum empfunden, als Nichtangepasstheit oder auch Nichtanpassbarkeit des 'Anderen' (an eigene Werte und Standards). Es werden Stereotype und Vorurteile wirksam, häufig ohne dass dies den Beteiligten bewusst würde. Um dem komplexen Charakter von Diversity gerecht zu werden und den Umgang mit den verschiedenen Dimensionen und Kategorien der Vielfalt adäquat zu gestalten, ist die Konzeptualisierung von Diversity als Mehr-Ebenen-Konstrukt sinnvoll, das nur in einer inter- bzw. transdisziplinären Herangehensweise adäquat erfasst werden kann." 

Was reizt Sie an der Aufgabe, ein Diversity Audit an Hochschulen zu begleiten? 
"Diversity ist zu einem Leitthema meines Lebens geworden. Ich finde es sehr spannend, einen sinnvollen Umgang mit Vielfalt organisationsspezifisch zu entwickeln. Dazu haben wir an der Westfälischen Hochschule in der ersten (oder 'nullten') Runde der Auditierung interessante Erfahrungen gewinnen können. Diese mit anderen Hochschulen teilen und fortentwickeln zu können, insgesamt diesen Prozess hautnah zu begleiten, reizt mich als Forscherin und Hochschul-„Praktikerin“ ganz besonders." 

Welche Stärken können Sie in der Begleitung einsetzen? 
"Ich habe mich über viele Jahre mit Diversity theoretisch, empirisch und praktisch befasst - als Hochschullehrerin zum Beispiel in häufig sehr divers zusammengesetzten Gruppen, als Gleichstellungs- bzw. Ausländerbeauftragte und als Vizepräsidentin in der praktischen Umsetzung von Diversity-Konzepten. Ich hatte Gelegenheit auf Konferenzen mit Diversity-Forscher_innen aus vielen Ländern in den Austausch zu treten sowie im Rahmen von Forschungsprojekten die Sichtweisen und Erfahrungen von Diversity-Verantwortlichen in Unternehmen und Bildungsorganisationen zu verstehen So habe ich geeignete Modelle und gute Praktiken im Umgang mit Vielfalt kennengelernt. Dabei habe ich mir Offenheit auch für immer wieder ganz anders gestaltete, gangbare Wege im Umgang mit Diversity erhalten. Dies habe ich bei der Konzipierung des Audits konsequent nutzen können und denke, davon werden auch andere Hochschulen, die sich auf den Weg machen, profitieren." 

Lebenslauf 

Seit 2014
Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales der Westfälischen Hochschule 

2008 bis 2014
Vizepräsidentin für Planung, Finanzen und Internationales. Mitinitiatorin des Projektes "FH Integrativ", Mitarbeit im Benchmarking Club "Ungleich besser" des CHE und des Stifterverbandes/Aufbau eines Audits 

2005 bis 2008
Ausländer_innenbeauftragte des Fachbereiches, Aufbau eines Mentoringprogramms für Studierende aus dem Ausland 

2000/2001
Gastprofessorin an der Universität Linz (Österreich) am Institut für Unternehmensführung 

1997 bis 2001
Prorektorin für Studium, Lehre und Studienreform, mit besonderen Projekten und Aktivitäten im Bereich Qualität der Lehre, Mitinitiatorin der Entwicklung eines landesweiten hochschuldidaktischen Weiterbildungs-Programms für die Fachhochschulen in NRW (HDW) 

1995/96
Frauenbeauftragte der FH Gelsenkirchen 

Seit 1994
Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Management und Personalentwicklung unter bes. Berücksichtigung frauenspezifischer Aspekte (Professur im Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW) an der FH Gelsenkirchen, Abt. Bocholt, heute Westfälische Hochschule. Diverse Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge im Themenfeld Diversity 

1990 bis 1992
Unternehmensberaterin, Leiterin der Personalberatung in einem mittelständischen Beratungsunternehmen 

1992
Geburt des Sohnes Erik Arne 

1985 bis 1990
Mitarbeiterin, dann Teamleiterin im zentralen Bereich Unternehmensplanung bei der Karstadt AG in Essen. Trainee-Ausbildung zur Geschäftsführerin, Führungsassistentin und Vertretung der Geschäftsführung in verschiedenen Verkaufshäusern des Ruhrgebietes/Niederrheins 

1985
Promotion zur Dr. rer. pol. als Externe am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Hannover 

1984
Geburt der Tochter Nienke Lynn 

1982/83
Wissenschaftliche Referentin bei der Rationalisierungsgemeinschaft des Handels (RGH) im RKW e.V. 

1974 bis 1981
Studium der Politikwissenschaften, dann der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hannover, Schwerpunkte Markt und Konsum, Unternehmensführung/ Organisation und Psychologie, Abschluss als Diplom-Ökonomin 

1974
Abitur an der Geschwister-Scholl-Schule in Ratingen 

Dr. rer. nat. Silvie Klein-Franke

Dr. rer. nat. Silvie Klein-Franke ist selbständige Diversity-Beraterin, Coach und Trainerin im deutschsprachigen Raum zu Leitung internationaler, interdisziplinärer Teams, zu Führungsfrauen sowie "Lernender Organisation" für Hochschulen. Sie ist Fachhochschulprofessorin für internationale Personal- und Organisationsentwicklung.

