Hochschul-Barometer 2021

Lage und Entwicklung der Hochschulen aus Sicht ihrer Leitungen

Trotz COVID-19-Pandemie liegt der Lageindex des Stifterverbandes 2020 auf einem höheren Niveau als noch in den Vorjahren. Dies liegt unter anderem an den befragten privaten Hochschulen, die ihre Stimmung deutlich besser bewerten. Zudem führen die Hochschulen – nach einem pandemiebedingten Tief – wieder gute Beziehungen zu den meisten gesellschaftlichen Partnern. Doch nicht alle schätzen die Lage besser ein: Die Stimmung unter den kirchlichen Hochschulen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich getrübt, die Kluft zwischen Exzellenzuniversitäten und den nicht durch die Exzellenzstrategie geförderten staatlichen Universitäten besteht weiterhin.

Was braucht es, um die Infrastrukturen der Hochschulen fit zu machen für Forschung und Lehre nach der Pandemie? Wenn es nach den Hochschulleitungen geht, wird die hybride Lehre in Zukunft eine größere Rolle spielen: Mehr als ein Drittel der Veranstaltungen im Weiterbildungsbereich und der Vorlesungen könnten in Zukunft digital stattfinden. Dafür braucht es digital ausgestattete Hörsäle und mehr Videoequipment und -infrastruktur an den Hochschulen. Allerdings mangelt es drei von vier Hochschulen an ausreichenden personellen Kapazitäten für den Ausbau ihrer Lehr- und Lernorte. Wie kann dann eine innovative Lehre in der Zukunft aussehen und gelingen? Dies ist das zentrale Thema der 2020 neu gegründeten Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Die Erwartungen der Hochschulen an die neue Stiftung wurde in dieser Umfrage abgefragt.

Zentrale Ergebnisse des Hochschul-Barometers 2021
Zentrale Ergebnisse des Hochschul-Barometers 2021
Zentrale Ergebnisse des Hochschul-Barometers 2021
Zentrale Ergebnisse des Hochschul-Barometers 2021
Zentrale Ergebnisse des Hochschul-Barometers 2021
Zentrale Ergebnisse des Hochschul-Barometers 2021

 
Im Rahmen der Politikberatung zur Bekämpfung der Pandemie spielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine zentrale Rolle. Zwei von fünf Hochschulleitungen geben an, dass sich ihre Hochschule während der Pandemie stärker in der Politikberatung engagiert, vor allem unter den staatlichen Universitäten ist der Anteil hoch (70,3 Prozent). Dennoch sind die Hochschulen nicht zufrieden mit der Sichtbarkeit ihrer Aktivitäten in der Pandemie: Fast 60 Prozent der Hochschulen geben das an.

Mit dem Brexit verlieren die Hochschulen in Deutschland wichtige europäische Partner. Die Hochschulleitungen sind sich einig: Sie erwarten sich davon kaum Vorteile für den Hochschulstandort Deutschland. Zudem geben die Hochschulen an, bereits erste negative Folgen des Brexits zu erfahren. So berichten sie von sinkenden Zahlen britischer Studierender sowie Forscherinnen und Forscher an den Hochschulen sowie von einer geringeren Anzahl an Forschungskooperationen mit britischen Partnern. Mittelfristig wollen sie daher auf die Entwicklung neuer Partnerschaften mit Hochschulen aus anderen EU-/Nicht-EU-Mitgliedsländern bauen.

 

Kontakt

Dr. Pascal Hetze

leitet im Stifterverband den Programmbereich 
"Analysen und Innovationspolitik".

T 030 322982-506

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