Die deregulierte Hochschule

Ein gemeinsames Aktionsprogramm von Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung zur Förderung der Autonomiefähigkeit an deutschen Hochschulen
(2005-2008)

Viele Bundesländer haben ihre Hochschulgesetze modernisiert: Hochschulen haben deutlich mehr Freiheiten als früher. Jetzt müssen sie in die Lage versetzt werden, ihre neu gewonnenen Freiheiten auch offensiv zu nutzen. Doch dafür fehlt es noch an Erfahrung, an ausgebildetem Personal und an der notwendigen Infrastruktur.

In dieser Situation haben der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung 2005 gemeinsam das Programm "Die deregulierte Hochschule" gestartet: Fünf Modellhochschulen wurden bei der Umsetzung von Projekten zu eigenverantwortlicher Organisationsentwicklung mit insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert und untereinander vernetzt.

Es wurden mit Göttingen und Heidelberg zwei klassische Volluniversitäten sowie die drei Technischen Hochschulen Darmstadt, Dresden und München ausgewählt. Die ausgesuchten Modellhochschulen verfügten bereits über weitgehende Autonomie oder waren dafür vorgesehen, kamen aus unterschiedlichen Regionen und hatten das Potenzial für eine überregionale Vorreiterrolle.

Begleitet wurde das Programm von einem hochrangig besetzten Lenkungsausschuss, der die Universitäten vor die schwierige Aufgabe stellte: Autonomie zu Ende denken. Er formulierte zehn Leitfragen zu zehn Themenfeldern, die für eine deregulierte Hochschule zentrale Bedeutung haben. Das Spektrum der Fragen reichte von der sinnvollen Gestaltung des Verhältnisses zwischen Staat und Hochschule bis zum effizienten Bau- und Immobilienmanagement. In zehn Arbeitsgruppen wurden die Fachverantwortlichen aus den Universitäten an einen Tisch gebracht. In zahlreichen Workshops mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik suchten sie Antworten auf die Leitfragen.

 

Publikationen

Leitlinien für die deregulierte Hochschule
Dokumentation mit konkreten Handlungsempfehlungen, die von Organisations- und Leitungsstrukturen an der Universität über Qualitätssicherung und Finanzmanagement bis hin zur Erhebung von Studienbeiträgen sowie dem Bau- und Immobilienmanagement reichen. Sie speisen sich aus den Erfahrungen, die fünf vom Stifterverband ausgewählte Modellhochschulen auf dem Feld der Autonomie gemacht haben. Außerdem enthält der Bandeine Analyse über Stand und Perspektiven der Führung von Hochschulen.
Erschienen im Februar 2008

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Hochschulautonomie in Gesetz und Praxis
Das Zentrum für Wirtschaftsmanagement Speyer hat 2011 die Umsetzung der Hochschulautonomie in Gesetz und Praxis analysiert: " Es hat sich sehr viel Positives bewegt, aber es gibt noch einiges weiter zu verbessern, etwa im Bereich des Liegenschaftsmanagements. Die Universitäten selbst haben sich entgegen manchem Zweifel als autonomiefähig erwiesen, sie haben die mit der Systemveränderung verbundenen Schwierigkeiten überwiegend gemeistert und die Bereitschaft gezeigt, die neue Verantwortung anzunehmen."

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Kontakt

Dr. Mathias Winde

leitet den Programmbereich "Hochschulpolitik und 
-organisation".

T 030 322982-501
F 030 322982-515

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