Unter Diversity verstehe ich Perspektivenvielfalt und die Chance zu Lern-, Zukunfts- und Widerstandsfähigkeit und damit Exzellenz. Perspektivenvielfalt ist als Voraussetzung sozialer, ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit von der organisationalen bis zur globalen Ebene belegt. Und: Arbeit in heterogenen Gruppen kann Quelle ultimativer Inspiration und Arbeitszufriedenheit sein! Gleichzeitig bedeutet Vielfalt ein erhebliches Risiko von Polarisierung und Unterdrückung bis hin zu vernichtenden Konflikten! Global wie lokal sehe ich uns dazu verdammt, mit Vielfalt schnellst möglich wesentlich erfolgreich(er) umzugehen. Dazu müssen wir viel bewusster Risiken vermeiden und Chancen nutzen.

Am Diversity Audit "Vielfalt gestalten" des Stifterverbandes reizt mich als Auditorin insbesondere, dass das Audit selbst als Lernprozess und Querschnittsaufgabe angelegt sind! Dies ist keineswegs trivial, so aber stimmig und organisationsspezifisch umsetzbar. Zudem kann so mit Formaten der sogenannten "Lernenden Organisationen" experimentiert werden, einer integrierenden Organisationskultur, die die kollektive Intelligenz unterschiedlicher Menschen gestaltend nutzt. Das Audit ist damit ein wirkungsvoller Beitrag, im Kleinen Kompetenzen aufzubauen, die für erfolgreiche Bewältigung akuter gesellschaftlicher Herausforderungen im Großen entscheidend sind. Universitäten könnten hier meines Erachtens ihre gesellschaftliche Rolle und Unabhängigkeit ausbauen, weil ihnen noch vertraut wird. Sie müssten aber das in ihnen erforschte Wissen zu Diversität, Führung, Gruppendynamiken, Organisationskultur, Nachhaltigkeit und Exzellenz auf sich selbst, auf ihre Struktur, Kultur, Führung und Personalarbeit anwenden – auch um glaubwürdig zu bleiben.

Stärken, die ich in der Begleitung einsetzen kann, sind:

  • multidisziplinäres, studienfundiertes Verständnis von Diversität, Führung und Organisationsentwicklung sowie die Fähigkeit, Theorie für die Praxisumsetzung nutzbar zu machen,
  • internationale Führungserfahrung, Art-of-Hosting-Moderationsmethoden und erprobtes, strategisches Veränderungsvorgehen in verschiedenen Hochschulen und Ländern.,
  • viele selbst erlebte und reflektierte Outgroup-Erfahrungen, durch die ich konkrete Ansatzpunkte für Veränderungen schnell erkenne,
  • sektoren- und gesellschaftsübergreifende Erfahrungen, durch die ich strategische Entscheidungen sinnvoll unterstützen kann.

 

Lebenslauf

Familien- und Dual-Career-bedingt unkonventionell. Reflektierte eigene Diversity-Erfahrung seit 1981, reflektierte Erfahrung heterogene Gruppen erfolgreich zu leiten inkl. Methodenkenntnissen seit 1997, Theorieaneignung und Studien dazu seit 1996, Beratung, Begleitung und Coaching  dazu seit 2004, Vorträge, Lehre und Forschung seit 2006.
 

Berufserfahrung

Seit 2004 (wechselnd Voll- und Teilzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz)
Selbstständige Diversity-Beraterin, Coach und Trainerin für Ministerien, Universitäten, große und kleine Technikfirmen und Non-Profit-Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unterstützung zu Organisations- und Personalentwicklung, Schwerpunkte Lernende Organisation und Diversity Management, Führung, sowie internationale & interdisziplinäre Teamarbeit und Führungsfrauen. Durch positive Kundenbewertungen Certified Management Consultant seit 2009

  • Öffentlicher Dienst: Universitäten Göttingen, Stuttgart, Würzburg, Basel, Innsbruck, FH St. Pölten & Wels (Beratungen, Veränderungsbegleitung, (Professorinnen-)Coaching, Workshops für alle Statusgruppen zu Diversity in Lehre, Forschung und Führung). Landwirtschafts-, Umwelt- und Verbraucherschutzministerium Schwerin (Lernende Organisation), Ministerium für Verkehr, Innovation u. Technologie Wien (Mentoring & Führungsfrauen), Arbeitsmarktservice Österreich (Diversity Management und Lernende Organisation), Amt der Tiroler Landesregierung (Mentoring Führungsfrauen), Amt der Vorarlberger Landesregierung (Mentoring), Tiroler Gebietskrankenkasse (Führung und Diversity Management)
     
  • Freie Wirtschaft: Rolls-Royce (Diversity Management und Gläserne Decke), Lufthansa Technical Training (Interkulturelle Kooperation), SAP (Coaching Führungsfrauen), PDA-Group (Interkulturelle Kooperation), Julius Blum GmbH (Interkulturelle Kooperation), Raiffeisen Landesbank Tirol (Führungsfrauen), Kommunalkredit Austria (Führungsfrauen), Menarini (Karrierenavigation), Wolf Consulting (Kulturwandel), Hafelekar Unternehmensberatung (Führungsfrauen)
     
  • Ehrenamt: UN-Principles for Responsible Management Education (Curricular-Entwicklung), Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg (innovative Lehre),  EU-Forschungsrahmenprogramm 6 (Gender) & Leonardo-Programm (interkulturelle und soziale Kompetenzen), European Women’s Managers Development Network (Exzellenz durch Vielfalt), Wirtschaftskammer Tirol (Mitgründerin der Initiative Kulturwandel), Global Marshall Plan Initiative (Leading Change International), Mentoring Plattform Tirol (Karriereunterstützung für Frauen)

