Wettbewerb Bildungsorte:
Ausschreibung

Jeden Monat wird ein Bildungsort des Monats ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 2.500 Euro dotiert. Bewerbungen können laufend bis zum 31. Oktober 2021 eingereicht werden.

Unter allen Preisträgern eines Jahres wird am Ende jedes Jahres der Bildungsort des Jahres ausgewählt. Jede Initiative hat damit noch einmal die Möglichkeit, ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro (1. Platz), 5.000 Euro (2. Platz) bzw. 2.500 Euro (3. Platz) zu gewinnen. In diesem Jahr werden Bildungsorte zum Schwerpunkthema des Tags der Bildung ausgezeichnet: Bildung in Zeiten digitaler Transformation. 

 
Warum ein Bildungspreis?
 Bildung legt die Grundlage für individuelle Lebenschancen und Selbstverwirklichung, sie soll gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und gleichzeitig Fortbestand und Weiterentwicklung unserer Gesellschaft sichern. Ohne Bildung gibt es keine Zukunft – und damit wird die Frage, wie sich bestmögliche Bildung für jede und jeden Einzelnen erzielen lässt, wie wir alle Bildungspotenziale heben und fördern können, zur zentralen und zeitlosen Herausforderung.

Ein Sprichwort besagt, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind zu erziehen. Und so braucht es auch mehr als Schulen und andere "Bildungsinstitutionen", um jeden Einzelnen bestmöglich zu bilden – es braucht die ganze Gesellschaft. Bildung ist immer das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung vieler (zivilgesellschaftlicher) Akteure. Wo sind hier und heute die Menschen, Initiativen und Orte, die sich der "Bildungsaufgabe" verschrieben haben und daran mitwirken? Und wie tun sie das, worin liegt ihr Beitrag? Mit diesem Wettbewerb sucht der Stifterverband Antworten auf diese Fragen und zeigt die inspirierende Vielfalt besonderer Bildungsorte.

 

Was sind besondere Bildungsorte?

Besondere Bildungsorte tragen zur bestmöglichen Bildung von Kindern und Jugendlichen bei und nehmen sie als Gestalter ihrer eigenen Bildung ernst. Sie bieten positive Lernerfahrungen, wecken und unterstützen Neugier und Wissbegier. Sie machen Lust darauf, dazuzulernen. Sie steigern die Selbstwirksamkeit.  Sie geben Kindern und Jugendlichen den Raum, Lernen als selbstbestimmte Gestaltung der persönlichen Entwicklung zu erleben. Sie unterstützen Kinder und Jugendliche, Lernenkönnen als beste Chance ihres Lebens zu erfahren, und setzen engagierte Impulse, um Entwicklungschancen für alle – unabhängig von Schulform und sozialer Herkunft – zu schaffen.

Jetzt bewerben! Das Wichtigste zum Wettbewerb im Video

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Jahresthema 2021: Bildung in Zeiten digitaler Transformation

Eine der großen Herausforderungen und Aufgaben in Deutschland besteht nach wie vor darin, Kinder und Jugendliche auf ein Leben in der digitalen Welt vorzubereiten. Die Corona-Krise hat deutlich gezeigt, dass in Deutschland beim digitalen Lernen und Lehren erheblicher Nachhol- bzw. Handlungsbedarf besteht. Mit dem Fokus der Kultusministerkonferenz im Jahr 2021 auf dem Thema "Lernen und Lehren – guter Unterricht in Zeiten der digitalen Transformationen" wird der Blick der Schulen darauf gelenkt, wie Unterrichtsqualität im Zeitalter der Digitalisierung gedacht, gestaltet und umgesetzt werden muss. 

Bildung in Zeiten digitaler Transformation ist jedoch auch eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft. Neben öffentlichen Bildungseinrichtungen leisten zahlreiche (zivilgesellschaftliche) Akteure unverzichtbare Beiträge dazu. Mit dem Wettbewerb Bildungsorte will der Stifterverband im Jahr 2021 Menschen, Initiativen oder Orte in der Zivilgesellschaft und öffentlichen Bildungseinrichtungen entdecken und auszeichnen, die das Ziel haben, Kinder und Jugendliche auf das Leben in einer digitalen Welt vorzubereiten, Lust auf Bildung machen und zur Nachahmung motivieren.

 

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen können nicht-kommerzielle Initiativen/Bildungsakteure in Deutschland (Vereine und Initiativen aus der Zivilgesellschaft, von Bildungsträgern oder Sozialunternehmen oder aus öffentlichen Einrichtungen) mit einem konkreten, sich bereits in der Umsetzung befindenden Projekt. Der Wettbewerb richtet sich an Projekte, die Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre im nicht-hochschulischen Bereich in den Blick nehmen.

Zur Bewerbung sind ausschließlich gemeinnützige Organisationen oder Körperschaften, Anstalten (o.ä.) des öffentlichen Rechts zugelassen. Sie kann in rein schriftlicher Form oder auch mit einem kurzen Video (bis zu fünf Minuten) eingereicht werden und sollte sich an folgenden Leitfragen orientieren:

  • Welchen Beitrag leistet das Projekt für die chancengerechte Bildung von Kindern und Jugendlichen in Zeiten digitaler Transformation?
  • Welche Zielgruppen werden angesprochen?
  • In welchem Maß können sich Kinder und Jugendliche an der Ausgestaltung und Entwicklung des Projekts beteiligen?
  • Wir wird das Projekt operativ umgesetzt?
  • Mit welchen lokalen/regionalen Akteuren arbeiten Sie im Rahmen des Projekts zusammen?
  • Wie bewerten Sie die bisherigen Erfahrungen? Welche Wirkungen konnte das Projekt bisher erzielen?
  • Welche Herausforderungen sehen Sie zur Verwirklichung der Projektziele für die Zukunft?

Eine Jury wird die Bewerbungen mit besonderer Berücksichtigung folgender Kriterien bewerten: 

  • Herausforderung: Wird das Problem klar benannt und orientiert sich das Projekt an der o.g. Herausforderungen? 
  • Zukunftsperspektive: Ist das Projekt innovativ und hat es das Potenzial, zukünftige Entwicklungen zu gestalten? Erreicht das Projekt einen langfristigen Effekt bei der Zielgruppe?
  • Wirkung: Besitzt das Projekt ein hohes Wirkungspotenzial?
  • Übertragbarkeit: Kann das Projekt (auf andere Institutionen, in andere Regionen etc.) übertragen werden?
  • Jugendbeteiligung: Gestalten Kinder und Jugendliche die Inhalte, Methoden und generelle Ausrichtung des Projektes mit? Tragen sie Verantwortung für das Projekt? 

Mit der Teilnahme am Wettbewerb verpflichten sich die Projekte, im Falle der Auszeichnung beim Festival "Tag der Bildung" am 8. Dezember 2021 ihr Projekt in Rahmen eines Markts der Bildungsorte vorzustellen.

 

Sie haben die Wahl, sich entweder komplett schriftlich zu bewerben
oder zusätzlich ein Video einzureichen:

Kontakt

Mit dem Primus des Monats hat die Stiftung Bildung und Gesellschaft zwischen 2013 und 2020 insgesamt 100 zivilgesellschaftliche Initiativen ausgezeichnet. Informationen zu den Bildungsprojekten mit Vorbildcharakter sind in einer Projektdatenbank zusammengestellt. Der Wettbewerb Bildungsorte knüpft in seiner Ausrichtung an den Primus-Preis an.
Mehr Info auf der Website der Stiftung Bildung und Gesellschaft