Unterstützung beim Arbeitsmarkt­eintritt

Die Aktionslinie der Initiative "Integration durch Bildung" verfolgt das Ziel einer ganzheitlichen Förderung mit Hilfestellungen bei der Berufswahl für jugendliche Flüchtlinge.

Die Herausforderung: Mangelnde berufliche Orientierung ist schon für viele Bildungsinländer ein Hauptgrund dafür, dass sie ohne Ausbildungsplatz bleiben oder ihre Ausbildung frühzeitig abbrechen. Bei Flüchtlingen ist eine entsprechend größere Wissenslücke zu erwarten. Hauptprobleme sind eine ungenügende Reflexion der eigenen Stärken und Interessen sowie eine eingeschränkte Vorstellung von der deutschen Arbeitswelt.

Die Ziele: Neben Informationen zu konkreten Berufsbildern, Ausbildungswegen und -bedarfen in Deutschland sollen die jungen Menschen lernen, eigene Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen und zu reflektieren.

Die Maßnahmen: Im Rahmen der Aktionslinie "Unterstützung beim Arbeitsmarkteintritt" wurden bislang gemeinsam mit der Baden-Württemberg Stiftung und mit Unterstützung der Porsche AG über 600 Stipendiaten gefördert. Durch die Vergabe von Stipendien zur beruflichen Anerkennung werden sie darin unterstützt, eine volle Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufs- und Studienabschlüsse zu erhalten und damit ihre Zugangschancen zu einer qualifikationsadäquaten Beschäftigung in Baden-Württemberg zu verbessern. In einer dreijährigen Modellphase wird das Stipendienprogramm im Flächenland Baden-Württemberg erprobt und wissenschaftlich begleitet.
Mehr Info auf der Website der Baden-Württemberg Stiftung

 

Darüber hinaus werden die folgenden Programme aus Mitteln der Initiative "Integration durch Bildung" gefördert:

Förderbeispiel: Plant-a-Talent

Der Stifterverband unterstützt aus Mitteln der Initiative "Integration durch Bildung" die Plant-a-Talent gGmbH. Sie ist ein Non-Profit-Unternehmen und eine Jobbörse, die geflüchteten Menschen in München Arbeitsplätze vermittelt. Dank dieser Initiative konnten bislang mehr als 135 Stellen besetzt werden. Das Geheimnis dieses Erfolgs liegt in der persönlichen Betreuung, die es ermöglicht, dass nur Bewerber, die zu dem jeweiligen Stellenangebot und Unternehmen passen, vermittelt werden. Die Mehrheit der Bewerber werden von einem Mentor begleitet und bei Bedarf mit Programmen und Workshops zu den Themen Kultur, Bewerben, EDV und Programmieren weiterqualifiziert.
Mehr Info auf der Website von Plant-a-Talent

 

Förderbeispiel: Social Bee

Die Social Bee gGmbH ist eine "soziale Zeitarbeitsfirma", die sich als Brücke für Geflüchtete in den Arbeitsmarkt versteht. Das Start-up stellt Flüchtlinge bei sich an, übernimmt sämtliche behördliche Fragestellungen und den Verwaltungsaufwand und entleiht sie an mittelständische Firmen. Dabei bleibt Social Bee während des Arbeitseinsatzes in der Verantwortung und hilft bei der Integration vor Ort durch Sprachkurse, regelmäßige sozialpädagogische Betreuung sowie ein Freizeit- und Kulturprogramm. Nach etwa einem Jahr sollen dann die so vorqualifizierten Talente in eine Ausbildung oder Festanstellung übernommen werden. Aus Mitteln der Initiative "Integration durch Bildung" wird das Pilotprojekt "Integration von Geflüchteten im Raum Stuttgart" unterstützt.
Mehr Info auf der Website von Social Bee