Seit 2005 (Teilzeit in Österreich)
Externe Lektorin, später Fachhochschulprofessorin am Management Center Innsbruck (MCI) für internationale Personal- und Organisationsentwicklung, Führung und Change in verschiedensten Studiengängen und Führungskräfteweiterbildungen

2008 bis 2015 (Teilzeit in Österreich)
Bereichsleiterin  Management Center Innsbruck (MCI) für  Personal-, Organisationsentwicklung, Führung und Change, d.h. inhaltlich Ausgestaltung dieser Themen für 4 z.T. berufsbegleitende und internationale General Management-BA & MA-Studiengängen  für 300 Studierende/Jahr (CHE 2011 & 2013 Spitzengruppe). Gewinnung und Koordination der rund 50 hochrangigen internationalen Lehrenden inkl. Qualitätsmanagement. Innovative Curricular-Entwicklungen und Implementierungen, u.a. Konzeption eines aufbauenden Führungskompetenz-Entwicklungsprogramms. Dafür Constantinus Award Austria 2008 für Personal und Training. Themen u.a. Verantwortliche Führung in der globalen Wissensgesellschaft, Diversity Management, Wissens-, Innovations- und Veränderungsmanagement, International Human Resource Management, strategische Organisationsentwicklung, Konflikt-Management, Didaktik für interkulturelle Gruppen. Strategische Standortentwicklung durch lokale Konferenzen und Best Practice Impulse (u.a. "Zukunft der Arbeit" 2012, "International Leadership" 2014) und als strategische Partnerin von HR-Update, Circle of Excellence Tiroler Personalchefs zu Diversity Management und Lernender Organisation. Internationale Konferenzbeiträge u.a. European Higher Education Society zu Staff Diversity in Universities und im Internationalen Controllerverein (Diversity), sowie Reviews für Tertiary Education and Management u.a. zu internationalem Studium & Diversity Management

2002 bis 2008 (Vollzeit, später Teilzeit in Österreich)
Aufbau und Leitung des internationalen Sprachenzentrums der Universität Innsbruck durch Reorganisation von über 100 Sprachkursen aus verschiedenen Fakultäten mit 49 Lehrenden aus aller Welt und 3500 Kursteilnehmern/Jahr, nationale und internationale Vernetzung.
Danach Aufbau und Leitung Placement-Center der Sozial- & Wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten, Beratung, diagnostische Potenzial-Analysen, Assessment Center, Vermittlung von High Potentials in die Wirtschaft; Weiterentwicklung eines internationalen online Karrieretools. Später externe Lektorin

2001/2002 (Teilzeit in Deutschland)
Universität Göttingen: Koordinatorin am Forschungs- und Studienzentrum der Agrar- und  Forstwissenschaften der Tropen und Subtropen: Betreuungsprogramme / Curricular-Entwicklung englischer, internationaler, interdisziplinärer Studiengänge; Beratung ausländischer Studierender; Stipendien-Akquisition bei DAAD, Konrad-Adenauer-Stiftung, Stiftung Deutsche Wissenschaft, Land Niedersachsen. Wissensbilanz für die Wissenschaftliche Evaluierungskommission Niedersachsens, sowie Konzeption einer Reorganisation des Zentrums mit seinen 5 beteiligten Fachdisziplinen und 40 internationalen Kooperationspartnern. Marketing und Pflege der internationalen Kontakte; Vertretung des Zentrums auf Konferenzen. Mitglied universitätsweiter Expertengruppen zu Internationalisierung und Hochschulmarketing

1998 bis 2001 (Teilzeit in Deutschland)
Koordinatorin und Projektmanagerin für die International Women’s University Technology and Culture (ifu) für  die Entwicklung eines postgradualen, praxisorientierten Bildungsexperiments des deutschen Ministeriums für Bildung und Forschung zu den Themen der damaligen Weltkonferenzen während der EXPO 2000. Das Projekt wurde nach Abschluss von der UNESCO und der deutschen Hochschulrektorenkonferenz ausgezeichnet. Zunächst in der ifu-Zentrale im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst Entwicklung der Curricula, Anforderungskriterien, Bewerbungsverfahren und Werbematerialien für die Projektbereiche Information, Intelligenz und Wasser in internationalen, interdisziplinären Curricular-Arbeitsgruppen, sowie Akquisition von Geldern.
Ab April 1999 Koordination des größten Projektbereiches am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg, in Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung und dem Senatsamt für Wissenschaft; Gewinnung von 45 prominenten Lehrenden aus aller Welt (Journalismus, Medienwissenschaften, Informatik, Kommunikations-, Sozialwissenschaften, Medizin, Kunst), Koordinatorin und Leitung internationaler Sitzungen; Maßgeblich beteiligt an Konzeption, Entwicklung, Betreuung, Dokumentation und Evaluation des Curriculums Information as a Social Resource für 130 postgraduierte Frauen aus aller Welt. Verantwortlich für Personal, Finanzen, PR, Evaluationen, Berichtlegung. Mediation bei Konflikten. Koordination mit der Zentrale; Vertretung der gesamt-ifu auf Konferenzen u.a. bei der EU

1989 bis 1996 (in Deutschland)
Elternzeit: Geburten von vier Kindern und Umzüge

1986 bis 1991 (Teilzeit in Deutschland)
Max-Planck-Institut für Immunbiologie: Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Stipendium. Experimentelle Laborarbeiten in Biochemie, Zell- und Immunbiologie in Freiburg in einem internationalen, interdisziplinären Team

 

Studien, Fort- und Weiterbildungen

2002 bis 2016 (in Deutschland, Österreich, den USA und der Schweiz):
Akademische Zertifikate in Management, Leadership, Change (1.200 Stunden): Personalentwicklung inkl. Organisationskultur, Veränderungs- und Konfliktmanagement, Art-of-Hosting-Moderation, u.v.m.

