Transferbarometer

Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind zunehmend gefordert, ihre Transferleistungen und Kooperationsbeziehungen systematisch zu erfassen und darzustellen. Hierzu bedarf es geeigneter quantitativer und qualitativer Indikatoren für unterschiedliche Transferprofile. Dieser Bedarf wird im Rahmen des Transferbarometers aufgegriffen und gemeinsam mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen bearbeitet.

Seit Oktober 2020 arbeiten fünf Hochschulen und sechs Helmholtz-Zentren gemeinsam an der Entwicklung einer Transferindikatorik. Leitgedanken des Prozesses sind: 

  • Selbststeuerung, Weiterentwicklung und Profilbildung
  • Kommunikation und Außendarstellung
  • Politische Gestaltung und gesellschaftliche Erwartungen

Ausgangspunkt des Transferbarometers ist die zunehmende Relevanz von Transfer und Kooperation. Wichtige Förderimpulse fokussieren auf die Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft und sowohl Hochschulen als auch außeruniversitäre Wissenschaftseinrichtungen werden immer öfter nach ihren Beiträgen zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung gefragt. Auch für die institutionelle Profilbildung ist das Handlungsfeld Transfer und Kooperation attraktiv. Um die vielfältigen Aktivitäten und Initiativen systematisch erfassen und darstellen zu können, sind geeignete Transferindikatoren erforderlich. Diesen Bedarf greift das Transferbarometer auf und entwickelt, zusammen mit den teilnehmenden Einrichtungen, Indikatoren für die Erfassung und Darstellung von Erfolgen und Leistungen in diesem Handlungsfeld.

Aus mehr als 70 Bewerbungen wurden fünf Hochschulen für die Teilnahme ausgewählt und erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von je 40.000 Euro:

  • RWTH Aachen 
  • HTW Dresden
  • Universität Düsseldorf
  • Universität Kassel 
  • Hochschule München

Aus der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren nehmen folgende Zentren teil:

  • Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Hamburg
  • Forschungszentrum Jülich
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Leipzig
  • Helmholtz Zentrum München für Gesundheit
  • CISPA-Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit, Saarbrücken

 

Zwischenergebnisse

Zu Beginn des Projektes wurde die Transfersystematik zusammen mit den beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickelt. Diese spiegelt das Transferverständnis sowie die Bandbreite möglicher Aktivitäten und Formate in einzelnen Transferfeldern wider. Neben einem wirtschafts- und technologienahen Transfer umfasst sie das gesamte Spektrum des Wissenstransfers und der Kooperation mit der Gesellschaft. Die institutionellen Voraussetzungen betrachten die Ausgangs- und Gelingensbedingungen für die Entwicklung einer Transfer- und Kooperationskultur. Mit der Transfersystematik können Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre spezifischen Transferprofile reflektieren und diese für die Entwicklung geeigneter Indikatoren und zur Profilierung nutzen.

 

Transferfeldspezifische Entwicklung von Kernindikatoren und optionalen Indikatoren

 
Je Transferfeld wurde ein Indikatoren-Set
mit Kernindikatoren und optionalen Indikatoren entwickelt. Die Kernindikatoren wurden im gemeinsamen Abstimmungsprozess der beteiligten Institutionen als besonders relevant und besonders praxistauglich für die Beschreibung der Aktivitäten in den jeweiligen Transferfeldern eingestuft. Die optionalen Indikatoren gehen demgegenüber stärker in die Detailbetrachtung und ermöglichen eine Messung von Entwicklungen und Erfolgen in ausgewählten Transferfeldern. Ziel ist es, ein Set an standardisierten und erprobten Indikatoren zur Verfügung zu stellen, damit Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihr Transferhandeln profilspezifisch erfassen und strategisch weiterentwickeln können.

 

Praktische Erprobung und Validierung der Indikatoren-Sets

Die entwickelten Kernindikatoren und optionalen Indikatoren werden aktuell von den beteiligten Hochschulen, Helmholtz-Zentren sowie Mitgliedern des Arbeitskreises Indikatorik der TransferAllianz getestet. Am Ende entsteht ein durch die Einrichtungen erprobtes und konsolidiertes Set an Kernindikatoren und optionalen Indikatoren. Die Auswertung der zweiten Erprobungsphase erfolgt im September 2021. Anschließend werden die Ergebnisse des Transferbarometers zusammen mit zentralen Lessons Learned vorgestellt.

 

DOSSIER TRANSFERBAROMETER

Das Dossier umfasst Ansätze zur Erfassung und Darstellung von Aktivitäten im Handlungsfeld "Transfer und Kooperation": Diese reichen von länderüberreifenden Initiativen über landesweite Monitoringinitiativen von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bis hin zu Aktivitäten auf Ebene einzelner wissenschaftlicher Einrichtungen. Es zeigt die Bandbreite der gegenwärtig zur Transfer-Indikatorik geführten Debatte.
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Das Transferbarometer ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes und der Helmholtz-Gemeinschaft. Es wird gefördert durch die Stiftung Mercator und die Stiftung van Meeteren.

Kontakt

Cornels Lehmann-Brauns

ist beim Stifterverband als Programmmanager im Bereich "Programm und Förderung" tätig.

T 030 322982-311

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