1997 bis 2007 (in Deutschland, Österreich, den USA und Großbritannien)
Akademische Zertifikate in Diversity, interkultureller und professioneller Kommunikation, sowie Konfliktmanagement, internationale Friedens- und Konfliktlösungen (450 Stunden)

2003 bis 2005, 2015/6 (in Österreich, Deutschland, Großbritannien und Finnland)
Studium Berufs- & Laufbahnberaterin, später Coaching & Existenzanalyse (700 Stunden)

1996/1997 (in Deutschland)
Kommunale Frauenbeauftragte (1850 Stunden)

1979 bis 1991 (in Deutschland, Großbritannien, Israel, Japan, Thailand und den USA)
Studium, Diplom & Promotion Biologie (Universität Freiburg, Max-Planck-Institut für Immunbiologie) mit Auslandsaufenthalten in England, Israel, Japan, Thailand und USA. Studierendenvertreterin im Fakultätsrat von 1981 bis 1983. Imitierung eines Erstsemester-Buddy-Systems und einer Vortragsreihe zu Biologie & Gesellschaft

Dr. Isabell Lisberg-Haag

Dr. Isabell Lisberg-Haag ist Geschäftsführerin der Trio Service GmbH und Trio MedienService GbR.

Der Hochschule verbunden – auf vielen Wegen 
"Forschen, lehren, darüber schreiben und beraten – das sind meine Wege in die Hochschule. Nach der Dissertation war es mein Ziel, Professorin für Geschichte zu werden. Von den Professoren kam der eindeutige Wink, dass dies mit einem kleinen Kind nicht zu schaffen sei und ich mir etwas anderes überlegen sollte. Als erste Studierende meiner Familie gab es keine Netzwerke und Kenntnisse der Hochschulwelt. Doch an der Wissenschaft und ihren spannenden Themen wollte ich bleiben und begann, journalistisch zu arbeiten. Gleichzeitig wählte mich der DAAD aus, an der Sorbonne Nouvelle in Paris deutsche Geschichte und Sprache zu unterrichten, ein neuer Blick auf Studierende mit einer ganz anderen Hochschulsozialisation als meine. Seitdem haben mich besonders hochschulpolitische Themen nicht mehr losgelassen. Als ich 'Diversity' kennenlernte, begriff ich: Das bin ich! Als 'Andere' Hochschule zu erleben und begleiten, schärft den Blick und macht Spaß." 

Was bedeutet Diversität für Sie? 
"Diversity bedeutet für mich, Unterschiede wahrzunehmen und sich gleichzeitig davor zu hüten, in neue Stereotypen-Fallen zu laufen. Aufgrund meiner eigenen Biographie ist mir das Diversity-Thema sozialer Aufstieg, verschiedene biografische Hintergründe von Studierenden sehr wichtig. Das betrifft auch das Selbstverständnis von Lehrenden und Beschäftigten und verändert den Blick auf Bildungsgerechtigkeit und zeitgemäße Hochschulstrategie grundlegend."

Was reizt Sie an der Aufgabe, ein Diversity Audit an Hochschulen zu begleiten? 
"Am Diversity Audit 'Vielfalt gestalten' des Stifterverbands reizt mich als Auditorin insbesondere, Hochschulen auf sehr verschiedenen Handlungsfeldern zu begleiten und eine Diversitätsstrategie mit zu entwickeln, die zum Profil und dem Alltag der Hochschule passt. Dabei kann ich meine Erfahrungen in strategischer Hochschulkommunikation einbringen. Das Prinzip, die Studierenden in den Mittelpunkt zu stellen, birgt die Chance, wirkliche Veränderungen in allen Bereichen zu erzielen." 

Welche Stärken können sie in der Begleitung einsetzen? 
"Meine besondere Stärke sehe ich in der Verknüpfung sehr verschiedener Erfahrungen und Kompetenzen: 20 Jahre Kommunikationsprofi für Hochschulen – intern und extern, diversitätsgeprägte Biographie und profunde Kenntnis der deutschen Hochschullandschaft durch strategische und kommunikative Begleitung. Ich bringe AkteurInnen mit sehr unterschiedlichen Interessen zusammen und moderiere komplizierte Gesprächssituationen." 

Lebenslauf 

Seit 2015
Moderatorin und zweijährige Begleitung von sechs Hochschulen im Programm "Campus und Gemeinwesen" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft 

2012 bis 2014 Konzeption und Realisierung der NRW-weiten Workshopreihe "Wissenschaft hat viele Gesichter – Diversity an Hochschulen in NRW" für das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW 

Seit 2012
Vorträge und Moderationen zu Diversity an der Universität Heidelberg, Charité- Universitätsmedizin Berlin, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 

Seit 2008
Moderation hochschulpolitischer Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen 

Seit 2006
Trainerin Workshops für WissenschaftlerInnen und Hochschulangehörige: Wissenschafts-PR, strategische Kommunikation 

Seit 2004
Geschäftsführerin der Trio Service GmbH und Trio MedienService GbR 

1999 bis 2004
Gesellschafterin des Trio Verlags, Redakteurin der Zeitschrift "DAAD Letter" und Chefredakteurin der DAAD-Zeitschrift "PostSkript". Schwerpunkt: Hochschulentwicklung und Hochschulpolitik. Fortbildung zur Online-Redakteurin in der Medienakademie Köln, Redaktion von Tagungsdokumentationen, Broschüren, Pressemappen und Fachbüchern für den DAAD, die Hochschulrektorenkonferenz, den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 

1999
Abschluss der Dissertation an der Universität Hamburg 

1997 bis 1999
Ausstellungsassistentin im Haus der Geschichte 

1993 bis 1996
Lektorin im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für deutsche Sprache, Literatur und Landeskunde an der Universität Sorbonne Nouvelle (Paris III) 

1991 bis 1993
Promotionsstipendiatin des Evangelischen Begabtenförderungswerks Villigst 

Seit 1984
Freie Mitarbeit bei verschiedenen Tageszeitungen und Zeitschriften (Nordsee-Zeitung, WAZ, Heilbronner Stimme, Mannheimer Morgen, Überseerundschau etc.)

1986 bis 1989
Chefredaktion und Herausgeberschaft des Frauenpressedienstes "Frau von Heute": wöchentlich erscheinender Nachrichtendienst zu frauenrelevanten Themen in Politik, Gesellschaft, Wissenschaft 

1982 bis 1989
Studium Mittlere und Neue Geschichte an der Universität Hamburg, Schwerpunkt Frauengeschichte, Abschluss: Magistra Artium der Geschichte 

Dr. phil. Karoline Spelsberg-Papazoglou

Dr. phil. Karoline Spelsberg-Papazoglou ist Wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Lebenslanges Lernen an der Folkwang Universität der Künste.

Was bedeutet Diversität für Sie? 
"Diversity bedeutet für mich, Personen in ihrer Individualität anzuerkennen und wertzuschätzen. Geboren in Frankreich und in Aachen aufgewachsen, bin ich in zwei Kulturen zu Hause und habe im Dreiländer-Eck zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden die Kategorie 'Grenzen' als persönlich sehr wertvoll erfahren. Nach einem einjährigen Studienaufenthalt in Frankreich habe ich im Ruhrgebiet an der Universität Duisburg-Essen als erste in der Familie studiert. In der Studienzeit bin ich zur Finanzierung des Studiums zahlreichen Nebenbeschäftigungen nachgegangen und habe hier, parallel zum philosophischen Studium, praktische Erfahrungen in Bildungseinrichtungen gesammelt, beispielsweise durch meine langjährige Unterrichtstätigkeit in Alphabetisierungskursen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Geprägt durch eine philosophische und sozialkritische Sichtweise ist es mir ein zentrales Anliegen, Bildungsbarrieren zu erkennen, das Bewusstsein für Bildungsungerechtigkeiten zu schärfen und in der konkreten Umsetzung etwas zu bewegen." 

Was reizt Sie an der Aufgabe, ein Diversity Audit an Hochschulen zu begleiten? 
"Am Diversity Audit 'Vielfalt gestalten' des Stifterverbandes reizt mich als Auditorin zum einen, systematisch den ressourcenorientierten Diversity-Gedanken als Querschnittsthema in zentralen Handlungsfeldern zu verankern und zum anderen damit das Ziel der Bildungsgerechtigkeit und offenen Hochschulkultur zu erreichen." 

Welche Stärken können Sie in der Begleitung einsetzen? 
"Als meine besondere Stärke sehe ich die Verknüpfung von Fachwissen, Erfahrungen aus den Auditierungsverfahren, kombiniert mit einer lösungsorientierten Gesprächsführung." 

Kompetenzprofil Strategie und Struktur 

2012 bis 2016
Datengestütztes Qualitätsmonitoring im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts "Exzellent beraten – Wege zu einer neuen Studien- und Beratungskultur"
Ziele: Erfassung der Studienbedingungen, Studierendenzufriedenheit und Diversität der Studierenden; Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Planung und Umsetzung von Diversityprozessen
Schlüsselwörter: Diversity-Monitoring
Antragstellerin & Projektleitung 

2012 bis 2014
Statusübergreifendes Weiterbildungsangebot "Kultur durch Wandel – Wandel durch Kultur" im Auditierungsverfahren "Vielfalt gestalten in NRW", MIWF
Ziele: Bildung einer comunity of practice; community outreach
Schlüsselwörter: Sensibilisierung, Hochschulkultur, Partizipation, Verankerung in der Hochschule
Antragstellerin & Projektleitung
Im Dezember 2014 wurde die Folkwang Universität der Künste vom MIWF mit dem Zertifikat zum Audit "Vielfalt gestalten in NRW" ausgezeichnet. 

Seit 2012
Rektoratsbeauftragte Gender- und Diversity Management
Ziele: Entwicklung und Implementierung von Diversity als Querschnittsthema
Schlüsselwörter: Diversityorientierte Personal- und Organisationsentwicklung
Mission/Leitbild; Verankerung in der Hochschule 

Kompetenzprofil Studium und Lehre 

2014 bis 2016
"Forschendes Lernen und Lehren in den Künsten", Förderlinie Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Ziele: Entwicklung und Umsetzung einer Lehr- und Lerninnovation; Erfassung der Qualität der Lerngelegenheiten anhand einer qualitativen Begleitforschung
Schlüsselwörter: Diversityorientierte Curriculumentwicklung; forschungsorientiertes Studium; technologiegestützte Lehr- und Lernformate
Antragstellerin & Projektleitung 

Seit 2011
Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Instituts für Lebenslanges Lernen
Ziele: Wissenschaftliche und strategische Weiterentwicklung der Aufgabenbereiche E-Learning, Schlüsselkompetenzen in den Curricula, studien- und berufsvorbereitende Angebote und Weiterbildung
Schlüsselwörter: Kompetenzentwicklung, Lehr- und Lernformate, Hochschuldidaktik, Weiterbildung 

2010 bis 2012
Maßnahme "Diversität als didaktisches Prinzip im hochschulischen Lehr- und Lernkontext" im Auditierungsverfahren "Ungleich besser! Vielfalt als Chance", Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Ziel: Entwicklung von didaktischen Handlungsempfehlungen für eine diversitätsorientierte Lehre
Schlüsselwörter: Lehr- und Lernformate
Antragstellerin & Projektleitung
Im Juli 2012 wurde die Folkwang Universität der Künste vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit dem Zertifikat zum Audit "Vielfalt gestalten" ausgezeichnet. 

Kompetenzprofil Service und Beratung 

2012 bis 2016
Entwicklung eines evidenzbasierten Beratungskonzepts im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts "Exzellent beraten – Wege zu einer neuen Studien- und Beratungskultur"
Ziele: Integration unterschiedlicher Beratungsformate und -verfahren in Studium & Lehre
Schlüsselwörter: Diversityorientierte Studien- und Fachberatung; Sozialberatung
Antragstellerin & Projektleitung 

2011 bis 2015
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte
Ziele: Entwicklung und Implementierung von Gender als Querschnittsthema
Schlüsselwörter: Genderorientierte Personal- und Organisationsentwicklung, Familienservices, Stipendien, Förderung des künstlerischen Nachwuchses 

2010 bis 2012
"Modellkonzept Interkulturelles Mentoring", Förderlinie PROFIN, DAAD
Ziele: Erhöhung der Betreuungsqualität vor Studienbeginn; Einbindung von internationalen Studierenden als Role-Models
Schlüsselwörter: Mentoring, Übergang Schule/Hochschule
Antragstellerin & Projektleitung
Das Modellkonzept wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit der Hochschulperle des Monats Februar 2012 ausgezeichnet.

Kompetenzprofil Diversity in der Forschung 

Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschungs- und Anwendungsschwerpunkte:
Entwicklungsorientierte Bildungsforschung
Scholarship of Teaching and Learning
Design-Based-Research
Kompetenzforschung & Diversityforschung in internationalen Bildungsprozessen
E-Learning
Bildungsphilosophie

Seit 2013
Nebenberufliches Habilitationsprojekt: Die Kategorie der Bildungsgerechtigkeit in der Bildungsforschung und in der Bildungsphilosophie 

2013
Veröffentlichung der Dissertationsschrift: Diversität als Leitmotiv. Handlungsempfehlungen für eine diversitäts- und kompetenzorientierte Didaktik. Münster/New York u.a.: Waxmann (269 Seiten, ISBN 978-3-8309-2925-3) 

Lebenslauf 

2016
Beförderung zur Akademischen Direktorin, Folkwang Universität der Künste

Seit 2016
Wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Lebenslanges Lernen, Folkwang Universität der Künste

2016 bis 2020
Ordentliches Mitglied im Hauptpersonalrat des MIWF, Gruppe Künstlerisch-wissenschaftlich Beschäftigte

2016
Mitbegründerin und 2. Vorsitzende der Gender & Diversity-Kommission, Folkwang Universität der Künste

2015
Zweiter Listenplatz auf der Berufungsliste zur Besetzung einer W3-Professur für "Schlüsselqualifikationen, Lernprozesse und Wissensproduktion" an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

2013
Gastprofessur an der Chongqing University, China 

Seit 2013
Nebenberufliches Habilitationsprojekt, Universität Duisburg-Essen. 

2013
Beförderung zur Akademischen Oberrätin, Folkwang Universität der Künste 

2013
Abschluss: Dr. phil. Fakultät für Bildungswissenschaften mit der Prädikatsnote sehr gut (magna cum laude), Disputation sehr gut mit Auszeichnung (summa cum laude), Universität Duisburg-Essen. Erstgutachter: Prof. Dr. M. Kerres, Zweitgutachterin: Prof. Dr. I. Jahnke 

2011 bis 2015
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Folkwang Universität der Künste. 

Seit 2012
Rektoratsbeauftragte für Gender- und Diversity Management, Folkwang Universität der Künste 

Seit 2011
Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Instituts für Lebenslanges Lernen, Folkwang Universität der Künste 

2009 bis 2013
Nebenberufliche Promotion am Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement, Prof. Dr. M. Kerres, Fakultät für Bildungswissenschaften, Universität Duisburg-Essen 

2007 bis 2011
Aufbau und Leitung der Stabsstelle Studium und Internationales/Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Folkwang Universität der Künste 

2006/2007
Studienreform/Mitwirkung bei der Umstellung der Studiengänge in das gestufte Studiensystem, Folkwang Universität der Künste 

2004 bis 2006
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Philosophie, wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Literaturwissenschaft, Universität Duisburg-Essen 

2004
Abschluss: Magistra Artium in den Hauptfächern Philosophie und Germanistik, Prädikatsnote sehr gut mit Auszeichnung, Universität Duisburg-Essen. Erstgutachter: Prof. Dr. S. Sturma, Zweitgutachter: Prof. Dr. Dr. h.c. M. Quante 

1997 bis 2004
Studium der Hauptfächer Philosophie, Germanistik und Romanistik, Universität Duisburg-Essen und Ruhr-Universität Bochum 

1997 bis 2004
Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache und Französisch an unterschiedlichen Instituten; Lehrkraft in Beschäftigungs- und Integrationsmaßnahmen im CJD Zehnthof; Vertretungslehrerin Sekundarstufe I und II im Fach Deutsch am Don Bosco Gymnasium, Essen 

1995 bis 1996
Studienjahr an der Université de Nantes (F), Langues étrangères appliquées: anglais-allemand 

1995
Abitur am St. Leonhard Gymnasium in Aachen, biling. Zweig deutsch/französisch 

Dr. Ute Zimmermann

Dr. Ute Zimmermann ist Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt der Technischen Universität Dortmund.

Was bedeutet Diversität für Sie?
Unter Diversity verstehe ich das Vorhandensein von Vielfalt, von der eine Hochschule lebt: mit den Menschen in Wissenschaft und Forschung, in der Lehre und in der Organisation an sich. Diversität ist! Und Diversity is not about them. Aktives Gestalten von Diversität bedeutet für mich ein Aushandeln von Interessen und Zielen in Bottom-up- und Top-down-Prozessen und ist damit ein Beitrag zur Kulturveränderung an Hochschulen.

Was reizt Sie an der Aufgabe, ein Diversity Audit an Hochschulen zu begleiten?
Als Auditorin reizt mich am Diversity Audit "Vielfalt gestalten" des Stifterverbandes insbesondere die Möglichkeit, vor Ort und gemeinsam handhabbare Vorgehensweisen für die jeweils besonderen Kontextbedingungen einer Hochschule zu entwickeln. Wichtig ist mir dabei, dass sowohl Sorgen und Bedenken als auch Wünsche und Visionen in die Diversity-Strategie einfließen können. Spannend ist für mich die Variationsbreite der Handlungsfelder: von der Organisationsstruktur über Lehre und Studium bis zu Baumaßnahmen.

Welche Stärken können Sie in der Begleitung einsetzen?
Meine besondere Stärke sehe ich in der Fähigkeit, Fragen zu stellen, die einen Entwicklungsprozess weiterbringen können. Moderation von Gruppen, Projektentwicklung innerhalb der Themenfelder Gleichstellung & Chancengleichheit, Familie, Diversität und die Entwicklung von Mainstreaming-Prozessen gehören zu meinen Kompetenzen.
 

Lebenslauf

Studium und Beruf

Seit 2010
Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt der Technischen Universität Dortmund

2007 bis 2009
Vorstandsmitglied der Bundeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten

2004 bis 2007
Sprecherin der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten NRW

2002 bis 2010
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der TU Dortmund

1996 bis 2002
Wissenschaftliche Angestellte am Zentrum für Lehrerbildung, Universität Dortmund

1994 bis 1999
Wissenschaftliche Angestellte am Erziehungswissenschaftlichen Institut, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

1996
Promotion zur Dr. phil. an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

1982 bis 1989
Studium der Pädagogik, Soziologie und Psychologie mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung und pädagogische Beratung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Abschluss Diplom Pädagogin)

1981/82
Abitur, dann Jahrespraktikum, St. Elisabeth Krankenhaus, Meerbusch-Lank

Weiterbildung

2006/07
DiVersion: Managing Gender & Diversity, Diversity-Beraterin
Zentrum für Weiterbildung, Universität Dortmund

1995 bis 1999
Neuro-linguistisches Programmieren (NLP)
Practitioner, Master-Practitioner (DVNLP-Zertifikat)
 

Letzte relevante Veröffentlichung

Birgit Rothenberg, Barbara Welzel & Ute Zimmermann (2016): Von der Graswurzelar-beit zum Disability Mainstreaming. In: Uta Klein (Hrsg.) Inklusive Hochschule – Neue Perspektiven für Praxis und Forschung. Weinheim: Beltz Juventa
 

Erfahrung mit Auditierungen

  • Beratung der zu auditierenden Hochschulen im Audit "Vielfalt gestalten in NRW" (2014), gemeinsam mit Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium (DoBuS) für das Themenfeld "Behinderung in Studium und Lehre"
  • Audit "Vielfalt gestalten" des Stifterverbands (2012 auditiert)
  • audit familiengerechte hochschule (2008 bis 2014)
  • Total E-Quality-Prädikat (2005 bis 2008)
     

Lehrveranstaltungen TU Dortmund

  • Gender und Diversity in der Organisation (Seminar), gemeinsam mit Verena Bruchhagen (Soziologie) in den Wintersemestern 2015/16, 2014/15, 2013/14
  • DiWiKi – Entwicklung und Nutzung von kultureller Vielfalt an der Hochschule (Seminar), gemeinsam mit Verena Bruchhagen (Soziologie) im Wintersemester 2012/13 und Sommersemester 2013
  • DiWiki: Entwicklung einer internetbasierten Plattform zur Entwicklung und Nutzung von kultureller Vielfalt an der Hochschule (Seminar), gemeinsam mit Verena Bruchhagen (Soziologie), im Sommersemester 2012, Wintersemester 2011/12, Sommersemester 2011

Zu Beginn und zum Abschluss des internen Auditierungsprozesses erstellt die Hochschule einen Selbstreport. Der erste Selbstreport dokumentiert die Ausgangssituation der Hochschule, insbesondere hinsichtlich der Zusammensetzung der Studierendenschaft und der bereits vorhandenen zielgruppenspezifischen und diversitätsorientierten Angebote, und formuliert mess- bzw. prüfbare Entwicklungsziele, die im Verlauf des Auditierungsverfahrens erreicht werden sollen. Der zweite Selbstreport reflektiert den Auditierungsrozess und bilanziert, inwieweit die selbstgesetzten Qualitätsziele erreicht wurden.

Partner
Das Diversity Audit ist eine Initiative des Stifterverbandes, die vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, von der JPMorgan Chase Foundation, der Stiftung Mercator, der Baden-Württemberg Stiftung und der Gips Schüle Stiftung gefördert wird.

Warum nehmen die Hochschulen Bochum, Fulda und Heilbronn am Diversity Audit "Vielfalt gestalten" teil?

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Hochschulen im Audit

Aktuell nehmen 24 Hochschulen am Diversity-Audit teil:

  • Hochschule Bochum
  • Hochschule Coburg
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Hochschule Fulda
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • FernUniversität in Hagen
  • Universität Hamburg
  • Hochschule Heilbronn
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Universität zu Köln
  • Universität Konstanz
  • Hochschule Landshut
  • Universität Leipzig
  • Universität zu Lübeck
  • Universität Mainz
  • Fachhochschule Münster
  • Hochschule Niederrhein
  • Technische Hochschule Nürnberg
  • Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
  • Hochschule Rhein-Waal
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
  • Universität Tübingen
  • Universität Vechta

Inzwischen auditiert sind diese 13 Hochschulen:

  • EBZ Business School Bochum
  • Fachhochschule Brandenburg
  • Hochschule Bremen
  • Universität Bremen
  • TU Dortmund
  • Folkwang Universität der Künste
  • Westfälische Hochschule
  • Universität Kassel
  • Hochschule Koblenz
  • Evangelische Hochschule Ludwigsburg
  • Universität Oldenburg
  • Universität Osnabrück
  • Hochschule Reutlingen

In Kooperation mit dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen haben acht Hochschulen das Audit "Vielfalt gestalten in NRW" erfolgreich abgeschlossen:

  • Fachhochschule Aachen
  • Fachhochschule Dortmund
  • Universität Duisburg Essen
  • Fachhochschule Düsseldorf
  • Folkwang Universität der Künste
  • Deutsche Sporthochschule Köln
  • Fachhochschule Köln
  • Hochschule Ruhr West

Das Diversity-Forum

Parallel zum internen Auditierungsprozess erfolgt im Diversity-Forum ein kollegialer Austausch mit den Hochschulen, die sich zur selben Zeit dem Audit unterziehen. Die Themen, beispielsweise Hochschulmarketing, Rekrutierungs- und Auswahlverfahren, Lernstrategien, Studien- und Prüfungsorganisation, Personalentwicklung sowie Change Management, werden mit den teilnehmenden Hochschulen abgestimmt. Neben Experten aus Hochschule und Wissenschaft werden auch Referenten aus Unternehmen und Kommunen zum Forum eingeladen. Die Diskussionsergebnisse und Impulse aus dem Forum fließen wiederum in den internen Auditierungsprozess zurück.

Das Zertifikat

Nach Abschluss des zweijährigen Auditierungsverfahrens verleiht der Stifterverband das Zertifikat "Vielfalt gestalten". Dieses ist drei Jahre lang gültig. Für eine Verlängerung ist eine Re-Auditierung erforderlich.

Kosten

Die Teilnahme am Auditierungsverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten sind gestaffelt nach der Größe der Hochschule bzw. der Anzahl der Studierenden. Sie betragen für Hochschulen mit

  • bis zu 5.000 Studierenden: 25.000 Euro
  • 5.000 bis 15.000 Studierenden: 30.000 Euro
  • mehr als 15.000 Studierenden: 35.000 Euro

Bewerbung

In jedem Jahr kann für acht bis maximal zehn Hochschulen das Auditierungsverfahren eröffnet werden. Interessierte Hochschulen können sich um die Teilnahme am Diversity Audit mit einer Interessensbekundung (ca. drei bis maximal fünf Seiten) formlos bewerben. Darin sollen die Hochschulen skizzieren,

  • warum Sie am Auditierungsverfahren teilnehmen möchten,
  • auf welche Diversitätsdimension(en) Sie in der Strategieentwicklung ggf. fokussieren wollen,
  • wie die Ausgangslage an Ihrer Hochschule ist (Zusammensetzung der Studierendenschaft, bestehende zielgruppenspezifische/diversitätsorientierte Angebote und Maßnahmen),
  • welche Erfahrungen Sie in das Diversity Forum vorrangig einbringen wollen und welche Impulse Sie sich von dem kollegialen Austausch versprechen.

Das nächste Audit startet dann am 1. September 2016. Bewerbungsschluss für die darauffolgende Auditierungsrunde ist der 15. Juni 2017.

Re-Auditierung

Das Re-Audit "Vielfalt gestalten" dient der Überprüfung, Konsolidierung und Weiterentwicklung der im Erst-Audit erarbeiteten Diversitätsstrategie. Nach erfolgter Re-Auditierung verlängert sich die Gültigkeit des Zertifikats um weitere drei Jahre. Danach wäre eine erneute Re-Auditierung nötig, um das Zertifikat weiter zu führen.

Die Re-Auditierung besteht aus einem Selbstreport und einem Peer Review.

Detaillierte Regularien zum Re-Audit (PDF)

Veranstaltung

Das 6. Forum Bildung und Zivilgesellschaft in Berlin diskutiert am 15. März 2016 die Bedeutung sozialer Inklusion für unsere Gesellschaft. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Zertifikate an fünf Hochschulen verliehen, die das das Diversity-Audit "Vielfalt gestalten" erfolgreich absolviert haben.

Mehr Info zum Termin

Kontakt

Bettina Jorzik

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Lehre und akademischer Nachwuchs".

T 0201 8401-103
F 0201 8401-215

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